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08.02.2013

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Leidenswoche hat ein Ende

Konjunkturdaten haben den Leitindex gestützt. Doch auf Wochensicht hat der Leitindex mehr als zwei Prozent verloren. Die Euro-Krise hat dem Dax hart zugesetzt. Analysten streiten über die weitere Richtung beim Dax.

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FrankfurtWas für eine Woche. Noch bis vor kurzem war die 8.000-Punkte-Marke zum Greifen nah. Doch innerhalb nur weniger Tage verlor der Dax mehrere hundert Punkte. Am letzten Wochenhandelstag konnte der Leitindex die Verluste nicht wett machen. Er schloss 0,8 Prozent höher bei 7.652 Punkten. Das Wochenminus beträgt damit mehr als zwei Prozent.

Händler sprachen am Freitag von einem dünnen Handel. Die Vorgaben aus Übersee waren mau, die deutschen Rekordexportzahlen konnten Anleger nicht überzeugen. Für Rückenwind sorgten lediglich Wirtschaftsdaten aus China.

Gefragt waren vor allem die Aktien der Autobauer, für die die Volksrepublik neben den USA der wichtigste Absatzmarkt ist. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, warnte jedoch davor, die Zahlen überzubewerten. „Im letzten Jahr fiel das chinesische Neujahrsfest in den Januar, entsprechend schwach ist aufgrund der Feiertage die Vergleichszahl.“

Die chinesischen Exporte wuchsen im Januar um 25 Prozent, so stark wie zuletzt im April 2011. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 17 Prozent gerechnet. „Die wirtschaftliche Lage verbessert sich und die Handelsdaten untermauern den Aufwärtstrend“, sagte Anlage-Stratege Hirokazu Yuihama von Daiwa Securities. Andere Konjunkturdaten wie die Einzelhandelsumsätze oder die Industrieproduktion deuteten ebenfalls darauf hin, dass die chinesische Konjunktur die Talsohle hinter sich gelassen habe.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Analysten streiten über weitere Richtung

Cyrille Urfer, der bei der Schweizer Bank Gonet über die Portfolio-Struktur wacht, traute den europäischen Börsen angesichts der ermutigenden chinesischen Konjunkturdaten weitere Kursgewinne zu. Aktienhändler Joe Neighbour von Central Markets riet dagegen, auf einen fallenden Dax und einen Anstieg des US-Index S&P 500 zu setzen. „Die Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung der USA sind unübersehbar, während die grundlegenden Probleme der Euro-Zone noch nicht gelöst sind.“

In den vergangenen Tagen war Frankreich wegen seiner schwächelnden Konjunktur zum Sorgenkind avanciert. Der Pariser Leitindex CAC40 legte am Freitag zwar um 1,3 Prozent zu, verlor im Wochenvergleich aber mehr als drei Prozent. In Italien wächst unterdessen die Befürchtung, dass eine Wiederwahl des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi einen Rückschlag für die Sanierung der dortigen Staatsfinanzen bedeutet.

Kommentare (33)

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Schnappt_Shortie

08.02.2013, 08:47 Uhr

Guten Morgen liebe Foristen,

auch heute morgen wieder die Frage des Tages - wohin geht die Reise?

a) Richtung 7500 b) Wir kleben noch etwas an der 7600 oder c) Erholung Richtung 7700

Naja

08.02.2013, 08:57 Uhr

"Erholung Richtung 7700"

Erholung wäre, wenn diese künstliche Blase mal Luft abläßt und Richtung 5.000 Punkte ginge ...

Rennschwein-R.Ruessel

08.02.2013, 09:08 Uhr

Ein Glück ist bei Aktien anders als bei WETTEN beim PFERDERENNEN immer alles in Ordnung.

Diese Wettmanipulationen sind ja auch sowas von übel. Ein Glück daß solche Zockerei nicht bei ebay stattfindet wo sich zwischen einen Anbieter und einen Käufer ein Freund des Anbieters einschaltet der den Preis über nicht wirklich ernstgemeinte Gebote hochtreibt.

Mans stelle sich mal vor sowas (Spaßbieter Jubelperser) würde auf dem Miet- oder Immobilenmarkt geschehen.

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