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10.07.2013

20:13 Uhr

Börse Frankfurt

Dax in den Händen der Fed

Chinas Wirtschaft wird immer anfälliger. Die Exportdaten enttäuschen auf ganzer Linie. Der Dax schließt leicht im Minus. Richtig spannend wird es erst am Abend. Dann schaut die Finanzwelt wieder auf die Federal Reserve.

Börse am Abend

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FrankfurtDie deutschen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch kaum von der Stelle bewegt. Der Leitindex Dax schloss mit einem kleinen Plus von 0,11 Prozent bei 8066 Punkten. Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, verlor 0,22 Prozent auf 13.938 Punkte und der TecDax sank um 0,09 Prozent auf 971 Punkte.

Ein technisches Problem beim Marktbetreiber Deutsche Börse hatte zum Xetra-Handelsschluss die Schlussberechnung für Dax, MDax und TecDax behindert. Seit 17.11 Uhr bewegten sich die Indizes nicht mehr vom Fleck. Erst gegen 19.30 Uhr konnte die Panne behoben werden.

Die Zurückhaltung der Aktionäre, die man an den sehr niedrigen Umsätzen ablesen konnte, hatte einen guten Grund. Am Abend wird die Fed ihre Sitzungsprotokolle veröffentlichen. Bis dahin wollte sich kaum ein Anleger eindeutig positionieren. "Jeder erwartet, dass die Anleihenkäufe zurückgefahren werden. Wenn das Protokoll sich nun als etwas taubenhafter herausstellt als gedacht, dann könnte das sogar positiv überraschen", kommentierte Analyst Philipe Gijsels die anstehende Veröffentlichung. Tauben sind unter Zentralbankern die Verfechter der lockeren Geldpolitik.

Für negative Stimmung sorgten neue Konjunkturdaten aus China. Die chinesischen Exporte gingen im Juni überraschend um 3,1 Prozent zurück. Das ist das erste Minus seit 17 Monaten. Das angepeilte Wirtschaftswachstum Chinas von 7,5 Prozent im laufenden Jahr sei zwar auch bei stagnierenden Exporten zu erreichen, sagte ING-Volkswirt Tim Condon. Das Risiko, die Erwartungen zu verfehlen, nehme aber zu.

Die miesen chinesischen Außenhandelsdaten lassen allerdings auch leichten Optimismus zu. "Offenbar hoffen einige darauf, dass die chinesische Notenbank der heimischen Wirtschaft unter die Arme greift", sagte Marktanalyst Heino Ruland von Ruland Research.

UBS streuen Zweifel über K+S-Dividende

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Für den Aktienhändler Basil Petrides von Hartmann Capital spielten die China-Daten oder die Herunterstufung nur eine untergeordnete Rolle. "Der Markt hat Selbstvertrauen." Ähnlich äußerte sich Anlagestratege Neil Marsh vom Brokerhaus Newedge. Der langfristige Aufwärtstrend sei noch intakt. Aktien profitieren seit Monaten von der ultra-lockeren Geldpolitik zahlreicher Notenbanken und davon, dass andere Anlagen wie Staatsanleihen kaum etwas abwerfen.

Rational-Aktie stürzt nach gekappter Jahresprognose ab

Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Aktien von Rational. Angesichts schwacher Geschäfte im zweiten Quartal musste der Großküchenausstatter seine Gesamtjahresprognose kappen. Die Papiere rauschten am Mittwoch über 16 Prozent ins Minus. Der Vorstand erwarte ein Umsatzwachstum von rund fünf Prozent bei einem Ergebnis auf Vorjahresniveau, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Vorstandschef Günter Blaschke hatte noch vor kurzem im Reuters-Interview die Prognose bekräftigt, dass Umsatz und Gewinn 2013 im hohen einstelligen Prozentbereich zulegen sollen.

Kommentare (69)

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X_TRADER

10.07.2013, 09:59 Uhr

Es lebe die Vola, egal ob runter dann hoch,oder erst hoch dann runter,wichtig nur - schnelle Bewegung.
Dank meiner 20 jährigen Erfahrung bei einer IB habe ich durch mein unfehlbares Algotradinghochfrequenzsystem in Nanosekunden Fantastilliarden verdient. Lasse gerade von Ranjin meine Insel aufblasen und chille dann in meinem Pool.
Nach dem Motto : Laissez faire wie der Italiener sagt.

SusiSommerpause

10.07.2013, 10:05 Uhr

Handelsblatt: "Dax kommt kaum vom Fleck"

Die Kommentatoren kommen auch kaum vom Fleck.

richestguyintown

10.07.2013, 10:07 Uhr

Geld spielt keine Rolex, wenn man die Vola zu nutzen weiß.

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