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25.07.2014

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax knickt zum Wochenschluss ein

Enttäuschende Unternehmensbilanzen, Krisen in der Ukraine und in Gaza und schwache Konjunkturdaten: Für Anleger gab es kaum Gründe zum Kaufen. Der Dax geht tiefrot ins Wochenende. Einziger Lichtblick: Die Commerzbank.

Börse am Abend

Dax schleppt sich ins Wochenende

Börse am Abend: Dax schleppt sich ins Wochenende

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FrankfurtKein schöner Wochenschluss für den Dax. Nach soliden vier Handelstagen sollte ein Wochenplus auf der Tafel stehen, doch der verlustreiche Freitag verhagelte die Bilanz. Der Dax ging 1,5 Prozent schwächer bei 9.644 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht hat der Dax damit 0,8 Prozent verloren.

Am letzten Wochenhandelstag gab es für Anleger kaum Kaufimpulse. Unternehmensbilanzen enttäuschten und die Ukraine-Krise und der Konflikt in Gaza sorgten für einen trüben Hintergrund. Konjunkturdaten konnten kaum etwas bewirken. Wegen des Risikos einer Eskalation der Lage rund um die Konfliktherde Ukraine und Gazastreifen gingen die Investoren den Wochenausklang ruhig an, sagte Marktanalyst Gregor Kuhn vom Broker IG.

Der Ifo-Index brachte überraschenderweise keine Bewegung in den Markt. Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft trübte sich im Juli bereits zum dritten Mal in Folge ein. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 109,7 auf 108,0 Punkte, wie das Ifo Institut um 10 Uhr in München mitteilte. Die Kurse reagierten nicht.

Vielmehr richteten Investoren ihr Augenmerk auf Unternehmensnachrichten. Aber auch da gab es wenig Lichtblicke.

Für Diskussionen sorgte ein Bericht des Handelsblatts über die Deutsche Bank. Demnach wolle das größte deutsche Bankhaus zusätzlich bis zu 2,5 Milliarden Euro einsparen. Das laufende Programm, mit dem die Bank bis Ende 2015 rund 4,5 Milliarden Euro einsparen wolle, solle ausgedehnt werden - bis 2018 sollten die Kosten dann um insgesamt sechs bis sieben Milliarden Euro gesenkt werden. Ein entsprechendes Vorhaben bereite die Spitze der Deutschen Bank vor. Die Aktie begann den Handel mit einem kräftigen Plus, drehte am Nachmittag jedoch und schloss 0,86 Prozent schwächer.

So legen Vermögende ihr Geld an

Ab wann ist man „vermögend“?

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln gehört man bereits mit einem Nettovermögen von rund 261.000 Euro zum reichsten Zehntel der erwachsenen Bevölkerung. Das bedeutet, dass 6,7 Millionen Menschen in Deutschland vermögend sind. Durchschnittlich kommen sie auf ein Nettovermögen von 639.000 Euro je Erwachsener.

Wie viel Vermögen hat der deutsche Durchschnittsbürger?

Das durchschnittliche Nettovermögen beträgt 115.000 Euro.

Wie viele Millionäre gibt es in Deutschland?

Über ein Nettovermögen von mindestens 1 Million Euro verfügt nur ein Prozent der Erwachsenen, das sind rund 670.000 Menschen.

Wie wird man reich?

Ein Blick auf die Altersstruktur der Vermögenden zeigt: Reichsein ist häufig das Ergebnis eines Lebenswerkes. Fast drei Viertel des reichsten Bevölkerungszehntels sind mindestens 50 Jahre alt, rund 40 Prozent sogar bereits in Rente. Und: Neben dem Alter ist vor allem der berufliche Status wichtig. Im vermögensstärksten Zehntel sind gut 21 Prozent Selbstständige – dreimal so viel wie in der gesamten Bevölkerung.

Wie legen Vermögende ihr Geld an?

Durchschnittlich hat ein Vermögender in Deutschland 41.000 Euro auf dem Sparkonto, 16.000 Euro Fondsanteile sowie 11.500 Euro in Anleihen und 12.000 Euro in Aktien. Außerdem sind 199.000 Euro im Eigenheim angelegt und 202.000 Euro in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien.

Wie legt der Durchschnittsdeutsche sein Geld an?

Der durchschnittliche Erwachsene hat 12.000 Euro auf dem Sparkonto, 3.000 Euro Fondsanteile, 1.500 Euro Anleihen und 2.000 Euro Aktien sowie 54.000 Euro im Eigenheim und 27.000 in sonstigen, beispielsweise vermieteten Immobilien angelegt.

Einziger Gewinner im Dax waren die Aktien der Commerzbank. Diese stiegen um 0,6 Prozent. Überwiegend lag dies am überraschend guten Ergebnis der RBS, das die gesamte Branche beflügelte. Die Royal Bank of Scotland (RBS) verdiente eine Milliarde Pfund und erlebte ein Kursfeuerwerk. Die RBS-Aktien stiegen um bis zu 15 Prozent und waren mit 378 Pence so teuer wie zuletzt im Januar.

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Kommentare (36)

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Herr Peter Lorenz

25.07.2014, 10:05 Uhr

Gewinnmitnahme? Der DAX liegt über 200 Punkte unter seinem Allzeithoch und so hoch wie im Mai. Welche Gewinne werden da mitgenommen? Von welchen Werten?

Alexander Simplikios

25.07.2014, 11:19 Uhr

@Peter Lorenz

Das frage ich mich allerdings auch. Zwischenfazit zu meinem "Tipp des Tages":

Long USDRUB - läuft nicht
Short Gazprom - steigt leider
Long Statoil - autsch, alleine heute -4%
Long Raytheon - nochmal autsch, schon über -5%

Aber für eine effektive Rendite von rund 7% p.a. stehe ich sicherlich nicht morgens auf. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten...

Herr Tom Bauer

25.07.2014, 11:19 Uhr

Dennoch eine spannende Situation!
Wir gehen jetzt bereits eine ganze Zeit seitwärts; Unternehmensnachrichten z.T. enttäuschend z.T. unerwartet gut. Kurse sind hoch aber noch nicht weggelaufen..; Politische Themen werden weitgehend ausgeblendet.
Anleger sitzen nach wie vor auf Ihren Geldsäcken und wissen nicht wohin damit.
Schaumermal!

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