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17.06.2013

20:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax legt starken Wochenstart hin

Am ersten Handelstag der Woche legt der Leitindex kräftig zu. Anleger warten auf die nächsten Vorgaben der Notenbanken. Bis dahin heißt es anschnallen, denn es die Kurse könnte kräftig schwanken.

Überraschend hohes Kaufinteresse

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FrankfurtNach einer enttäuschenden Vorwoche hat der Deutsche Leitindex einen starken Montag erlebt. Der Dax beendete den Montagshandel 1,1 Prozent höher bei 8.215 Punkten. In der vergangenen Woche ging es insgesamt um 1,5 Prozent bergab.

Der Kurs des Euro hat sich in Erwartung den geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank kaum verändert. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am späten Nachmittag mit 1,3347 US-Dollar gehandelt.

Der Euro lag damit ungefähr auf dem Niveau des frühen asiatischen Handels. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3337 (Freitag: 1,3303) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7498 (0,7517) Euro.

Die Woche an den Märkten

Mittwoch

Die US-Notenbank Fed gibt ihren Zinsentscheid bekannt und informiert in der anschließenden Pressekonferenz über den weiteren Kurs der Geldpolitik. Unternehmensseitig veröffentlicht der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz (H&M) Quartalszahlen, Aktionäre des Herstellers von Abfüllanlagen Krones treffen sich zur Hauptversammlung. Außerdem stellt der Chef des Netzwerkausrüsters Alcatel-Lucent, Michel Combes, seine Strategie für das Unternehmen vor.

Donnerstag

Die Euro-Finanzminister treffen sich in Luxemburg und besprechen unter anderem die Lage in den Krisenländern sowie Regeln für direkte Finanzspritzen an marode Banken über den Krisenfonds ESM. Autovermieter Sixt sowie Shoppingcenter-Investor Deutsche Euroshop laden zur Hauptversammlung. Außerdem wird der Sal.-Oppenheim-Prozess neu aufgenommen. Die Hauptverhandlung war im März aus formalen Gründen ausgesetzt worden. Neue Hinweise über die konjunkturelle Entwicklung in den USA erhoffen sich Anleger vom Philadelphia-Fed-Index.

Freitag

Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH präsentiert Jahreszahlen. Das Landgericht München verkündet seine Entscheidung im Prozess um die Abfindung für die ehemaligen Aktionäre der Hypo Real Estate. Bei der Verstaatlichung hatte der Bund Anlegern eine Abfindung von 1,30 Euro je Aktie gezahlt. Mehr als zweihundert Anleger fordern in dem Verfahren nun eine höhere Entschädigung.

Entscheidendes Thema am Markt war die Zukunft der Fed-Geldpolitik. Wann und wie verengt die US-Notenbank ihre Geldschleusen? Diese Frage treibt die Aktienmärkte weltweit um.

Doch der nächste Impuls kommt erst am Mittwoch, an dem die Fed ihren Zinsentscheid bekanntgeben wird und über den weiteren Kurs der Geldpolitik informieren wird. Bis dahin heißt es spekulieren – und aufpassen.

„Bis Mittwoch werden wir schwankende Kurse erleben, je nachdem, ob gerade die Hoffnung überwiegt, dass die Fed bei ihrer Geldpolitik bleibt, oder Ängste über einen Ausstieg aufkommen“, sagte ein Börsianer in Frankfurt.

Einige Anleger spekulieren darauf, dass die Fed ihr Anleihekaufprogramm von monatlich 85 Milliarden Euro im Monat im späteren Jahresverlauf vermindern könnte. Dies würde tendenziell den Dollar stützen.

Kommentare (25)

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Uncle_Bens_Week

17.06.2013, 07:43 Uhr

Was für eine spannende Woche.

Ich gehe mal davon aus, dass das vorbörsliche "Kursfeuerwerk" von 0,5% eine Reaktion auf die guten Vorgaben aus Asien ist.

Onkel Ben wird diese Woche enttäuschen und auch Japan ist in diesen Tagen immer mal wieder für eine (negative) Überraschung gut.

Deshalb denke ich, dass wir die 8000er-Marke diese Woche nochmal testen und eventuell sogar nach unten durchbrechen.

Marktbeobachter

17.06.2013, 09:37 Uhr

Computerhandel ausserhalb der Börsenöffnungszeiten sind
ein neuartiges Geschäft. Es wird immer verrückter was
man als Dax bezeichnet. Freitag wurde der Dax nach Handelsschluss bei 8075 "taxiert", aber erst als die Börsen geschlossen hatten und Montag 125!! Punkte höher.
Es geht natürlich um die Derivate, Freitag sind sie wertlos aber können nicht ausgenockt werden, weil das nur zu normalen Handelszeiten möglich ist. Computerprogramme die ebenso die USA vor Börsenbeginn mit grossen Kursgewinnen handeln, aber das ist genauso
unwirklich wie letzte Woche als der DOW bevor die Börse
geöffnet hatte, zu Kursen gehandelt wurde die es anschliessend im Handel nie gab, ganz im Gegenteil der
DOW hat 200 Punkte zugelegt. Ich kann es wirklich nicht mehr glauben, was sie heute Börse nennen.
Wenn hier ausserhalb der Börsenzeiten, der grösste Handel stattfindet, dann weiss man wie das Geld umverteilt wird

Marktbeobachter

17.06.2013, 09:52 Uhr

Die ganzen SYSTEME Weltweit sind wieder auf Kaufen
eingestellt. Da ja keine menschlichen Wesen mehr darüber
nachdenken warum und wieso, gibts in Asien 4 % Plus und
dann handeln die "Algomaten" einfach hinterher.
Aktien und Unternehmen sind so egal wie die Rettung der
Griechen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/attac-grossteil-der-griechenland-milliarden-ging-an-banken-a-906065.html

Wir haben mittlerweile Zustände, wo nur noch die Finanzwirtschaft regiert. Jeden Tag wird entweder
Hoffnung "verkauft" oder "Angst" vor den Notenbanken
und sonst gar nichts, je nachdem was die grossen Adressen gerade brauchen. Und Freitag haben die ja wohl
die FUTURES wieder unter 8100 gedrückt und dort eingekauft. Hier ist mit "Luftgeld" ein neues Milliardengeschäft für die entstanden was alles vorherige in den Schatten stellt. Denn sie handeln mit
Hebeln und Krediten solche Summen, die real nicht existieren. Aber sie haben soviel mit der Wirklichkeit
zu tun wie damals die Immobilienspiele.

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