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12.06.2012

18:14 Uhr

Börse Frankfurt

Dax kämpft sich zum Handelsschluss ins Plus

Nach einem turbulenten Tag an den europäischen Börsen beendet der deutsche Leitindex den Handel mit moderaten Gewinnen. Die Angst um Spanien und Griechenland sorgten wieder für ein Auf und Ab an den Märkten.

Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfTrotz der Probleme rund um die hoch verschuldeten Eurostaaten hat der Dax nach einem recht schwankungsreichen Verlauf zugelegt. Nachdem der Leitindex zeitweise wieder unter 6.100 Punkte gefallen war, ging er mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 6.161 Zählern aus dem Handel. Der MDax verlor hingegen 0,6 Prozent auf 10.045 Punkte. Der TecDax sank um 0,3 Prozent auf 737 Punkte.

Die Angst vor einer Ausbreitung der Schuldenkrise lässt die Anleger an den europäischen Aktienmärkten nicht zur Ruhe kommen. „Die Euphorie vom Montag ist schnell verflogen. Der Dax hat sich jedoch insgesamt zwar nervös, aber stabil gezeigt“, sagte Analyst Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse. Druck sei nur am Nachmittag zeitweise in den Markt gekommen, nachdem zehnjährige spanische Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit Einführung des Euro geklettert waren. „Es scheint sich abzuzeichnen, dass der Eurorettungsschirm ESM bevorzugter Gläubiger in Spanien wird. Anders als beim EFSF würden dann im Pleitefall spanische Staatsanleihen unsicherer werden, da zuerst Geld an den ESM zurückfließen würde“, sagte Hamann.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:35 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Daneben rückte auch Italien wieder stärker in den Fokus der Märkte. Für Unruhe sorgten vor allem Äußerungen der österreichischen Finanzministerin Maria Fekter, die am Montagabend in einem Fernsehinterview nicht ausschloss, dass auch Italien Finanzhilfen der Euro-Partner in Anspruch nehmen könnte. Am Dienstag ruderte die Ministerin allerdings wieder zurück. Dennoch wird Italien als weiterer Kandidat für Euro-Hilfen gehandelt. Industrieminister Corrado Passera hatte allerdings am Montag erklärt, sein Land habe bereits alles Notwendige getan, um sich aus eigener Kraft zu retten. Die Kurse der italienischen Anleihen rutschten trotzdem wieder ab, im Gegenzug stiegen die Renditen. Auch die Kreditausfallversicherungen (CDS) für die Bonds zogen weiter an. "Vor allem Hedgefonds haben, wie zu hören ist, massive Positionen aufgebaut, die gestern die italienischen Renditen schon deutlich ansteigen ließen", erklärte Helaba-Analyst Christian Schmidt.

Die Woche an den Märkten

Donnerstag

Die wichtigsten Daten kommen erneut aus den USA. Es werden die Verbraucherpreise für Mai veröffentlicht, sowie die wöchentlichen Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe und zu Erdgasbeständen. Heidelberger Druckmaschinen und Kabel Deutschland legen Jahreszahlen, Gerry Weber Halbjahreszahlen vor. Bei SKW Stahl, Tag Immobilien und Xing findet das jährliche Aktionärstreffen statt. Fraport legt Verkehrszahlen für Mai vor.

Freitag

An den Terminmärkten ist großer Verfallstag von Derivaten. In den USA werden neben der Industrieproduktion und der Kapazitätsauslastung der Industrieindex der New Yorker Notenbank ("Empire State Index") und das Verbrauchervertrauen von der Uni Michigan bekanntgegeben. Toyota und Strabag halten ihre Hauptversammlung ab.

Börsenbriefautor Hans Bernecker verwies vor allem auf die hohe Unsicherheit vor der Wahl in Griechenland am Wochenende. „Bis zum Freitag bleibt mithin die Tagestendenz unruhig“, erwartet er. Wie ein Damokles-Schwert hängt Händlern zufolge die Griechenland-Wahl über den Märkten. "Die Anleger scheinen sich darauf einzustellen, dass Griechenland danach aus der Euro-Zone fliegt", sagte ein Händler. Die Gegner und Befürworter der harten Sparmaßnahmen, die Griechenland im Gegenzug für die Gelder der Euro-Partner einführen soll, liegen Umfragen zufolge Kopf an Kopf. Der US-Ökonom Nouriel Roubini warnte bereits gestern vor einem Stopp der Finanzhilfen für Griechenland. "Wer den Griechen den Stecker zieht, provoziert den totalen Zusammenbruch der Euro-Zone", sagte Roubini der "Bild"-Zeitung. Seine Prognosen werden an den Finanzmärkten aufmerksam verfolgt, da er den Einbruch des US-Immobilienmarktes im Vorfeld der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise vorausgesagt hatte.

Kommentare (56)

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Going_down

12.06.2012, 07:09 Uhr

5800 Punkte im Dax bis Ende der Woche (Hexensabbat) bleibt das Ziel - alles andere ist nur ein Strohfeuer.

Account gelöscht!

12.06.2012, 07:34 Uhr

Moin Moin, der Tag gestern zeigt wieder einmal die tiefe Verunsicherung vieler Investoren. Und auch die Dummheit der Leute, die an ein Kursfeuerwerk geglaubt haben. Und, dass die Börse nie das macht, was sie eigentlich tut müsste, oder wonach auch hier viele schreien. 

Angst und Gier sind halt keine guten Berater, und Dummheit auch nicht. Mit allen dreien sind ja auch einige mehr als genug ausgestattet. 

Erkennt die Zeichen: Italien ist als nächstes Europäisches Land dran, Spanien ist weiterhin in der Mangel der Investoren und Frankreich wird der nächste Kandidat, der Richtung Exodus gedrängt wird. Europa schreitet immer schneller Richtung Abgrund. Ist das ein Grund Aktien zu halten? Ich weiß, viele hoffen, dass es schon nicht so schlimm kommt...aber es wird schlimm kommen, denn schaut euch doch mal bitte diese unfähigen Politiker an. Das sind doch alles Hans-Wurste, die nur auf ihren eigenen Eintrag im Geschichtsbuch schielen (Sarkozy, Merkel, Schäuble,...). Denen liegt persönlich so viel an der Rettung Europas, wie ich Mitleid mit Aktienbesitzer habe. Die Politiker hätten niemals zu lassen dürfen, dass die Banker aus der Finanzkrise eine Staatskrise gemacht und den schwarzen Peter weggeschoben haben. So schlecht geht es ja auch Spanien nicht, aber das Problem sind die moraden Banken. Sowie in Italien, Griechenland,... . Damit fing alles an und damit wird auch alles aufhören. 

Wer sich einen Gefallen tun will, verabschiedet sich mal ein paar Monate von seinen Unternehmensbeteiligungen und steigt bei 3500 wieder ein. 

Noch mal: es wird schlimm und heftig mit Europa zu Ende gehen. Vielleicht noch vor der Sommerpause, was Merkel ja aus persönlichen Gründen eigentlich vermeiden wollte. Das muss man sich mal reinziehen, wer hier im Land so die Geschicke verantwortet. Jede Bank wäre Pleite mit solchen Leuten am Ruder. 

Schönen Tag an alle cleveren Shorties!

PS: meine Prognose wegen Griechenwahl und Verfallstag am Freitag: Freitag 5800, Montag 5600

Account gelöscht!

12.06.2012, 07:47 Uhr

Redaktion, bitte User "Guru" hinauswerfen, der stört nur.
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BMW sieht schwach aus vom Kurs her, Doppeltop? Eigenkapitalanteil ca. 20%, ui ui ui...hat einer von den Experten hier eine Meinung zu dem Titel?

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