Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.09.2013

17:56 Uhr

Börse Frankfurt

Dax gibt nach, Versorger unter Druck

Die Finanzmärkte haben am Montag kaum auf den Wahlsieg von Angela Merkel und der Union reagiert. Stattdessen beschäftigt sie die Frage, wie schnell die neue Regierungskoalition stehen wird. Verlierer waren RWE und Eon.

Börse am Abend

Video: Börse am Abend

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

FrankfurtDie meisten Unternehmer dürften mit dem Ausgang der Bundestagswahl zufrieden sein. An der Börse in Frankfurt machte sich das Ergebnis jedoch nicht wirklich bemerkbar. Der Deutsche Aktienindex pendelte den Großteil des Handelstages um seinen Vorwochenschlussstand. Am Abend schloss er 8635 Punkten und damit 0,47 Prozent tiefer als am Freitag.

Der MDax verlor 0,46 Prozent auf 14956 Punkte, der TecDax drehte 0,17 Prozent ins Plus und schoss bei 1069 Zählern. Der Eurozonen-Leitindex Eurostoxx 50 notierte bei Börsenschluss 0,69 Prozent schwächer bei 2906 Stellen. Der Euro kostete am Abend 1,3487 US-Dollar.

Der Wahlerfolg von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist für die meisten Investoren eine Garantie für Kontinuität. An den Märkten setzen die Anleger nun vor allem auf eine Große Koalition aus Union und SPD, auch wenn sich die SPD noch ziert. „Angela Merkels Wiederwahl ist ein Zeichen politischer Stabilität, und die Märkte lieben Stabilität“, fasst David Thebault, Chefhändler beim Brokerhaus Global Equities in Paris zusammen. „Ein Risiko weniger, um das man sich Sorgen machen muss.“ Allerdings wäre nach Einschätzung von Börsianern eine Hängepartie bei der Regierungsbildung schlecht für die Märkte.

Beobachter argumentierten, dass sich an dem Kurs Deutschlands in der Eurokrise nun nichts Wesentliches ändern werde. Es sei mit einer Fortsetzung der Politik von „Zuckerbrot und Peitsche“ zu rechnen, kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank, den Wahlausgang. Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research sagte: „Die Fortsetzung der Kanzlerschaft war eingepreist, belasten könnten nur allzu zähe Koalitionsverhandlungen.“ An den Märkten für Staatsanleihen gab es ebenfalls keine nennenswerte Reaktion.

Gute Nachrichten kamen aus der Euro-Zone. Dort hat zum Ende des Sommers die Konjunktur weiter zugelegt. Die Geschäfte in der Privatwirtschaft liefen im September so gut wie seit Juni 2011 nicht mehr, wie aus einer am Montag veröffentlichten Markit-Umfrage unter mehr als 4000 Firmen hervorgeht. Der Einkaufsmanagerindex, der die Industrie und die Dienstleister zusammenfasst, stieg um 0,6 auf 52,1 Punkte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus auf 51,9 Zähler gerechnet. Das Barometer bleibt damit über der Marke von 50 Punkten, ab der es Wachstum signalisiert.

Laut Markit ist außerdem das Volumen geliehener Euro Stoxx 50-Aktien - ein Maß für Wetten gegen Wertpapiere - auf 1,7 Prozent der gesamten ausstehenden Aktien gefallen. Auf den Höhenpunkt der Finanzkrise betrug dieser Wert noch 24 Prozent. Wetten auf einen Kursanstieg in Europa dagegen haben den höchsten Stand seit 2007 erreicht, so eine Umfrage der Bank of America unter Vermögensverwaltern.

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Dax9000

23.09.2013, 10:52 Uhr

Wo sind denn die ganzen Schwarzseher, Kaffeesatzleser, Unkenrufer und AfD-Spacken hin, die ab heute den großen Zusammensturz der Börsen prophezeit haben?

Alles wird von FED, EZB und dem Markt weggebügelt. Natürlich wird es wieder Rücksetzer geben - wie seit hunderten von Jahren. Aber erstmal ist der Weg frei für neue ATHs.

Dax8000

23.09.2013, 11:05 Uhr

zunächst werden wir aber wieder einen deutlichen Rücksetzer sehen, da die FED mit dem Tapering beginnen wird.

Und die 9000 werden wir wohl nie sehen.

Zuchtbulle

23.09.2013, 11:21 Uhr

Ah, noch so einer, der die Glaskugel frisch geputzt hat. Und wann genau? Vielleicht hätten Sie auch gleich die Lottozahlen und die Fussballergebnisse der nächsten Spieltage. Danke.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×