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16.06.2011

17:47 Uhr

Börse Frankfurt

Dax legt Schlussspurt hin

Auch am Donnerstag hielt sich die Kauflaune in Grenzen: Am Nachmittag konnte der Dax zwar von guten US-Konjunkturdaten profitieren und legte zum Schluss deutlich zu, Griechenland bereitet aber weiterhin Kopfschmerzen.

Die Börse in Frankfurt. Quelle: dapd

Die Börse in Frankfurt.

FrankfurtDie Vorgaben für den Donnerstag waren alles andere als gut: Die andauernde Krise um Griechenlands Schulden und schlechte Zahlen aus den USA haben dem Dax am Morgen zugesetzt. In der Spitze war der Leitindex auf 7.017 Punkte gefallen. Am Nachmittag wendete sich dann das Blatt. Der Dax konnte die Verluste eingrenzen und schloss mit einem moderaten Minus von 0,07 Prozent auf 7.110 Punkte nur knapp unter dem Vortagsniveau. Börsianer begründeten den Kursanstieg mit der günstigen Gelegenheit in den Dax und den Euro wiedereinzusteigen. „Der Markt war einfach überverkauft“, sagte ein Börsianer. Unterstützung erhielt der Markt Händlern zufolge auch von positiven Daten vom US-Immobilienmarkt am Nachmittag.

Die Indizes in der zweiten Reihe profitierten nicht so stark von der besser gewordenen Konjunkturlage in Amerika . Der MDax mittelgroßer Werte schloss mit einem Minus von 0,81 Prozent auf 10.548 Punkte ab und der TecDax fiel um 0,88 Prozent auf 874 Zähler.

Über allen guten Zahlen aus Übersee stand heute wieder das Thema Griechenland im Vordergrund. Die anhaltende Schuldenkrise und das Fehlen von Lösungen seitens der EU-Finanzminister hielt die Anleger auch heute in Atem. Der Streit über die Ausgestaltung eines neuen Rettungspakets für Griechenland wird derzeit verstärkt durch anhaltende Massenproteste gegen die Sparpolitik der griechischen Regierung. Ministerpräsident Giorgos Papandreou will das Kabinett umbilden und danach die Vertrauensfrage stellen. „Sollte Papandreou überraschend nicht das Vertrauen erhalten, wäre das ein erheblicher Rückschlag hin zu einem neuen Hilfspaket für Athen“, urteilten die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar. ETX-Capital-Händler Markus Huber drückte es noch drastischer aus: "Es gibt schon eine gewisse Panik am Markt und die Leute reden über einer Ansteckung wie im Falle von Lehman Brothers, wenn Griechenland pleitegehen sollte."

Dax ächzt unter Griechenland-Krise

Video: Dax ächzt unter Griechenland-Krise

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Finanzwerte im Dax unter Druck

Wegen der Griechenlandkrise lagen die Finanzwerte bis kurz vor Handelsschluss in der Verlustzone. Neben Deutsche Bank-Aktien büßten auch die Papiere der Commerzbank an Wert ein. Kurz vor Ende konnten sich dann die beiden Bankenwerte mit einem leichten Plus von jeweils 0,1 Prozent in den "grünen" Bereich retten. Die Aktien des Versicherers Allianz, der von einem Zahlungsausfall Griechenlands über seine Kapitalanlagen belastet werden könnte, schlossen bei 92,20 Euro 0,6 Prozent im Minus.

n-tv Börse Frankfurt am Mittag

Video: n-tv Börse Frankfurt am Mittag

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Größter Verlierer am Donnerstagvormittag war Metro. Nachdem der französische Einzelhändler Carrefour am Vormittag durch die UBS von "neutral" auf "sell" heruntergestuft wurde, gerieten auch die Papiere von Metro unter Druck. Sie schlossen den heutigen Handelstag 2,8 Prozent auf 42,21 Euro schwächer.

Einer der wenigen Gewinner am heutigen Tag waren die Papiere von Lufthansa. Die Aktien der größten deutschen Fluggesellschaft legten, beflügelt von einer Kaufempfehlung durch Morgan Stanley, ein Prozent auf 13,95 Euro zu. Zudem wirke der jüngst etwas nachlassende Ölpreis leicht positiv. Dieser hatte am Mittwoch angesichts der Griechenland-Krise und eines festeren Dollars nachgegeben. Darüber hinaus böten die jüngsten Kursverluste nun eine gute Wiedereinstiegsmöglichkeit, zitierten die Börsianer aus der Studie. Lufthansa-Aktien haben seit Monatsbeginn 8,8 Prozent verloren.

Nach Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten am Nachmittag schlossen sich zur Lufthansa noch BWM und Bayer mit einem Plus von 1,7 bzw. zwei Prozent der Gewinnerliste an.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

16.06.2011, 07:38 Uhr

Ist dies der Dank der USA an die BRD? und das Opfer das wir für den US-Orden der FDJ-Kanzlerin bringen müssen???
Alternativlos.
Danke

Account gelöscht!

16.06.2011, 10:14 Uhr

na-ja, wer heute bei unter 7100 noch verkaufen muss, hat wohl gestern oder vorgestern den ausstieg bei über 7200 verpasst.
über dessen kompetenz muss man wohl kaum ein wort mehr verlieren...

laecherlich

16.06.2011, 11:07 Uhr

wer heute bei 7040 verkaufen musste hat wohl einiges falsch gemacht.
es ist nur lächerlich dass die Stimmung am morgen bei 7040(negativ) war,bei 7090(halbnegativ) und nun wieder negativ wird?
Dienstag war die Welt zum Glück noch in Ordnung,schliessen sollte man die Kasinos

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