Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.12.2012

18:06 Uhr

Börse Frankfurt

Dax hat Jahreshoch weiter im Visier

Banken- und Autowerte haben dem Dax am Dienstag über weite Strecken Gewinne beschert. Doch der Leitindex konnte das Plus nicht bis zum Ende halten und schloss so wie er gestartet war. Im TecDax brach United Internet ein.

Der Dax hat sich am Dienstag eine kleine Verschnaufpause genommen. dpa

Der Dax hat sich am Dienstag eine kleine Verschnaufpause genommen.

FrankfurtNach seinem Jahreshoch vom Vortag hat sich der Dax am Dienstag über weite Strecken stabil gezeigt. Einem Auftakt mit leichten Verlusten folgte schnell der Dreh in die Gewinnzone. Am Nachmittag pendelte der Leitindex um sein Vortagesniveau und beendete den Handelstag so wie er ihn begonnen hatte, bei 7435 Punkten. Der MDax verlor am Dienstag 0,1 Prozent auf 11.612 Zähler, der TecDax gab 1,25 Prozent auf 832 Zähler nach.

Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank sieht weiterhin gute Chancen für den Dax auf eine Jahresend-Rally. „Die USA müssen und werden die fiskalische Klippe umschiffen, die politische Harmonisierung in Euroland geht weiter, und zudem sind viele institutionelle Investoren bislang immer noch nicht investiert“, nennt Halver einige Gründe.

Sentix-Marktradar: „Die Stimmung am Markt kocht über“

Sentix-Marktradar

„Die Stimmung am Markt kocht über“

Der Dax steigt, die Stimmung auch. Das ist kein gutes Zeichen. Die Zeit für schnelle Gewinne ist (vorerst) vorbei, meinen die Experten des Analysehauses Sentix.

Viele Händler verfolgten nach wie vor den Streit zwischen Republikanern und Demokraten im US-Kongress. Derzeit beharrten beide Seiten auf ihren Standpunkten, sagte Peter Cardillo von Rockwell Global Capital. „Aber wir wissen alle, wie viel auf dem Spiel steht und sie können nicht so blöd sein, eine weitere Rezession auszulösen“, erklärte er mit Blick auf die Kongressabgeordneten. Sollten sich die Abgeordneten nicht bis Jahresende einigen, drohen den USA automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von etwa 600 Milliarden Dollar. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,5 Prozent auf 12.965 Punkte nach.

Auch die Schuldenkrise hält die Akteure weiter in Atem. Die Euro-Finanzminister haben den Antrag Spaniens auf Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds zur Rekapitalisierung der angeschlagenen Banken des Landes gebilligt. Spanien erhalte 39,5 Milliarden Euro Mitte nächster Woche, sagte Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Montagabend in Brüssel. Spanien hatte zuvor bei seinen Euro-Partnern die Auszahlung milliardenschwerer Hilfen für seine maroden Banken beantragt und damit an den Märkten eine Erleichterungsrally ausgelöst. Die EU-Kommission hat bereits grünes Licht gegeben, und auch der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hatte den Antrag passieren lassen.

Die Dividenden-Aristokraten in Deutschland

Fuchs Petrolub

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 22,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,4 Prozent

Fresenius SE

Branche: Gesundheit
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 11 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1 Prozent

Fresenius Medical

Branche: Gesundheit
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 9,3 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,3 Prozent

Fielmann

Branche: Einzelhandel
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 9
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 16,7 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Baywa

Branche: Agrar
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 9
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 10,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

SAP

Branche: IT
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 22,5 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

Münchener Rück

Branche: Versicherung
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 18,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 6,5 Prozent

Linde

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 8,8 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,8 Prozent

Henkel

Branche: Basiskonsum
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 8,2 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,2 Prozent

Gerry Weber

Branche: Mode
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 7
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 15,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,9 Prozent

BASF

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 7
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 14,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Quelle: DZ Bank

Portugal soll im Januar die nächste Hilfstranche von 2,5 Milliarden Euro erhalten. Er sei zuversichtlich, dass Griechenland die nächste Hilfszahlung am 13. Dezember bekomme, ergänzte Juncker. Er gehe nicht davon aus, dass Irland und Portugal bei den Krediten die gleichen Bedingungen wie Griechenland eingeräumt bekämen. Juncker sagte zudem, er wolle als Chef der Euro-Gruppe Ende dieses oder Anfang nächstens Jahres zurücktreten.

Am Abend stand die Lufthansa-Aktie mit einem Plus von 3,5 Prozent ganz oben im Dax. Die Airline erweitert ihr laufendes Sparprogramm auf den profitablen Langstreckenbereich. Dort verzeichne das Unternehmen immer größere Ergebnisrückgänge selbst auf wichtigen Routen wie Peking oder Shanghai, teilte das Unternehmen am Montag in seinem Mitarbeitermagazin „Lufthanseat“ mit.

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Ede

04.12.2012, 07:54 Uhr

Wen interessiert noch die Börse ?
Das ist nur noch ein manipuliertes Zockercasino einiger großer Privatbanken ....

Account gelöscht!

04.12.2012, 08:18 Uhr

Moin zusammen!
Gestern hatte ich geschrieben: Es wird wichtig, dass der DAX die 7.450er Marke nachhaltig und auf Schlusskursbasis überwindet. Er ist im Tagesverlauf aber wieder darunter zurückgefallen und hat ein Doji ausgebildet.
Ein Doji ist eine Kerze, die wie ein Kreuz aussieht. Sie entsteht, wenn der Schlusskurs ungefähr auf dem Niveau liegt, auf dem der DAX gestartet ist. Dazwischen muss es zu deutlich höheren bzw. deutlich tieferen Kurse gekommen sein.
Das gestrige Doji hat einen langen Docht nach oben und fast keinen Docht nach unten. In diesem Fall ist es also eine spezielle Form des Doji, nämlich ein sogenanntes Gravestone-Doji (Grabstein Doji). So eine Kerze gilt als Grabstein für eine vorherige Aufwärtsbewegung. Es ist mit einer der gefährlichsten „Ein-Tages-Umkehrformationen“ .Schließlich kam es nach einer langen Aufwärtsbewegung an einem Tag zu einer impulsiven Aufwärtsbewegung, die anschließend nahezu komplett wieder abverkauft wird.
Ein-Tages-Umkehrformationen sind in ihrer Hinweisqualität natürlich mit größerer Vorsicht zu genießen. Oft leiten sie lediglich kleinere Kursrückschläge ein, und die Prognosesicherheit ist zudem nicht sonderlich hoch.
Des Weiteren war es kein idealtypisches Gravestone-Doji – der Schlusskurs lag nicht genau auf dem Startkurs, stattdessen haben wir einen kleinen weißen Körper. Das schmälert die Zuverlässigkeit dieses Signals. Darüberhinaus sollte ein Gravestone-Doji mit einem starken Umsatzanstieg zusammenfallen. Auch dieser Faktor fehlt.
Zudem ist das kleine Fehlsignal im DAX (neues Jahreshoch) mit 9 Punkten kein wirklich „relevantes Fehlsignal“. Es ist im Rahmen der charttechnischen Ungenauigkeiten für einen Tageschart durchaus noch als normaler Test dieser Linie anzusehen.
Es fehlen wichtige Indizien und das ist für die Bullen sicherlich beruhigend, trotzdem müssen wir jetzt den weiteren Fortgang genau beobachten.

Allen einen erfolgreichen Handelstag!

Frage

04.12.2012, 08:34 Uhr

Dem letzten Satz stimme ich uneingeschränkt zu. Den Rest des Beitrages fasse ich mal zusammen: Der Dax kann steigen oder fallen, näheres wissen wir nicht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×