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26.04.2013

17:48 Uhr

Börse Frankfurt

Dax legt starke Woche hin

Der Leitindex hat diese Woche fast fünf Prozent zugelegt. Am Freitag hielten sich Anleger allerdings mit Käufen zurück. Neben Konjunkturdaten war das weitere Vorgehen der Notenbanken größtes Thema am Markt.

Händler an der Frankfurter Börse. Beim Dax steht ein Wochenplus von fast fünf Prozent zu Buche. Reuters

Händler an der Frankfurter Börse. Beim Dax steht ein Wochenplus von fast fünf Prozent zu Buche.

Die Vorfreude auf eine Zinssenkung der EZB hat dem deutschen Leitindex diese Woche fast fünf Prozent zulegen lassen. Am Freitag verließ die Anleger allerdings der Mut. Der Dax schloss 0,2 Prozent schwächer bei 7.814 Punkten.

Im Fokus der Anleger waren Konjunkturdaten aus den USA, die am Nachmittag veröffentlicht wurden. Die erste Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts zeigte, dass die amerikanische Wirtschaft im ersten Quartal an Schwung gewonnen hat. Allerdings blieb der aufs Jahr hochgerechnete Anstieg von 2,5 Prozent unter den von den Analysten erwarteten 3,0 Prozent. Während die Konsumausgaben zulegten - die in den USA zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen - bremste der Außenhandel. Die große Reaktion an der Börse blieb allerdings aus.

Dass das US-Wirtschaftswachstum leicht von der Prognose abweiche sei kein Drama, sagte HSBC-Trinkaus-Analyst Thomas Amend. „Positiv hervorzuheben ist der relativ starke Konsum, der angesichts der zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Steuererhöhungen so nicht unbedingt zu erwarten war.“ Insgesamt sei er wegen der Budgetkürzungen in den USA allerdings nur verhalten optimistisch für die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft. „Wir gehen zur Jahresmitte von einer schwächeren Wachstumsdynamik aus“, sagte Amend. Wichtiger als die aktuellen Daten werde in der kommenden Woche aber der US-Arbeitsmarktbericht sein

Die Wirtschaftslage der USA wird vom Markt mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Nicht nur, weil die USA die größte Volkswirtschaft der Welt sind, sondern weil vor allem die US-Notenbank ihre Geldpolitik an ihr ausrichtet.

Nach dem schwächer als erwartet ausgefallenem BIP dürfte die Fed ihre Politik des lockeren Geldes fortsetzen. Selbst ein überraschend starkes BIP dürfte laut Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz nicht gleich dazu führen, dass die US-Notenbank Fed ihr milliardenschweres Anleihenkaufprogramm einstellt.

Die größten Börsenunternehmen der Welt (Stand März 2013)

Platz 10

Chevron

Marktkapitalisierung: 231 Milliarden Dollar

Branche: Ölkonzern

Platz 9

Nestle

Marktkapitalisierung: 134 Milliarden Dollar

Branche: Konsumgüter

Platz 8

IBM

Marktkapitalisierung: 138 Milliarden Dollar

Branche: Technologie

Platz 7

Microsoft

Marktkapitalisierung: 240 Milliarden Dollar

Branche: Technologie

Platz 6

General Electric

Marktkapitalisierung: 240 Milliarden Dollar

Branche: Mischkonzern

Platz 5

Wal-Mart

Marktkapitalisierung: 247 Milliarden Dollar

Branche: Handel

Platz 4

PetroChina

Marktkapitalisierung: 255 Milliarden Dollar

Branche: Ölkonzern

Platz 3

Berkshire Hathaway

Marktkapitalisierung: 257 Milliarden Dollar

Branche: Investment

Platz 2

Exxon Mobil

Marktkapitalisierung: 403 Milliarden Dollar

Branche: Ölkonzern

Platz 1

Apple

Marktkapitalisierung: 415 Milliarden Dollar

Branche: Technologie

Berechnung

Der Börsenwert eines Unternehmens (Marktkapitalisierung) wird ermittelt indem man die Gesamtzahl der börsennotierten Aktien mit dem aktuellen Kurs der Aktie multipliziert. Aktien, die sich nicht im Streubesitz befinden werden dabei nicht berücksichtigt.

Am Beispiel von Apple heißt dies: 938.649.000 Aktien sind im Umlauf, der Kurs der Aktie betrug zum Stichtag der Analyse 425 Dollar. Ergebnis: Ein Börsenwert von rund 398,9 Milliarden Dollar.

Wie lange die Fed den ultralockeren geldpolitischen Kurs noch fortsetzt, hängt vor allem von der Entwicklung am Arbeitsmarkt ab. Notenbankchef Ben Bernanke will erst dann den Fuß vom Gaspedal nehmen, wenn die Arbeitslosenquote wieder auf 6,5 Prozent gefallen ist. Aktuell liegt sie bei 7,6 Prozent und ist damit weit vom Zielwert der Fed entfernt.

Kommt die Zinssenkung?

Aufschluss über den weiteren Kurs der US-Notenbank dürfte der Zinsentscheid am Mittwoch liefern. Auch bei der Europäischen Zentralbank (EZB) steht in der nächsten Woche die Ratssitzung an. Viele Analysten glauben, dass die EZB die Zinsen am Donnerstag auf 0,5 Prozent senken wird. „Die Belastung für den Euro sollte sich aber in Grenzen halten, da dies wohl keine Überraschung wäre“, meint Commerzbank-Experte Karpowitz. Am Freitag notierte die Gemeinschaftswährung nahezu unverändert bei 1,3014 Dollar.

Kommentare (20)

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Shorty

26.04.2013, 07:56 Uhr

Heute zum Wochenausklang nochmal so ein schönes Gewitter an der Börse. Kleiner Rücksetzer bis 7750 oder 7700. Das wäre doch was.

Let_the_Fake-Show_go_on

26.04.2013, 09:08 Uhr

Mal gespannt, welche GDP-Fake-Zahlen heute gezeigt werden.

Katzenstreu

26.04.2013, 09:37 Uhr

Jeden Tag steht ein Schwätzer auf.

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