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23.08.2016

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax legt fast 100 Punkte zu

Der deutsche Leitindex hat nach seinem mäßigen Wochenauftakt erneut einen Erholungsversuch gestartet. Und Volkswagen beendet den Streit mit seinen Zulieferern: Die VW-Aktie legte danach deutlich zu.

Börse am Abend

Zulieferer-Streit beendet: VW Aktie steigt

Börse am Abend: Zulieferer-Streit beendet: VW Aktie steigt

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FrankfurtDank ermutigender Konjunkturdaten haben sich einige Anleger am Dienstag wieder in die europäischen Aktienmärkte zurückgetraut. Der Dax gewann 0,9 Prozent auf 10592 Punkte - ein Plus von 98 Zählern. Der Euro Stoxx 50 legte 1,2 Prozent und 2995 Punkte zu. „Aber richtig nachhaltig ist das nicht“, betonte ein Börsianer und verwies auf die sommerlich dünnen Umsätze.

Erleichtert reagierten Anleger auf den Anstieg des Stimmungsbarometers der europäischen Einkaufsmanager. Mit 53,3 Punkten erreichte es den höchsten Stand seit sieben Monaten. "Insgesamt ist festzuhalten, dass sich die Verunsicherung rund um das Brexit-Votum in Grenzen hält", sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg

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Hauptgesprächsthema auf dem Börsenparkett blieb allerdings die US-Geldpolitik, nachdem mehrere führende Fed-Banker für eine baldige Zinserhöhung plädiert hatten . An den Devisenkursen spiegelte sich dies allerdings nicht wider: Der Euro legte zur US-Währung einen knappen Viertel US-Cent zu und kostete 1,1341 Dollar. "Der immer wieder angekündigte, aber nie umgesetzte zweite Zinsschritt hat die Federal Reserve Glaubwürdigkeit gekostet", sagte Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets. "Ein großer Teil des Marktes verweigert die Teilnahme am Ratespiel über die weitere amerikanische Geldpolitik."

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Entsprechend groß sei die Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Mehr Klarheit über die US-Geldpolitik erhofften sich Investoren von der Rede der Fed-Chefin Janet Yellen auf dem Notebanker-Treffen in Jackson Hole am Freitag.

Neue Hoffnungen auf eine Begrenzung der weltweiten Rohöl-Förderung haben den Preis am Dienstag in die Höhe getrieben. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 50,21 Dollar je Barrel. Zuvor hatte es sich zeitweise auf 48,48 Dollar verbilligt. Auslöser der aktuellen Rally war eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters, der zufolge Iran offen für eine konzertierte Aktion zur Begrenzung des weltweiten Überangebots ist. Insidern zufolge sendet die Regierung in Teheran positive Signale.

Bei den deutschen Aktienwerten stand Volkswagen erneut im Rampenlicht. Der Autobauer legte seinen Streit mit zwei Zulieferern nach einem mehr als 20-stündigen Verhandlungsmarathon bei. Damit kann die Produktion in verschiedenen Wirken des Konzerns wieder anlaufen. VW-Aktien stiegen um bis zu 2,9 Prozent. Tagesgewinner war die Deutsche-Bank-Aktie mit einem Plus von 3,7 Prozent.

An der Mailänder Börse gewannen Unicredit zeitweise sogar mehr als sechs Prozent. Die HVB-Mutter will ihre Anteile an der polnischen Bank Pekao, dem zweitgrößten Geldhaus des Landes, komplett verkaufen. Insidern zufolge wird Unicredit hierüber mit dem führenden polnischen Versicherer PZU verhandeln. Pekao verloren daraufhin an der Warschauer Börse 2,8 Prozent und PZU büßten 3,9 Prozent ein.

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