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05.12.2012

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax im Winterschlaf

Der Deutsche Aktienindex ist am Mittwoch einfach nicht in Fahrt gekommen. Die Anleger bleiben auf der Hut, denn noch ist nicht sicher, wie sich die Lage in den USA entwickeln wird.

Börse Frankfurt am Abend

Video: Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtEndspurt Fehlanzeige. Die Jahresendrally lässt noch auf sich warten. Heute jedenfalls ließen sich die Anleger nicht von den erfreulichen Vorgaben aus Asien an die Aktienmärkte locken. Der Dax ging am Vormittag in eine Seitwärtsbewegung über, die bis zum Handelsschluss anhielt. Am Ende kam der Leitindex lediglich auf ein Plus von 0,3 Prozent auf 7.455 Punkte.

In der zweiten Reihe ließ sich der TecDax von der Lethargie des Dax anstecken. Er beendete den Handelstag mit einem mickrigen Plus von 0,1 Prozent auf 834 Zähler. Nur im MDax sah es etwas besser aus, er schloss bei einem Kurs von 11.682 Punkten mit einem Plus von 0,6 Prozent.

Zu Beginn des Tages brachten positive Meldungen aus Fernost das deutsche Branchenbarometer in Schwung. Vor allem war es China, das die Börsianer zu Aktienkäufen lockte. Die Volksrepublik weckte bei den Aktionären die Hoffnung auf eine Belebung der heimischen Wirtschaft. Der Chef der Kommunistischen Partei, Xi Jinping, ordnete noch in diesem Jahr eine Wirtschaftskonferenz an. Es wird spekuliert, dass erhebliche Mittel in die Infrastruktur und die Urbanisierung Chinas investiert werden.

Währungshüter: Japans Notenbank will Geldpolitik lockern

Währungshüter

Japans Notenbank will Geldpolitik lockern

Sollte sich die Wirtschaft schlechter entwickelt als erwartet, will die Japanische Zentralbank tätig werden. Demnach dürften die Währungshüter ihre lockere Geldpolitik auch über das Jahr 2013 hinaus beibehalten.

Neben China machte auch Japan auf sich aufmerksam. Die Bank of Japan signalisierte so eindeutig wie selten zuvor eine weitere Lockerung der Geldpolitik, um die belastende Deflation zu bekämpfen. Es wird erwartet, dass in Japan die Zügel der Geldpolitik noch dieses Jahr gelockert werden.

Doch die erfreulichen Nachrichten aus Asien vermochten nichts gegen die anhaltende Krise in den USA zu bewirken. Dort stecken die Gespräche bezüglich des US-Haushalts immer noch fest. Führende US-Republikaner haben im Haushaltsstreit direkte Gespräche mit Präsident Barack Obama gefordert. "Es passiert nichts", sagte der Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Eric Cantor, nach Gesprächen mit Parteifreunden am Mittwoch. "Wir bitten den Präsidenten, sich mit uns zusammenzusetzen." Der Präsident der Kammer John Boehner erklärte, er sei jederzeit zu einem Treffen mit Obama bereit. Der Präsident sollte im Laufe des Tages ebenfalls zu dem Thema Stellung nehmen.

Die Dividenden-Aristokraten in Deutschland

Fuchs Petrolub

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 22,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 2,4 Prozent

Fresenius SE

Branche: Gesundheit
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 11 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1 Prozent

Fresenius Medical

Branche: Gesundheit
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 10
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 9,3 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,3 Prozent

Fielmann

Branche: Einzelhandel
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 9
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 16,7 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Baywa

Branche: Agrar
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 9
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 10,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

SAP

Branche: IT
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 22,5 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,6 Prozent

Münchener Rück

Branche: Versicherung
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 18,1 Prozent
Dividendenrendite 2013: 6,5 Prozent

Linde

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 8,8 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,8 Prozent

Henkel

Branche: Basiskonsum
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 8
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 8,2 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,2 Prozent

Gerry Weber

Branche: Mode
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 7
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 15,6 Prozent
Dividendenrendite 2013: 1,9 Prozent

BASF

Branche: Chemie
Anzahl Dividendenerhöhungen in den letzten 10 Jahren: 7
Durchschnittliche Dividendenerhöhung pro Jahr: 14,4 Prozent
Dividendenrendite 2013: 3,5 Prozent

Quelle: DZ Bank

In Deutschland zeigen sich die Experten dennoch optimistisch. Durch die Reihen sind sich die meisten Analysten einig, dass der Dax nicht nur vor einer Jahresendrally, sondern auch vor einer Jahresanfangsrally steht. Die Vorzeichen seien positiv, vor allem für die deutschen Werte.

„In der Euro-Zone stehen auch die inzwischen aufgespannten Rettungsschirme für die Solidarität unter Freunden. Dies ist die Basis für eine globale Konjunkturerholung im kommenden Jahr“, schreiben Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) und prophezeien weitere Wertzuwächse: „Der Dax dürfte die Höchststände aus den Jahren 2000 und 2007 in Angriff nehmen.“

Kommentare (47)

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Account gelöscht!

05.12.2012, 08:31 Uhr

Natürlich kommt die "Jahresendralley", wie Börsenschönschreib-Fuzzies es unbedingt brauchen. Sie kommt, notfalls am 28.12. von halb drei bis vier.

Die Fragen zur Kursentwicklung mittelfristig sind aber ganz, ganz andere: Griechenland ab heute offiziell höchst korrupt (wie überraschend), trotz Hilfspaketen XXL nicht schuldentragfähig, Spanien trotz 40 Mrd. für die Banken nicht aus dem Schneider, Frankreich am Abgrund, Deutschland trotz sensationeller Steuereinnahmen mit weiterhin hoher Neuverschuldung und eine ostdeutshe Pastorentochter
am Höhepunkt ihrer Macht mit weiteren 5 Jahren Kanzlerschaft in spe. Dazu eine chaotische "Energiewende" mit jährlichen Energiepreissteigerungen im Bereich von je 20 % und udn und.

Was man in dieser Konstellation in ein, zwei oder drei Jahren im DAX erwarten kann, das interessiert solide Anleger.

Aber darauf kann weder ein "Experte", noch ein Fundamantalanalyst heute auch nur ansatzweise Antworten geben. Deshlab bleibt das Börsengeplapper auch heute was es fast immer ist: Aufgeblasenes Tradergeschwätz.

Es_stinkt

05.12.2012, 08:43 Uhr

"Dax schnuppert am Jahreshoch"

Und das stinkt (zum Himmel) ... nach Gier ...

Account gelöscht!

05.12.2012, 08:46 Uhr

Immer schön die Gewinne laufen lassen, und die Stopps mit nach oben ziehen.
Warum nur den Spatz in der Hand (7500), wenn man auch die Taube auf dem Dach haben kann (7800 + x).

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