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28.07.2016

17:46 Uhr

Börse Frankfurt

Dax gönnt sich eine Sommerpause

Große Kurssprünge gab es nicht am Donnerstag. Der Handel lief auf Sparflamme, viele Anleger sind im Urlaub. Der Dax pendelte um den Vortageswert und verließ den Handel mit einem leichten Minus.

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FrankfurtNach den Kursgewinnen der vergangenen Tage gönnen sich Anleger am Donnerstag offenbar eine Verschnaufpause. Der Dax verließ den Handel bei 0,4 Prozent tiefer 10.274 Punkten. „Die Berichtssaison ist zwar in ihrer heißen Phase, aber viele Anleger sind in Urlaub“, sagte ein Börsianer. Daher seien die Umsätze gering und der Markt tue sich schwer, eine klare Richtung zu finden. Auch die Nebenindizes zeigten sich eher gelassen. Der MDax schloss 0,6 Prozent tiefer bei 21.088 Punkten, der TecDax rutschte 0,8 Prozent ins Minus auf 1703 Zähler. Der EuroStoxx 50 verlor 0,9 Prozent auf 2974 Punkte.

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Ein kleines KBV kann auch darauf hindeuten, dass Anleger einem Unternehmen nicht besonders viel zutrauen.

Generell bremste laut Marktanalyst Jochen Stanzl vom Brokerhaus CMC der höhere Euro die Kauflaune. Zwar habe die Fed einen optimistischeren Ton zur US-Konjunkturentwicklung angeschlagen, was normalerweise als Signal für eine baldige Zinserhöhung verstanden wird. Aber die Märkte hätten ihr das nicht abgekauft.

So ließ der Euro schon im späten New Yorker Handel die technisch und psychologisch wichtige Marke von 1,10 Dollar hinter sich und notierte am Nachmittag sogar über 1,11 Dollar. Mit dem wieder steigenden Wechselkurs verteuern sich Exporte aus der Euro-Zone auf dem Weltmarkt.

Für Furore sorgte am deutschen Markt Adidas. Die Aktien des Sportartikelherstellers gingen nach der Anhebung der Prognose auf Rekordkurs und legten zeitweise um mehr als fünf Prozent auf 147,95 Euro zu. Am Ende des Tages stand die Aktie noch 2,5 Prozent höher. Nach der Fußball-Europameisterschaft sah sich der Ausrüster der deutschen Nationalelf zur vierten Prognoseanhebung im laufenden Jahr verpflichtet.

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Schlusslichter im Dax waren Deutsche Bank, Linde und Volkswagen. Der Industriegaskonzern hatte sich im ersten Halbjahr sein Gewinnplus quasi zusammengespart. Das sei wie erwartet gekommen und habe Gewinnmitnahmen ausgelöst, sagte ein Händler. Linde verloren rund 1,6 Prozent, nachdem die Aktien seit Monatsbeginn knapp fünf Prozent gewonnen hatten.

Auch bei VW machten die Anleger Kasse und drückten den Kurs um 3,3 Prozent ins Minus. Das Vortagesplus schmolz somit fast dahin. Die Wolfsburger können offenbar den Abgasskandal dank robuster Verkaufszahlen zunehmend besser verkraften.

Größter Verlierer im Dax ist aber erneut die Deutsche Bank. Die Titel des größten deutschen Geldhauses verloren 4,3 Prozent und sanken unter zwölf Euro.

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