Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.11.2012

18:03 Uhr

Börse Frankfurt

Dax im Plus, Eon schmiert ab

Im Sog steigender US-Kurse geht der Dax mit einem Plus aus dem Handel. Sorgen um Griechenland und maue Konjunkturaussichten für Deutschland hielten den Index lange Zeit im Minus. Ein böser Tag war es für Eon-Aktionäre.

Börsianer in Frankfurt. dpa

Börsianer in Frankfurt.

FrankfurtDer Dax ist am Dienstag mit hauchdünnen Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Leitindex notierte am Abend 0,01 Prozent stärker bei 7169 Punkten. In der zweiten Reihe verlor der MDax 0,2 Prozent auf 11.298 Zähler, der TecDax notierte 0,2 Prozent schwächer bei 805 Stellen.

Gestützt auf anziehende Kurse an der Wall Street drehte der Dax am Dienstagnachmittag ins Plus. Bis dahin notierte das Börsenbarometer im Minus. "Offenbar ist unterhalb von 7100 Punkten erstes Kaufinteresse aufgeflackert", sagte ein Börsianer. "Die Frage ist nun, wie weit uns diese technische Erholung trägt." Entscheidend sei, so der Händler, dass der Dax im Plus schließe. Dies könne ein Signal für Anschlusskäufe sein.

Die besten Börsenfilme

Rang 1

Wall Street I

Hauptdarsteller: Charlie Sheen und Michael Douglas
Jahr: 1987
Der Klassiker der Börsenfilme, in dem der Wall-Street-Guru Gordon Gekko seinem Jünger beibringt, dass es immer „nur um die Kohle geht“. Ein Film der die Gier kritisiert - und ein bisschen vergöttert.

Rang 2

Wolf of Wall Street

Hauptdarsteller: Leonardo Di Caprio
Jahr: 2014
Aufstieg und Fall des Börsenmaklers Jordan Belfort. Mit krummen Börsengeschäften und Geldwäsche wird Belfort in den 1990er-Jahren zum Millionär. Er feiert eine einzige Orgie mit Parties, Sex und Drogen. Doch die Ermittler sind ihm auf der Spur. Basiert (weitgehend) auf wahren Begebenheiten. Regie führte Martin Scorsese.

Rang 3

High Speed Money

Hauptdarsteller: Ewan McGregor und Anna Friel
Jahr: 1999
Ein Film über die Pleite der Barings Bank und die Rolle, die die Börsengeschäfte des Nick Leeson dabei spielten. Basierend auf einer wahren Geschichte und dem Buch von Nick Leeson.

Rang 4

Margin Call – Der große Crash

Hauptdarsteller: Kevin Spacey und Paul Bettany
Jahr: 2011
Ein Mitarbeiter einer Großbank entdeckt eine Menge fauler Papiere bei seiner Bank. Damit die Bank nicht pleitegeht, müssen die „faulen Eier“ schnell das Nest verlassen - egal um welchen Preis.

Rang 5

American Psycho

Hauptdarsteller: Christian Bale und Justin Theroux
Jahr: 2000
Der Investmentbanker Patrick Bateman möchte zur Elite gehören. Nichts ist ihm wichtiger als materieller Reichtum. Doch er hat ein Problem: In seinen Depressionen tötet er wahllos Obdachlose und Prostituierte - denkt er.

Rang 6

Die Glücksritter

Hauptdarsteller: Dan Aykroyd und Eddie Murphy
Jahr: 1983
Die steinreichen und exzentrischen Gebrüder Duke, beides Warentermin-Börsenmakler, schließen eine Wette ab und wollen sehen, ob Erfolg angeboren ist. Dazu tauschen sie ihren Vorstandsvorsitzenden gegen einen Bettler ein. Doch der Bettler hat auch ein Wörtchen mitzureden.

Rang 7

Inside Job

Hauptdarsteller: Matt Damon (Erzähler im engl. Original)
Jahr: 2010
Ein Dokumentarfilm über die Finanzkrise 2007. Der Film bekam 2011 einen Oskar für den besten Dokumentarfilm. Der Name des Films verrät dabei schon, worum es geht: Inside Job ist die englische Bezeichnung für den Fall, wenn ein Insider seinem Unternehmen schadet.

Rang 8

Das Geld anderer Leute

Hauptdarsteller: Danny DeVito und Gregory Peck
Jahr: 1991
Eine Filmkomödie, in der der „Liquidator“ Konkurrenten aufkauft und ausschlachtet. Doch an einem Fall hat er besonders zu knabbern, denn er verliebt sich in die feindliche Anwältin. Schlüsselszene ist die Aktionärsversammlung der Firma, die übernommen werden soll.

Rang 9

Let’s make Money

Regie: Erwin Wagenhofer
Jahr: 2008
Dokumentarfilm über das System der Finanzwirtschaft - und wie man sein Geld für sich arbeiten lassen kann.

Rang 10

Enron – The smartest guys in the room

Hauptdarsteller: Peter Coyote (Erzähler)
Jahr: 2005
Ein Dokumentarfilm über eine der größten Firmenpleiten der USA. Eine Geschichte über Bilanzbetrug und geheime Machenschaften.

Rang 11

Wall Street 2

Hauptdarsteller: Michael Douglas und Shia LaBeouf
Jahr: 2010
Die Fortsetzung des Klassikers „Wall Street“. Gordon Gekko tritt wieder auf den Plan, nur etwas älter. Schließlich hat er die letzten 23 Jahre im Gefängnis verbracht.

Rang 12

Risiko - Der schnellste Weg zum Reichtum

Hauptdarsteller: Giovanni Ribisi und Vin Diesel
Jahr: 2000
Um bei seinem Vater Eindruck zu schinden, übernimmt Seth Davis eine Stelle aus Börsenmakler. Dort erfährt er, dass die hohen Gewinne der Firma mit illegalen Methoden erwirtschaftet werden.

Rang 13

Kapitalismus – eine Liebesgeschichte

Regie: Michael Moore
Jahr: 2009
Dokumentarfilm des USA-Kritikers Michael Moore. Ganz im Stile Moores wird hier kein Blatt vor den Mund genommen und die USA mit dem alten Rom verglichen: Brot und Spiele, damit das Volk ruhig bleibt und die Finanzmachenschaften der Elite nicht mitbekommt.

Rang 14

The Bank

Hauptdarsteller: David Wenham und Anthony LaPaglia
Jahr: 2001
Der Chef einer Bank wird auf einen Mathematiker aufmerksam, der mit Hilfe einer Software die Börsentrends vorhersagen kann. Die beiden schließen ein Bündnis der Gier, das nicht lange halten kann.

Neben den Sorgen um Griechenland und mauen Vorgaben aus Übersee drückten am Dienstag vor allem schlechte Konjunkturprognosen für Deutschland den Dax ins Minus. Das ZEW-Barometer für die Entwicklung der deutschen Konjunktur in den kommenden sechs Monaten fiel im November überraschend um 4,2 auf minus 15,7 Punkte. Das ist der erste Rückgang nach zuvor zwei Anstiegen in Folge, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner Umfrage unter 263 Anlegern und Analysten mit.

Zuvor hatten Ökonomen eine Verbesserung auf minus 9,8 Punkte erwartet. "Die im Euro-Raum vorherrschenden rezessiven Entwicklungen strahlen über den Außenhandels- und Vertrauenskanal auf die deutsche Volkswirtschaft aus", sagte ZEW-Chef Wolfgang Franz. "Dies dürfte die Konjunktur in Deutschland in den nächsten sechs Monaten belasten." Auch die Lage bewerteten die Experten schlechter als im Vormonat: Dieses Barometer fiel um 4,6 auf 5,4 Punkte. Ökonomen hatten plus 8,0 Zähler vorausgesagt. Zuletzt hat sich das Konjunkturbild deutlich eingetrübt: Industrieaufträge, Produktion und Exporten waren überraschend deutlich gefallen.

Auch aus Athen kamen keine guten Nachrichten. Die Euro-Gruppe hat die Entscheidung über die nächste Hilfstranche an Griechenland aufgeschoben. Die Finanzminister der Währungsgemeinschaft würden ihre Beratungen darüber am 20. November fortsetzen, erklärte Euro-Gruppe-Chef Jean-Claude Juncker am Montagabend in Brüssel nach Abschluss des jüngsten Ministertreffens.

Demnach verlangen die Währungspartner von der Regierung in Athen die Umsetzung einiger weiterer Zusagen, die vor Monaten im Gegenzug für ein zweites Hilfspaket gemacht wurden. Es handle sich nur um wenige, betonte Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds. Auch müsse in den kommenden Tagen noch an der Beurteilung der Schuldentragfähigkeit des Landes gearbeitet werden, sagte sie.

Heftige Verluste mussten die Aktionäre des Energieversorger Eon verkraften. Die Aktien rutschten 11,5 Prozent ins Minus und waren damit deutliches Schlusslicht im Dax. Der von der Energiewende gebeutelte Konzern blickt skeptisch in die nahe Zukunft und stellt seine Dividende für das kommende Jahr infrage. Bislang hatte Eon für das kommende Jahr ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen 11,6 und 12,3 Milliarden Euro und einen nachhaltigen Konzernüberschuss von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro erwartet. Je Aktie sollte für 2013 eine Dividende von 1,10 Euro ausgeschüttet werden. "Vor dem Hintergrund der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und strukturellen Änderungen des Sektor-Umfeldes erscheint dieses nicht erreichbar", erklärte der Konzern.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

fsa

13.11.2012, 08:08 Uhr

K+S und das Märchen "Die Menschheit braucht Nahrungsmittel und Duenger"...
die shorties mussten gestern nur ihre Positionen etwas glattstellen um heute wieder draufprügeln zu können.
Wer in den letzten Monaten schon soviel verloren hat und dann trotzdem so extrem weiter verliert.und ja "Langfristanlage",im Jahr 2012,Kostolany ist tot und seine Theorie ebenso,wenn sie überhaupt existent war.es geht nur ums kurzfristige schnappen

mal_ne_Frage

13.11.2012, 10:02 Uhr

an die Experten hier: ein DAX-Zertifikat der Dt.Bank (709335) notiert (nahe) dem Indexstand. Ein ETF der CoBa (ETF001) notiert ca. 0,6% drunter. Wieso? Abgesehen vom Emittentenrisiko: liegt das an Verwaltungskosten?

Account gelöscht!

13.11.2012, 12:41 Uhr

"...Neben den Sorgen um Griechenland und mauen Vorgaben aus Übersee drücken am Donnerstag auch schlechte Konjunkturprognosen für Deutschland den Dax weiter ins Minus...."


ich fänds auch klasse, wenn heut schon donnerstag wär liebes handelsblatt :-)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×