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22.04.2014

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax knackt Marke von 9600 Punkten

Übernahmefantasien in der Pharmabranche sorgten für Auftrieb beim Dax. Er schloss zwei Prozent fester. Einige Börsianer zweifeln daran, dass die gute Stimmung anhalten wird. Sorgen bereitet ihnen die Berichtssaison.

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FrankfurtÜbernahmefantasien im Pharmasektor haben deutsche Aktienanleger am Dienstag in Kauflaune versetzt. Der Dax schloss nach der Osterpause zwei Prozent fester bei 9600 Punkten, der EuroStoxx50 rückte um 1,4 Prozent vor. Der US-Pharmakonzern Pfizer hat einem Zeitungsbericht zufolge Interesse an dem britischen Rivalen Astra-Zeneca. Die in London gelisteten Aktien von Astra-Zeneca stiegen um bis zu 8,5 Prozent.

Der europäische Index für den Pharmasektor legte zeitweise 3,1 Prozent zu. Der MDax schloss 1,4 Prozent fester auf 16.372 Punkten, der TecDax ging 2,4 Prozent fester auf 1228 Punkten aus dem Rennen.

Einige Börsianer zweifelten aber daran, dass die gute Stimmung an den Aktienmärkten anhalten wird. Vor allem die Ungewissheit über den Verlauf der aktuellen Berichtssaison und die Ukraine-Krise sollten die Kurse nicht allzu sehr in den Himmel steigen lassen, prognostizierte LBBW-Analystin Antje Laschewski in einem Kommentar. Analyst Christoph Geyer von der Commerzbank AG rechnet zudem aus charttechnischer Sicht im Dax weiterhin mit der Gefahr eines Bruchs: „Erst ein Anstieg auf neue Höchststände würde diese Indikatorenlage beenden.“ Kurzfristig sei damit noch nicht zu rechnen.

Bislang hielt sich die Freude über die Bilanzen der europäischen Unternehmen in Grenzen. Am Dienstag enttäuschte vor allem Philips mit seinen Quartalszahlen. Der operative Gewinn brach im ersten Quartal um 22 Prozent auf 314 Millionen Euro ein. Der Umsatz ging um 4,5 Prozent auf fünf Milliarden Euro zurück. Die Aktien des Elektronikkonzerns fielen in Amsterdam um rund sieben Prozent.

Entwicklung von Aktienindizes - 1. Quartal 2014

Japan

Nikkei

- 8,88 Prozent

Großbritannien

FTSE 100

- 2,23 Prozent

USA

Dow Jones

- 0,72 Prozent

Deutschland

Dax

+ 0,04 Prozent

Euro-Zone

Euro Stoxx 50

+ 1,69 Prozent

Frankreich

CAC 40

+ 2,22 Prozent

Spanien

Ibex 35

+ 4,27 Prozent

Italien

FTSE MIB

+ 14,36 Prozent

Griechenland

ASE Index

+ 14,88 Prozent

Portugal

PSI 20

+ 15,99 Prozent

Währenddessen schließt EZB-Direktor Benoit Coeure Zinssenkungsfantasien im Euroraum nicht aus. „Wir haben viele Werkzeuge zur Hand, wenn es nötig werden sollte, unsere Geldpolitik zu lockern“, sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Zeitung „Le Monde“. Es gebe durchaus noch Spielraum, den Leitzins von 0,25 Prozent zu senken, betonte Coeure.

Die EZB hatte im November den Schlüsselzins auf das Rekordtief gesenkt und damit auf den niedrigen Preisauftrieb im Euro-Raum reagiert. Die Inflationsrate fiel im März jedoch noch weiter auf 0,5 Prozent und liegt damit weit unter dem Ziel der EZB von knapp zwei Prozent.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

22.04.2014, 08:28 Uhr

Ein Ereignis, das unendlich lang herausgezögert werden kann, hat eine Eintrittswahrscheinlichkeit von null.

Account gelöscht!

22.04.2014, 15:22 Uhr

alles wird gelöscht,ohne Sinn und Verstand.

Account gelöscht!

22.04.2014, 15:29 Uhr

Vielleicht bekommen wir weiterhin eine Schaukelbörse +- 700 Punkte.

Wenn ich aber lese, dass die vorsichtigen Anleger schon aus dem Markt ausgestiegen sind, glaube ich vorerst nicht an eine größere Korrektur.

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