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16.09.2011

18:09 Uhr

Börse Frankfurt

Dax legt starke Wochenbilanz hin

Der Hexensabbat sorgte zwar für hohe Kursschwankungen, konnte dem Dax aber einen erfreulichen Wochenausklang nicht vermiesen. Einzig Gewinnmitnahmen verhinderten, dass der Dax noch höher im Plus schloss.

Börse Frankfurt: Diese Woche gab Anlegern allen Grund zur Freude. dapd

Börse Frankfurt: Diese Woche gab Anlegern allen Grund zur Freude.

Die Erleichterung über zusätzliche Dollar-Infusionen für den Bankensektor hat den europäischen Aktienmärkten auch am Freitag Auftrieb gegeben. Gestützt auf kräftige Kursgewinne der Finanzwerte legte der Dax nach seinen Gewinnen am Donnerstag weiter zu.

Wegen des großen Verfalls an den Terminmärkten, dem sogenannten Hexensabbat, schwankten die Kurse allerdings stark. Sein Tageshoch erreichte der Dax bei 5.655 Punkten. Außerdem machten einige Investoren Kasse, weil sie angesichts der anhaltende Nervosität der Märkte auf Nummer sicher gehen wollten. Der Dax schloss 1,2 Prozent fester bei 5.573 Punkten, der Euro Stoxx 50 schloss sogar 0,3 Prozent schwächer bei 2.149 Zählern.

„Der Markt ist und bleibt hochgradig nervös“, sagte ein Börsianer. „Da trägt die Nachrichtenlage nicht zur Beruhigung bei.“ So sei beispielsweise die Quote der Beteiligung privater Investoren an der Sanierung Griechenlands mit 75 Prozent enttäuschend niedrig. Ein anderer Händler betonte: „Nach der zehnprozentigen Rally der vergangenen Tage war der Dax reif für eine Korrektur.“

Launenhafter Dax

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Mit der Bereitstellung zusätzlicher Dollar hätten die großen Notenbanken das Liquiditätsproblem einiger Kreditinstitute zwar gelöst, sagte Fabrice Couste, Frankreich-Chef des Brokerhauses CMC Markets. „Das ändert aber nichts am griechischen Schuldenproblem“, mahnte Couste. „Wir warten immer noch auf eine Entscheidung von Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds: Weitere finanzielle Hilfe für Griechenland oder Zahlungsunfähigkeit.“

Die Woche an den Märkten 12.09.-16.09. (Stand: 18:00 Uhr)

Dax

+ 7,6 Prozent.

MDax

+ 4,4 Prozent.

TecDax

- 1,7 Prozent.

EuroStoxx 50

+ 4 Prozent.

Euro

+ 0,9 Prozent.

Gold

- 2,7 Prozent.

Öl (WTI)

+ 0,4 Prozent.

Vor diesem Hintergrund blickten Börsianer gespannt ins polnische Breslau, wo die Euro-Finanzminister bei ihrem Treffen den Rettungsfonds EFSF aufs Gleis setzen wollen. US-Finanzminister Timothy Geithner, der erstmals an einer Sitzung seiner europäischen Kollegen persönlich teilnahm, drängte die Europäer zu einem härteren Kampf gegen die Krise.

Gemeinsam gegen die Euro-Krise

Video: Gemeinsam gegen die Euro-Krise

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Bankenwerte weiterhin stark gefragt

Die Dollar-Aktion von EZB, Fed & Co. verhalf dem europäischen Bankenindex am Freitag zu hohen Kursgewinnen, die jedoch nach Gewinnmitnahmen bis zum Handelsschluss nicht gehalten werden konnten. Deutsche Bank gewannen zweitweise mehr sechs Prozent und schlossen nur 0,8 Prozent höher. Commerzbank stiegen im Laufe des Tages um mehr als vier Prozent. Sie schlossen mit einem Plus von 1,5 Prozent.

Ein Börsianer bezeichnete die Kursgewinne der vergangenen beiden Tage als überzogen. „Wenn sich die größten Notenbanken der Welt zu einer gemeinsamen Intervention entschließen, war es offenbar schon fünf vor zwölf.“

 

Kommentare (54)

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Account gelöscht!

16.09.2011, 07:51 Uhr

moin allesamt,
das open-interest im fdax für den heutigen verfall hat sich schon von mittwoch auf donnerstag fast halbiert (< 100000 kontrakte). die meisten haben schon in den dezember gerollt, denn da hat sich das open-interest mittlerweile mehr als verdoppelt (> 150000).
fdax fair-value für den neuen front monat dezember aus der cash-and-carry-basket-arbitrage beträgt z.zt. 22 - 24 pt zur kasse.
happy trading :-)

Account gelöscht!

16.09.2011, 08:10 Uhr

Ich hab heute keine Meinung zum Markt könnte mir aber ein short im Bereich 5600 und long im Bereich 5500. fällt 5460 dann short bis 5340

deltaone

16.09.2011, 08:14 Uhr

Danke für die Info. Mein Tagesplan: Bis zum Settlement eher long > 5600, um 15:54 straddle - natürlich nicht mit optionen...

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