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12.08.2013

17:44 Uhr

Börse Frankfurt

Dax legt müden Wochenstart hin

Beim Deutschen Leitindex ist nicht wirklich Kauflaune aufgekommen. Die Diskussionen um ein weiteres Hilfspaket für Griechenland sorgten für trübe Stimmung. In den Fokus gerieten gebeutelte deutsche Unternehmen.

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FrankfurtDax-Anleger haben sich zum Wochenstart überwiegend zurückgehalten. Der Leitindex pendelte zwischen Minus und Plus und schloss schließlich 0,25 Prozent höher bei 8.359 Punkten. Der Dax steckt damit seit Wochen in der Spanne zwischen 8.200 und 8.400 Punkten fest.

Die Schuldenprobleme in Griechenland und Spekulationen über ein neues Hilfspaket für das Krisenland drückten den Dax am Vormittag zunächst ins Minus. „Es gibt kaum Impulse am Markt, und dann sorgen solche Nachrichten natürlich schnell für Verkäufe“, sagte ein Händler. Auch der Euro musste Federn lassen und fiel zeitweise wieder unter 1,33 Dollar.

Auslöser der Spekulationen war ein „Spiegel“-Bericht, wonach die Bundesbank für nächstes Jahr mit neuen Finanzhilfen für Griechenland rechnet. Im Rahmen zweier Hilfsprogramme wurde und wird das Land seit 2010 von seinen europäischen Partnern und dem IWF mit insgesamt fast 240 Milliarden Euro über Wasser gehalten. Eine Sprecherin des Finanzministeriums bemühte sich darum, die Wogen zu glätten. Die Troika aus EZB, EU-Kommission und IWF habe erst vor kurzem bestätigt, dass Griechenland alle geforderten 22 Vorrang-, Spar- und Reformmaßnahmen erfüllt habe. Zudem bekräftige ein Sprecher, dass ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland nicht in Frage käme.

Die Woche an den Märkten

Donnerstag

Aus Deutschland berichten mit GSW Immobilien, Air Berlin, MVV Energie, Nordex und VTG weniger Unternehmen. Dafür gibt es Zahlen von H&M, Holcim und Zurich Insurance sowie von Applied Imperial Tobacco und Walmart. Aus den USA kommen zudem Verbraucherpreise und regionale Geschäftsklimaindizes.

Freitag

Zum Wochenausklang stehen nur Daten aus der Konjunktur auf der Agenda. Publiziert werden im Euro-Raum endgültige Verbraucherpreise, in den USA Baubeginne und -genehmigungen sowie der Index des US-Verbrauchervertrauens der Universität Michigan.

Für Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz war dagegen die neu entfachte Debatte über das Euro-Sorgenkind Griechenland ein Warnsignal: Die umfangreichen Berechnungen der Troika seien wohl nicht viel wert, wenn jetzt schon wieder Geld fehle, schrieb er in einem Kommentar.

Tochter der Deutschen Börse im Visier der Behörden

Im Dax zählten die Aktien der Deutschen Börse mit einem Abschlag von 2,8 Prozent zu den größten Verlierern. Händler begründeten den Kursrückgang mit einem Bericht des „Wall Street Journal“, wonach der Informationsdienstleister „Need To Know News“ (NTKN) - eine Tochter der Deutschen Börse - in den Fokus amerikanischer Aufsichtsbehörden geraten ist. Zusätzlich belastet wurden die Titel durch eine Verkaufsempfehlung von Equinet.

Kommentare (60)

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Muesli-Bruder

12.08.2013, 07:24 Uhr

Beim Blick auf die anstehenden Wochendaten fällt auf, dass die Creme de la Creme der Geldvernichter & Rohrkrepierer Zahlen vorlegt. K+S ist eine komplette Wundertüte. Stimmungsmäßig scheint es sich (zumindest heute & bis zum nächsten FED/EZB-Statement) einzutrüben.

An der 8400 scheint sich der Dax die Zähne auszubeissen, die 8300 wirkt gerade wie Klebstoff, aber ich denke, die wird diese Woche reissen. Deshalb setze ich mal auf fallende Kurse.

Allen eine schöne Woche!

Programmierer

12.08.2013, 07:25 Uhr

Die Dynamik kommt schon durch das Geld der Notenbanken.
Die Handelsmaschinen sind auf UP programmiert.
Da kann man nichts falsch machen,man muß nur mitspielen.
Da muß man nicht bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten gehen,einfach mitmachen, jeder kann verdienen.
Man muß das System nur verstanden haben.

Account gelöscht!

12.08.2013, 07:48 Uhr

Bewegungen im Preisniveau der Aktienmärkte - nichts anderes ist der DAX - sind nicht nur durch die Werte der Unternehmen erklärbar. Angebot und Nachfrage regeln die Preise auch losgelöst davon durch Umschichtungen in den Vermögenswerten bei den Beteiligten aus Gründen, die bei ihnen selbst liegen.

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