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21.11.2016

17:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax kann nur leicht zulegen

Das Verfassungsreferendum in Italien, die französischen Vorwahlen und Donald Trump halten den Dax an der kurzen Leine. Der Leitindex notiert nach einem holprigen Start am Nachmittag zum Ende leicht im Plus.

Börse am Abend

Volkswagen-Aktie gewinnt - Italien-Referendum verunsichert

Börse am Abend: Volkswagen-Aktie gewinnt -  Italien-Referendum verunsichert

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Düsseldorf/FrankfurtDie unklare politische Zukunft Europas hat Aktienanleger am Montag verunsichert. Angela Merkels erneute Kanzlerkandidatur konnte nur kurz für Beruhigung sorgen. Auf einen holprigen Vormittagshandel folgte zum Handelsschluss ein Plus von 0,2 Prozent auf 10.685 Punkten, was auf steigende Kurse in den USA zurückzuführen war.

Uneinig waren sich Börsianer über die Konsequenzen der Vorwahlen bei den französischen Konservativen für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr. Der siegreiche Ex-Ministerpräsident Francois Fillon muss sich dem Zweitplatzierten Alain Juppe noch einmal in einer Stichwahl stellen. „Indirekt könnte das Ergebnis die Furcht vor einer gegen das Establishment gerichteten Bewegung in Europa schüren“, sagte Anlagestratege Martin Van Vliet von der ING Bank. Spekulationen auf eine Destabilisierung der EU sorgten für Verkaufsdruck bei Anleihen kriselnder südeuropäischer Staaten. Die Rendite der zehnjährigen portugiesischen Bonds stiegen zeitweise auf ein Neun-Monats-Hoch von 3,864 Prozent.

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Auch Volkswirt Philip Shaw vom Vermögensverwalter Investec wertete den Erfolg Fillons als Votum gegen das Establishment. „Doch genau aus diesem Grund hat er nach unserer Einschätzung 2017 in einer möglichen Stichwahl gegen Marine Le Pen bessere Chancen.“ Der Pariser Auswahlindex CAC40 legte nach anfänglichen Verlusten 0,5 Prozent zu.

Nervosität schürte auch das für den 4. Dezember geplante Verfassungsreferendum in Italien. Sollten die Wähler die Reformen ablehnen, könnte das die Regierung in Rom in eine tiefe Krise stürzen, warnte Aktienhändler Markus Huber vom Brokerhaus City of London. „Dies könnte nicht nur Italien, sondern die gesamte Euro-Zone destabilisieren.“ Die Verfassungsreform soll die Befugnisse des Senats und der Regionen beschneiden und damit der Zentralregierung mehr Stabilität verleihen. Ministerpräsident Matteo Renzi hatte zwar mehrmals erklärt, er werde im Falle einer Niederlage von seinem Amt zurücktreten, dies in den vergangenen beiden Monaten jedoch nicht mehr bekräftigt.

Das nahende Referendum setzte vor allem den italienischen Finanzwerten zu. Börsianer befürchteten, dass ein Scheitern den Geldhäusern die geplanten Kapitalerhöhungen erschweren könnte. Die Institute benötigen frisches Geld, weil sie auf milliardenschweren faulen Krediten sitzen. So benötigt Banca Monte dei Paschi di Siena (BMPS), das älteste Geldhaus der Welt, rund fünf Milliarden Euro zusätzlich. Die HVB-Mutter Unicredit will sogar bis zu 13 Milliarden Euro einsammeln. Die Aktien der beiden Institute verloren bis zu 3,8 Prozent.

Kommentare (1)

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21.11.2016, 15:10 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr......

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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