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03.01.2012

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax im Neujahrsrausch

Das Jahr hätte besser nicht beginnen können. Starke Konjunkturdaten aus China und den USA machen den Anlegern Hoffnung. Ungeachtet von den bestehenden Problem in Europa gingen die meisten Investoren auf Einkaufstour.

Am Montag dominierten die Bullen den Handel an der Frankfurter Börse. dpa

Am Montag dominierten die Bullen den Handel an der Frankfurter Börse.

Frankfurt/DüsseldorfDer Dax beeindruckt mit dem besten Jahresstarts seiner Geschichte. Gestern stieg er zum Jahresauftakt um drei Prozent ins Plus und bis zum Vormittag rannte der Dax weiter nach oben. Am Nachmittag vermehrten sich dann die Gewinnmitnahmen, doch mit der erfreulichen Eröffnung der US-Börsen und den guten Zahlen aus China und den USA kam der Dax wieder in Fahrt.

Den zweiten Handelstag in diesem Jahr beendete der Deutsche Aktienindex 1,5 Prozent im Plus auf 6.167 Punkte. Der MDax legte 1,2 Prozent zu auf 9.223 Zähler und für den TecDax ging es 1,7 Prozent nach oben auf 711 Punkte.

Bester Jahresstart der Dax-Geschichte

Video: Bester Jahresstart der Dax-Geschichte

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„Viele haben gedacht im letzten Jahr, dass die Weltwirtschaft durchaus Schaden nehmen könnte“, sagte Robert Halver, Leiter Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. „Viele haben von einer Rezession in China gesprochen, das werden wir alles nicht sehen. Die Amerikaner werden kein „Double Dip' bekommen, also kein nochmaliges Abgleiten in die Rezession. Und wenn die Weltwirtschaft mit über drei Prozent wächst - was wir erwarten - dann ist das für Deutschland immer gut gewesen.“

Von konjunktureller Seite kamen heute zunächst erfreuliche Daten aus Asien. Der chinesische Einkaufsmanager aus der Dienstleistungsbranche sprang über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten von 49,7 auf 56,0 Punkte. Die Zahlen aus China gelten für die Investoren als Hoffnungszeichen, dass die Konjunktur in China nicht erlahmt und dadurch die erkühlende Weltwirtschaft weiter anheizt.

Die USA konnten am Nachmittag mit guten Zahlen nachziehen. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg von 52,7 auf 53,9 Punkte. Dies ist der höchste Wert seit Juni.

Getrieben von den guten Daten lag der Dow Jones nach Frankfurter Börsenschluss 1,8 Prozent im Plus auf 12.442 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 1,9 Prozent auf 1.281 Zähler und der Nasdaq-100 legte um 2,1 Prozent zu auf 2.326 Punkte.

Arbeitsmarkt: Deutschland Top - Spanien Flop

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Doch die Stimmen der Experten sind nicht durchgehend positiv. Einige Börsianer warnen in Hinblick auf die immer noch bestehenden Probleme vor zu großer Euphorie. „Es ist schon erstaunlich, wie der Markt den großen Haufen ungelöster Probleme einfach ignoriert.“, sagte ein Analyst.

Die Einschätzungen der US-Experten sind ebenfalls vorsichtig. Ihre Prognosen waren so zurückhaltend wie seit sieben Jahren nicht mehr. Sie schätzten zwar auf Jahressicht Gewinne bei den großen Indizes, jedoch warnten sie vor stark volatilen Märkten in diesem Jahr und den damit einhergehenden begrenzten Gewinnen.


Analysten-Prognose für 2012 (Jahresendstand)

Baader Bank

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

Quelle: Handelsblatt-Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011

Bank Julius Bär

Dax: 6.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,46 $

Bank Sarasin

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

Bankhaus Lampe

Dax: 7.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,38 $

Bayerische Landesbank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,45 $

Berenberg Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,2%; Euro/Dollar: 1,40 $

Bethmann Bank

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,35 $

BHF-Bank

Dax: 6.350; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

BNP Paribas

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,40 $

Citi

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,5%; Euro/Dollar: 1,26 $

Commerzbank

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

DekaBank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,40 $

Deutsche Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

DZ Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,40 $

Ellwanger & Geiger

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,85%; Euro/Dollar: 1,23 $

Fürst Fugger Privatbank

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,65%; Euro/Dollar: 1,22 $

Haspa

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,30 $

Hauck & Aufhäuser

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,35 $

Helaba

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,45 $

HSBC Trinkaus

Dax: 5.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,44 $

JP Morgan

Dax: 6.850; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,38 $

LBBW

Dax: 7.500 (vorher: 6.500); Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

M.M.WArburg & Co.

Dax: 6.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

National Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

Natixis

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,2%; Euro/Dollar: 1,35 $

Nomura

Dax: 7.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: k.A.; Euro/Dollar: 1,25 $

NordLB

Dax: 6.100; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,25 $

Postbank

Dax: 7.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

Royal Bank of Scotland

Dax: 7.380; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,6%; Euro/Dollar: 1,37 $

Santander Cons. Bank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,35 $

Société Générale

Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $

Syz & Co.

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

UBS

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

VP Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,35%; Euro/Dollar: 1,30 $

West LB

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,40 $

WGZ-Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,3%; Euro/Dollar: 1,30 $

Kommentare (24)

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Apollo

03.01.2012, 08:55 Uhr

Gleich noch ein "aber" in der zweiten Überschrift mit eingebaut. Weil nicht sein darf, was laut Presse nicht sein kann. "Och meno, wir haben jetzt aber doch Krise! Wieso steigen denn die Aktien? Wieso sinken die Arbeitslosenzahlen? Wieso ist die Konsumlaune sogut wie seit 10 Jahren nicht mehr? Wieso sind die Unternehmen positiv gestimmt? Wo wir doch KRIIISEEE haben!". Nur geht keiner hin. Mittlerweile gibt es ein paar schlaue Köpfe, die vor der Panikmache und der herbeigeredeten Krise warnen. Ich habe mich im September 2011 sehr kräftig eingedeckt mit "billigen" Aktien.

Ich weiß noch, wie im Sommer 2011 die Aktien extrem fielen. Überall hieß es in der Presse, dass dieser Kursrutsch nicht erklärbar sei und jeglicher ökonomischer Grundlage entbeert, weil die Unternehmen Rekordumsätze und Gewinne einfahren und der Konsum boomt. Als die irrationale Börse aber nicht sofort wieder stieg, passte sich die Berichterstattung dem doofen Brokervieh an und schrieb die Krise herbei. Oft genug drüber geschrieben, finden sich dann die ersten Unternehmen, die aus Angst ihren Auftrag über 5 Actros bei Daimler erstmal doch zurückhalten. Wie gesagt, die herbeigeredete Krise...aber mittlerweile ist ja sogar eine Stagnation der Wirtschaft eingepreist. Ich bin optimistisch, weil bei dieser Stimmung sogar winzige Wachstumsnachrichten ausreichen um die Kurse zu treiben. Noch kann man einsteigen...wie sagte gestern der Moderator in den ZDF Nachrichten: "Zum Einstieg wird nicht geläutet".

oldendorp

03.01.2012, 09:12 Uhr

..
AUF DIE PLÄTZE -- FERTIG -- PLUMS -- !!!
........................................
wer zum jahresanfang bei steigenden kursen
versucht, noch einzusteigen, macht den ty-
pischen anfängerfehler..
..
diverse empfehlungen von banken und analyse-
häusen dienen in ersten linie der kaufstimu-
lation..
..
zudem müssen die gelder der institutionellen
nach dem jahreswechsel wieder angelegt werden.
..
deshalb kommt es zum jahresanfang regelmässig
zu steigenden kursen....
..
der privatanleger sollte nicht "auf den fahren-
den zug" aufspringen, sondern gelassen die be-
stätigung der kurse abwarten..
..
dh. es wird noch einmal zu entspr. kursrückgän-
gen bis zum ausgangspunkt der aufwärtsbewegung
kommen..
..
an der börse ist nicht hektik - sondern gelassen-
heit gefragt..
..

tja

03.01.2012, 09:32 Uhr

zockerplätze usa / london noch geschlossen, schon geht es dem DAX gut, komisch

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