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13.10.2015

17:47 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Gewinne bröckeln

Kursverluste in Asien und eine Gewinnwarnung des Autozulieferers Leoni haben den Anlegern am Dienstag die eigentlich gute Stimmung verdorben. Der Dax gab Gewinne ab. Nur ein Wert gewann deutlich.

Frankfurter Börse

Leoni-Schock und schwache ZEW-Daten: Dax verliert an Halt

Frankfurter Börse: Leoni-Schock und schwache ZEW-Daten: Dax verliert an Halt

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FrankfurtNach sieben gewinnreichen Tagen haben die Anleger am Dienstag ihre Kauflaune liegen gelassen. Der Dax startete bereits schwächer als am Vortag und gab im Laufe des Tages weiter Gewinne ab. Am Ende stand ein Minus von 0,9 Prozent zu Buche auf 10.033 Punkten.

Grund für den Missmut ist in der Konjunktur Deutschlands zu suchen: Der ZEW-Index rutschre im Oktober stärker ab als von Analysten erwartet. Die Aktuelle-Lage-Komponente ging von 67,5 auf 55,2 zurück, die Experten hatten mit einem Wert von 64 gerechnet.

Vor allem Versorger und Automobilwerte drückten den deutschen Leitindex. RWE und Eon verloren nach ihren kräftigen Gewinnen vom Vortag nun 5,8 Prozent beziehungsweise 4,7 Prozent.

So sparen die Deutschen

Der Durchschnitt

Ich spare regelmäßig: 64 Prozent
gelegentlich: 26 Prozent
gar nicht: 9 Prozent
keine Angabe: 1 Prozent
Quelle: Forsa-Umfrage „Sparerkompass 2015“

Nach Geschlecht

Regelmäßige Sparer:

Männer: 65 Prozent
Frauen: 62 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Männer: 22 Prozent
Frauen: 30 Prozent

Nicht-Sparer:
Männer: 11 Prozent
Frauen: 7 Prozent

Nach Alter

Regelmäßige Sparer:

18-29 Jahre: 63 Prozent
30-39 Jahre: 68 Prozent
40-49 Jahre: 62 Prozent
50-59 Jahre: 62 Prozent
60-69 Jahre: 65 Prozent

Nach Familienstand

Regelmäßige Sparer:
Mit einem Partner lebend: 68 Prozent
Allein lebend: 56 Prozent

Gelegentliche Sparer:
Mit einem Partner lebend: 24 Prozent
Allein lebend: 31 Prozent

Nicht-Sparer:
Mit einem Partner lebend: 8 Prozent
Allein lebend: 11 Prozent

Nach Erwerbstätigkeit

Regelmäßige Sparer:
Erwerbstätig: 68 Prozent
Arbeiter: 66 Prozent
Angestellte: 71 Prozent
Beamte: 69 Prozent
Selbständig: 74 Prozent
Nicht erwerbstätig: 57 Prozent
Hausfrau: 65 Prozent
Rentner: 73 Prozent
Schüler/Student: 42 Prozent
Arbeitslos: 16 Prozent

Nach Ortsgröße

Regelmäßige Sparer:
Unter 20.000 Einwohner: 67 Prozent
20.000 bis 100.000 Einwohner: 64 Prozent
100.000 bis 500.000 Einwohner: 71 Prozent
500.000 Einwohner und mehr: 50 Prozent

Nach Bundesländern

Regelmäßige Sparer:
Berlin: 45 Prozent
Sachsen: 47 Prozent
Brandenburg: 53 Prozent
Niedersachsen: 53 Prozent
Mecklenburg-Vorpommern: 56 Prozent
Hamburg: 61 Prozent
Schleswig-Holstein: 61 Prozent
Saarland: 65 Prozent
Sachsen-Anhalt: 66 Prozent
Baden-Württemberg: 66 Prozent
Hessen: 67 Prozent
Thüringen: 67 Prozent
Bremen: 68 Prozent
NRW: 68 Prozent
Rheinland-Pfalz: 68 Prozent
Bayern: 74 Prozent

Nach Summen

So viel spart der Durchschnittsdeutsche pro Monat:
Weniger als 50 Euro: 10 Prozent
50 bis unter 100 Euro: 22 Prozent
100 bis unter 200 Euro: 25 Prozent
200 bis unter 300 Euro: 15 Prozent
300 bis unter 400 Euro: 9 Prozent
400 bis unter 500 Euro: 5 Prozent
500 Euro und mehr: 10 Prozent

Auch die Autowerte standen am Dienstag unter keinem guten Stern. Zahlen aus China belegten, dass der Autoabsatz auf dem weltweit größten Automarkt im bisherigen Jahresverlauf so langsam gewachsen ist wie seit drei Jahren nicht mehr. BMW, Continental und Daimler gaben jeweils über zwei Prozent ab, Volkswagen schwächten sich um 1,8 Prozent ab. VW kündigte Einsparungen von rund einer Milliarde Euro pro Jahr an, das Handelsblatt berichtete über geplante Einsparungen von rund drei Milliarden Euro bei Zulieferern. Mit einem Minus von rund 2,1 Prozent gehörten die Aktien von VW zu den deutlichen Verlierern im Index.

Druck gab es nicht nur von Seiten der Konjunktur, sondern auch von den Anlegern selbst. Vermögensverwalter und Klimaschützer haben die Autoindustrie gemeinsam zu mehr Transparenz bei ihrer Lobby-Arbeit gedrängt. In einem Brief an knapp ein Dutzend Hersteller - darunter Volkswagen, BMW und Daimler - forderten die Investoren das Einwirken auf die Politik zu erklären, wie der Anlegerschutzverband ShareAction am Dienstag in London mitteilte. Zu den Unterzeichnern gehören die Fondssparte der Versicherung Axa und der staatliche schwedische Pensionsfonds, die sich dafür mit der britischen Klimaschutzlobby InfluenceMap zusammentaten. Insgesamt legen die Investoren ein Vermögen von fast einer Billion Dollar an.

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