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05.02.2014

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax im „Stand-By“-Modus

Mit Blick auf die morgige EZB-Sitzung herrschte heute große Zurückhaltung am Aktienmarkt. Der Dax ging nahezu unverändert aus dem Handel. Auch der Euro trat nur auf der Stelle. Größte Gewinner waren die Finanzwerte.

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FrankfurtDie Anleger an den europäischen Aktienmärkten haben zur Wochenmitte in den 'Stand-By"-Modus geschaltet. "Niemand ist besonders daran interessiert, seine Positionen aufzubauen, ausgerechnet einen Tag vor einer EZB-Sitzung, bei der neue Zinsschritte nicht ausgeschlossen sind", erklärte Markus Huber, Analyst bei Peregrine & Black. Zudem rücke mit einer Reihe von Konjunkturdaten auch die Lage der US-Wirtschaft in den Vordergrund. Der Dax ging nach einem über weite Strecken richtungslosen Handel mit einem kleinen Verlust von 0,13 Prozent auf 9116 Punkte aus dem Handel.

Die Mehrheit der Geldmarkthändler geht laut einer Reuters-Umfrage davon aus, dass die Währungshüter den Leitzins am Donnerstag auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent belassen werden. Doch es gibt auch Stimmen, die eine neuerliche Zinssenkung oder andere Liquiditätsmaßnahmen für möglich halten. "Selbst wenn die EZB nicht an der Zinsschraube dreht, werden die Anleger sehr genau hinhören, wenn Draghi spricht", erklärte ein Händler. EZB-Chef Mario Draghi wird die Zinsentscheidung am Donnerstag vor der Presse erläutern.


Fakten zum Dax

Fakt 1

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Fakt 2

Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Fakt 3

Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Fakt 4

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Fakt 5

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Fakt 6

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Fakt 7

Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

Fakt 8

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

Fakt 9

Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.

Im Fokus steht zudem die Lage am US-Arbeitsmarkt. Die US-Notenbank Fed hat das Ausmaß ihrer weiteren Drosselung der Dollar-Flut von einer Verbesserung des Stellenmarktes abhängig gemacht. Die amtlichen Daten werden am Freitag veröffentlicht. Laut dem privaten Vermittler ADP waren im Januar 175.000 neue Stellen geschaffen worden. Analysten hatten im Schnitt mit 180.000 Jobs gerechnet.

Über allem schwebt zurzeit aber weiter die Angst vor einer Eskalation der Probleme in den Schwellenländern - zumal viele Schwellenland-Währungen wie die türkische Lira oder der südafrikanische Rand ihre Talfahrt am Mittwoch wieder aufnahmen.

Kommentare (38)

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alexfiftyfour

05.02.2014, 08:47 Uhr

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Programmierer

05.02.2014, 08:48 Uhr

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05.02.2014, 08:58 Uhr

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