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21.12.2015

18:09 Uhr

Börse Frankfurt

Dax kann Tagesgewinne nicht halten

Quelle:dpa

Der deutsche Leitindex hat seine satten Gewinne vom Vormittag bis Handelsschluss eingebüßt. Für Börsianer könnte dies der Anfang eines ruhigen Jahresendhandels sein.

Börse am Abend

Letzte Handelsstunde drückt Dax ins Minus

Börse am Abend: Letzte Handelsstunde drückt Dax ins Minus

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FrankfurtDie weihnachtliche Kauflaune der Dax-Anleger hat sich zum Handelsende am Montag ziemlich eingetrübt. Händler machten dafür den am Nachmittag wieder aufwertenden Euro sowie die weiter sinkenden Ölpreise verantwortlich. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 2,3 Prozent auf 36,05 Dollar je Barrel (159 Liter) und kostete damit so wenig wie zuletzt im Juli 2004.

Dies schüre Ängste einer Wirtschaftsabkühlung. Der Dax schloss mit einem Minus von 1,04 Prozent auf 10.497 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand des Tages. Am Vormittag war der Leitindex noch bis auf 10.796 Punkte gestiegen. Der MDax der mittelgroßen Werte sank zu Handelsschluss um 1,31 Prozent auf 20.377 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 1,03 Prozent auf 1796 Punkte abwärts.

„Die Umsätze sind mau, die Unsicherheit aber sehr groß“, sagte ein Händler. „Das mit der Jahresendrally wird wohl nichts mehr.“ Die größten Tagesverluste müssen der Gasehersteller Linde. Fresenius Medical Care und die Deutsche Börse hinnehmen. Beide Aktien fielen um rund zweieinhalb Prozent.

Die Schwärzesten Tage des Dax: 2008-2015

06. Oktober 2008

Für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate muss binnen einer Woche ein zweites Rettungspaket geschnürt werden. Der Dax verliert sieben Prozent.

08. Oktober 2008

Im Sog der Finanzkrise stürzt der Nikkei -Index um über neun Prozent ab. Der Dax verliert bis zu neun Prozent. Nach einer konzertierten Zinssenkungsrunde der großen Notenbanken erholen sich die Kurse nur leicht. Der Dax schließt mit einem Minus von sechs Prozent.

10. Oktober 2008

Rezessionsängste angesichts der Finanzkrise drücken den Nikkei-Index um zehn Prozent. Der Dax verliert ebenfalls sieben Prozent.

24. Oktober 2008

Ein erneuter Absturz der Tokioter Börse drückt den Dax in der Spitze um über elf Prozent.

8. August 2011

Nachdem die USA bei der Ratingagentur Standard & Poor's ihre Bestnote als Kreditnehmer verlieren, brechen die Kurse ein: Der Dax verliert rund fünf Prozent.

5. September 2011

Die Furcht der Anleger vor einer weltweiten Rezession und einer Ausweitung der Schuldenkrise in der Euro-Zone drückt den Dax um 5,3 Prozent ins Minus.

1. November 2011

Der Dax verliert rund fünf Prozent. Auslöser ist die überraschende Ankündigung einer Volksabstimmung in Griechenland über ein Rettungspaket.

29. Juni 2015

Das Scheitern der Gespräche zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland und die überraschende Ansetzung einer Volksabstimmung über die Forderungen der Gläubiger drückt den Dax gleich im frühen Handel um 4,6 Prozent auf 10.964,24 Punkte.

24. August 2015

Die Furcht vor einem deutlichen Konjunktureinbruch in China drückt den Dax erstmals seit Mitte Januar wieder unter die Marke 10.000 Punkten. Der Leitindex fällt um bis zu 3,6 Prozent auf 9760 Zähler.

Der anhaltend sinkende Ölpreis dürfte vor allem an der Wall Street Sorgenfalten auslösen, denn große Ölkonzerne wie Chevron und Exxon, die in den Top-Indizes gelistet sind, müssen durch den Preisverfall mit schrumpfenden Gewinnen rechnen. Zum Auftakt wirkt sich das erst einmal noch nicht aus. Die US-Börsen sind mit Kursgewinnen in die Woche gestartet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag kurz nach Handelsbeginn 0,8 Prozent im Plus bei 17.258 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,7 Prozent auf 2020 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,8 Prozent auf 4962 Stellen. Für gute Stimmung sorgte am Montag die Nachricht, dass China seine Konjunktur im kommenden Jahr mit einem Mix aus Steuersenkungen, Mehrausgaben und lockerer Geldpolitik anschieben will.

Kommentare (3)

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21.12.2015, 09:52 Uhr

Ich bin seit über 50 Jahren in Feierlaune,denn solange kaufe ich schon regelmäßig die internationalen Prämiumgewinneraktien.
Bei Schwäche nachkaufen und sich über die Dividende freuen.
Nie verkaufen, denn nur wer Verluste realisiert der macht Verluste.
in diesem Sinne alle ein schönes Weihnachtsfest, ich habe mir meine Dividendengarben schon selbst unter den Baum gelegt.

DANKE HBO, daß man hier wieder mal einen Kommentar schreiben durfte, das fehlt mir doch sehr.

Herr Peter Delli

21.12.2015, 10:08 Uhr

Nachdem die Hexen am Freitag nichts zu bestellen hatten, nimmt man diese Woche noch etwas Reibach mit und wartet auf die 20000 Punkte im DJIA im neuen Jahr.

Herr Peter Delli

21.12.2015, 10:10 Uhr

Immerhin ein neuer Text, vielen Dank und ein schönes Fest.

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