Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.01.2011

06:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dax kann 7 000 Punkte nicht halten

Der Dax kommt heute nicht vom Fleck. Zum Börsenschluss notiert der Leitindex leicht im Minus, nachdem er zeitweise die 7000-Punkte-Marke überspringen konnte. Die Gewinner und Verlierer im Überblick.

Händler an der Frankfurter Börse: Spannung vor dem Börsenstart. dpa

Händler an der Frankfurter Börse: Spannung vor dem Börsenstart.

HB FRANKFURT. Der Dax hängt auch am Dienstag an der psychologisch wichtigen Schwelle von 7000 Punkten fest. Der deutsche Leitindex beendete einen richtungslosen Handel 0,21 Prozent tiefer bei 6975,35 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 0,14 Prozent auf 10 178,10 Punkte. Für den TecDax aber ging es um 0,26 Prozent auf 862,26 Punkte hoch - stärker hatte sich der Technologiewerte-Index zuletzt knapp vor einem Jahr gezeigt.

"Der Dax befindet sich weiter in einer Orientierungsphase", sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. Der positiven Konjunkturstimmung und der weiter hohen Liquidität stünden die anhaltenden Schuldenprobleme im Euroraum gegenüber. Andre Saenger, Marktanalyst bei IG Marktes, ergänzte: "Viele Investoren sind noch im Weihnachtsurlaub, was die relativ geringen Umsätze erklärt."

Nach laut Experten "soliden" Handelszahlen stiegen die Aktien der Deutschen Börse um 2,90 Prozent auf 54,22 Euro, womit sie Spitzenreiter im Dax waren. Die Papiere der Deutschen Bank klettertem dahinter um 2,38 Prozent auf 40,50 Euro. Der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge strebt der deutsche Branchenprimus in diesem Jahr einen Rekordgewinn von zehn Mrd. Euro an. Die Lufthansa-Titel bauten ihre kräftigen Vortagesgewinne aus und legten als drittbester Wert im Dax um weitere 2,37 Prozent auf 17,25 Euro zu. Händler verwiesen auf Aussagen der internationalen Luftfahrtorganisation Iata zu einer deutlichen Verbesserung der operativen Profitabilität in der Branche als weiteren positiven Impuls.

Dagegen verloren die Aktien von Fresenius Medical Care nach der Bekanntgabe eines Zukaufs 0,42 Prozent auf 42,855 Euro. Der Dialysespezialist will nach Osteuropa expandieren und für 485 Mill. Euro das Dialyse-Dienstleistungsgeschäft von Euromedic International übernehmen. Im MDax büßten die Titel von Hochtief 0,54 Prozent auf 63,91 Euro ein, nachdem der spanische Baukonzern ACS eine Erhöhung seiner Beteiligung am Essener Konkurrenten auf knapp mehr als 30 Prozent bekanntgegeben hatte.

Der Eurostoxx 50 schloss mit einem kleinen Plus von 0,17 Prozent auf 2 844,17 Punkte. In Paris und London gingen die wichtigsten Indizes mit teils deutlich höheren Gewinnen aus dem Handel. In den USA hingegen gab der Dow-Jones-Index zum Handelsschluss in Europa minimal nach.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,54 (Vortag: 2,55) Prozent. Der Rentenindex Rex legte um 0,02 Prozent auf 124,92 Punkte zu. Der Bund Future gewann 0,29 Prozent auf 126,09 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach und notierte zuletzt bei 1,3 310 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,3 421 (Montag: 1,3 348) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7 451 (0,7 492) Euro. "Der Handel am Devisenmarkt ist immer noch etwas richtungslos", sagte Rainer Sartoris, Devisenexperte vom Bankhaus HSBC Trinkaus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×