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16.08.2016

18:30 Uhr

Börse Frankfurt

Dax im Rückwärtsgang

In den vergangenen Wochen war es am deutschen Aktienmarkt stetig aufwärts gegangen. Doch am Dienstag drückten Gewinnmitnahmen den Dax ins Minus. Linde-Aktien konnten indes kräftig zulegen.

Börse am Abend

Dax-Rally beendet - Linde-Aktie legt amtlich zu

Börse am Abend: Dax-Rally beendet - Linde-Aktie legt amtlich zu

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FrankfurtAktienanleger haben am Dienstag nach den Gewinnen der vergangenen Tage eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dax fiel um 0,6 Prozent auf 10.677 Punkte. Zwischenzeitlich rutschte das deutsche Börsenbarometer sogar auf 10.635 Punkte ab. Zu Wochenbeginn hatte er noch bei etwa 10.800 Punkten einen Jahreshöchststand erklommen, bevor die Gewinne wieder etwas abbröckelten. „Etwas Luftholen ist nach dem Durchmarsch seit Monatsbeginn durchaus angebracht“, sagte ein Händler. Seit Anfang August hat der Dax fast vier Prozent gewonnen.

Der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen repräsentiert, fiel am Dienstag um 0,8 Prozent auf 21.678 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um ein Prozent auf 1.729 Zähler.

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Möglicherweise könnte sich die Korrektur auch ausweiten. Denn laut der aktuellen Handelsblatt-Umfrage zur Börsenstimmung braut sich am deutschen Aktienmarkt derzeit eine gefährliche Mischung zusammen. „Das kann nicht lange gutgehen“, meint Sentimentexperte Stephan Heibel, der die wöchentliche Erhebung auswertet. Die Zutaten der Mischung: Euphorie unten den Anlegern, gepaart mit einer sinkenden Zuversicht und gleichzeitig deutlichem Zuwachs an Verkäufern.

Noch vor Woche gab es kaum Verkäufer, so dass die wenigen, übriggebliebenen Käufer eine Rally gestartet haben. Doch nun ist alles anders. Heibels Ansicht nach könne der Aktienmarkt durchaus noch weiter steigen, doch eine Korrektur sei eher eine Frage von Tagen als von Wochen. Dies müsse seiner Ansicht nach keine länger andauernde Baisse sein, aber fallende Kurse in den nächsten Tagen seien unvermeidlich.

Für Zuversicht hatte am Vormittag die Meldung gesorgt, dass sich die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten im August etwas von ihrem scharfen Einbruch im Vormonat erholt hatten. Der ZEW-Index war um 7,3 Punkte auf 0,5 Zähler gestiegen. Bankvolkswirte kommentierten die Zahlen jedoch überwiegend nüchtern.

Als Indiz, dass der Brexit spurlos an der Konjunktur in Kontinentaleuropa vorübergehen werde, sollte der Anstieg des Indikators nicht gesehen werden, schrieben die Experten der BayernLB. Die deutsche Wirtschaft sei widerstandsfähig, die politischen Unsicherheiten seien aber nicht vom Tisch, resümierte Marktanalyst Niall Delventhal von DailyFX.

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