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04.07.2011

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax macht doch noch einen Satz

Ein nahezu ereignisloser Tag sah den deutschen Leitindex erst am späten Nachmittag zum Leben erwachen. Der starke Anstieg der vergangenen Woche und die fehlenden Impulse aus Übersee verhinderten eine bessere Performance.

Das Handelsparkett an der Frankfurter Börse: erst gegen Abend kam Bewegung in den Dax, der im Plus schließen konnte. Quelle: ap

Das Handelsparkett an der Frankfurter Börse: erst gegen Abend kam Bewegung in den Dax, der im Plus schließen konnte.

FrankfurtAm Vormittag Unentschlossenheit, am Nachmittag Bewegungslosigkeit: so könnte man den Verlauf des heutigen Handelstages zusammenfassen. Erst am späten Nachmittag konnte sich der Dax ein wenig aus seiner Lethargie befreien und knapp 0,3 Prozent hinzugewinnen. Er ging schließlich mit 7.442 Punkten aus dem Handel. In der vergangenen Woche hatte die Aussicht auf eine Abwendung der Staatspleite Griechenlands dem Leitindex noch einen Kurszuwachs von mehr als vier Prozent beschert.

Dabei waren die Vorgaben für deutsche Aktien durchaus positiv: Am Samstag gaben die Euro-Finanzminister die dringend benötigten zwölf Milliarden Euro frei und bewahrten das Land damit vorerst vor der Pleite. Die griechische Wirtschaft wird nach Einschätzung der Regierung in diesem Jahr jedoch noch schneller schrumpfen als bislang erwartet und erst 2012 wieder zulegen. Dies hatte der deutsche Leitindex aber in der vergangenen Woche wohl bereits vorweg genommen.

Zudem könnten die französischen Pläne für die Verlängerung von Laufzeiten griechischer Staatsanleihen der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) zufolge als teilweiser Zahlungsausfall gewertet werden. Beide vom französischen Bankenverband genannten Optionen würden wahrscheinlich zu einem „default“ (Kreditausfall) führen, erklärte die Agentur. Ein Umtausch von Staatsanleihen sei dann ein Zahlungsausfall, wenn er aus der Not heraus geschehe und Anleger am Ende weniger Geld erhielten, als sie sich von den Papieren ursprünglich erhofft hatten, hieß es in der Mitteilung.

Zäsur an der Telekom-Spitze

Telekom-Chef Rene Obermann will einem Zeitungsbericht zufolge drei der bislang ausschließlich männlich besetzten Vorstandsposten an Frauen vergeben. Der Aufsichtsrat solle die Personalien noch am Montag absegnen. Es gehe um eine Neubesetzung der Vorstandsbereiche Europa, Personal sowie das Ressort für Datenschutz, Recht und Compliance. Obermann setzt damit seine angekündigte Strategie konsequent fort. Die Telekom-Aktien reagierten auf die Nachricht nahezu unverändert und gingen mit einem leichten Minus bei 10,68 Euro aus dem Handel.

Volkswagen hat nun endlich den Lkw-Bauer MAN unter seine Kontrolle gebracht. Der Wolfsburger Autobauer verfügte nach Ablauf der Annahmefrist für das Pflichtangebot über 55,90 Prozent der Stimmrechte an dem Münchner Nutzfahrzeug- und Maschinenkonzern. Laut VW-Chef Martin Winterkorn rücke damit das Ziel näher, substanzielle Synergien zwischen MAN, Scania und VW zu heben. Die VW-Titel gehörten auf Grund der guten Nachrichtenlage - auch die Nachfrage aus den Schwellenländern ist ungebremst - zu den größten Gewinnern: sie notierten zuletzt mit einem Plus zwei Prozent.

VW wächst und wächst und wächst

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MAN hingegen könnte in Folge der Übernahme aus dem DAX ausscheiden. Offen ist allerdings, wann es dazu kommen könnte. Die Zusammensetzung des wichtigsten deutschen Aktienindex wird vierteljährlich überprüft, das nächste Mal Anfang September. Die Deutsche Börse bestimmt die Mitglieder der prestigeträchtigen Liste der 30 wichtigsten Aktiengesellschaften in einem Verfahren, in dem etwa die Menge der am Markt verfügbaren Aktien oder das Handelsvolumen des Papiers ausschlaggebend sind.

Ein Erfolg auf dem lukrativen Markt für Schlaganfall-Medikamente hat Bayer Auftrieb gegeben. Die US-Gesundheitsbehörde genehmigte bereits am vergangenen Freitag das Mittel Xarelto, das der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern gemeinsam mit einem US-Partner auf den Markt gebracht hat. Das sei ein gutes Zeichen für Bayer, die zuletzt durch die Konkurrenz unter Druck geraten seien, sagte ein Händler. Den Papieren des Konzerns tat die Nachricht sichtlich gut: sie gewannen 1,6 Prozent auf 56,56 Euro.

Kommentare (9)

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Nachwirkung

04.07.2011, 07:41 Uhr

"Wirken nach..."?seit wann schaut man an der Börse zurück?

blabla

04.07.2011, 08:18 Uhr

vorbörslich gehts doch schon wieder nach oben,warum auch immer.
Hilfspaket ist doch spätestens seit Mittwoch klar.
Die Börsenwelt dürfte doch seit Mittwoch in Ordnung sein?achso,"neue" Ängste wie Berichtssaison,Arbeitsmarkt,EZB etc.gleiches "Angst-Spiel" wie immer

Account gelöscht!

04.07.2011, 08:35 Uhr

was soll heut auch schon am feiertag groß passieren???
ich bin dafür, dass wir zur abwechslung mal wieder etwas steigen. hatten wir ja schon so lange nicht mehr...

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