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11.04.2012

17:52 Uhr

Börse Frankfurt

Dax macht Verluste teilweise wett

Der Dax wurde heute von starken Zahlen aus Amerika und einer gut gelaufenen deutschen Anleihe-Auktion getrieben. Doch ein altes Problem macht sich wieder bemerkbar. Die Euro-Krise scheint sich zurückzumelden.

Börse Frankfurt am Abend

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FrankfurtDer Deutsche Aktienindex konnte einen Teil seiner großen Verluste vom Vortag wieder wettmachen. Nach einem wechselreichen Start arbeitete sich der Dax kontinuierlich nach oben und schloss den heutigen Handelstag ein Prozent im Plus auf 6.675 Punkte. Der MDax beendete den Tag ebenfalls ein Prozent fester auf 10.437 Punkte. Der TecDax, der bis zur Mittagszeit im Minus verweilte, ging mit 0,3 Prozent auf 767 Zähler ebenfalls mit einem Plus aus dem Handel.

Doch trotz des erfolgreichen heutigen Handelstages kann von einer Entspannung an den Aktienmärkten nicht die Rede sein. Denn die Lage an den Börsen bleibt weiterhin Unsicher. Dies bestätigte heute auch der nervöse Handelsbeginn, der durch mehrere Faktoren ausgelöst wurde.

Positiv wirkten sich gute Unternehmenszahlen des US-Aluminiumkonzerns Alcoa aus. Das Unternehmen, das traditionell die Berichtsaison in den USA einläutet, konnte überraschenderweise einen Gewinn verschreiben. Damit hatten die Anleger nicht gerechnet.

Der Tag an den Märkten (Stand 17:50 Uhr)

Dax

- 0,19 Prozent (Schlusskurs vom Freitag)

Euro Stoxx 50

+ 0,1 Prozent

Dow Jones

- 0,3 Prozent

Nikkei

+ 0,1 Prozent

CSI 300 (China)

+ 0,1 Prozent

Euro

1,2302 Dollar (+/- 0 Prozent)

Gold

1.602 Dollar (- 0,7 Prozent)

Öl (Brent)

106,40 Dollar (+ 1,2 Prozent)

Allerdings waren die guten Zahlen des US-Konzerns im Vergleich zu den Problemen in Europa nur eine Momentaufnahme. Deswegen konnte bei den Zahlen von Alcoa in erster Linie nicht von einem Impuls für die Aktienmärkte gesprochen werden. Vielmehr nutzten wohl einige Anleger die seit Tagen sinkenden Aktienkurse für günstige Aktienzukäufe.

Negative Stimmung an den Börsen verbreiteten die schwachen Anleihe-Auktionen in Spanien und Italien. Die erhöhten Renditen auf zehnjährige Staatspapiere rief bei vielen Investoren die Euro-Krise wieder in Erinnerung. Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz führte die Schwäche des europäischen Anleihemarktes auf die Liquiditätsschwemme der Europäischen Zentralbank zurück. „Mit ihren Drei-Jahres-Tendern hat die EZB die Geschäftsbanken in Spanien und Italien in die Lage versetzt, massiv Staatsanleihen des eigenen Finanzministers zu kaufen,“ schreibt er in einem Kommentar. Nun, nachdem das Geld langsam ausgegeben sei, kletterten die Renditen für die Bonds der hoch verschuldeten Staaten wieder in die Höhe.

Unsicherheit herrschte in den ersten Handelsstunden dann bezüglich der Auktion deutsche Staatspapiere. Doch die Befürchtungen verflüchtigten sich, nachdem das Ergebnis der Emission bekannt wurde. Laut den Daten konnte der Bund rund 3,9 Milliarden Euro einnehmen. Zwar lagen sie damit hinter der angepeilten Summe von fünf Milliarden Euro, jedoch waren die Renditen, die für die Papiere gezahlt werden müssen, auf rekordverdächtig niedrigem Niveau. Zehnjährige Bundesanleihen erreichten am Mittwoch eine Risikoprämie von 1,75 Prozent. Bei der letzten Auktion lag sie noch bei 1,83 Prozent. Im Anschluss an die Daten baute der Dax seine Gewinne aus und hielt diese dann bis Handelsschluss.

Doch längst nicht alle Experten bewerteten die Emission positiv. Marktstrategin Annalisa Piazza von Newedge Strategy in London vermerkte kritisch: „Die Nachfrage war sehr schwach, ohne den Eigenbehalt der Bundesbank wäre die Auktion technisch nicht einmal voll gezeichnet gewesen“.

Kommentare (49)

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Aufklaerung

11.04.2012, 07:16 Uhr

Ach sooo, die globalen Probleme sollen mittels Einzelabschlüssen übertüncht werden, damit sich die Dax-Optimisten und die Markler dann noch kräftig freuen können, wenn z.B. Alcoa ,Gewinn macht und Spaniens Defizit nur einige Zehntel über den anvisierten aber noch immer viel zu hohen 5,3 % des BIP liegt ....!
Man könnte auch sagen: Schönreden um jeden Preis. Von 10.000 Dax-Punkten schwadronieren und eineinhalb Augen zu machen, damit man nur Rosiges sieht. Schnell vergessen, dass Griechenland noch mehr Geld braucht als bis vorgestern angenommen. (Wenn Sie es nicht weiter sagen: Die brauchen auch noch mehr als wir alle HEUTE denken.)

Wo ist zum Beispiel der Zementsack? Wo sind die Berufsschwätzer vom ewigen Dax-Wachstum? Wo sind die Dauergewinner?
(...) Wahrscheinlich haben die keinen Cent angelegt und leben von Hartz IV.

+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

Account gelöscht!

11.04.2012, 07:38 Uhr

Wie wärs wenn du dich erst einmal anmeldest.
2. Was ist denn seit der Osterwoche geschehen? Nichts! Bis auf das, dass die Börse 500pkt ohne großartig negative News abgegeben hat. Ob man heute o. übermorgen richtig liegt ist egal solange man/n langfristig erfolgreich agiert, ist alles im Lot.

Was soll ich schreiben wenn ihr euch die Seele aus dem Leib schreit ..."Shorteeeen/Weltuntergang"...Dies endet in einer endlos diskussion. Ignoranz ist Trumpf von daher werden wir die 10.000 sehen. Überbewerte Griechenland nicht dessen BIP hat die größe von Hessen und Europa wird sicherlich nicht wegen eines Landes am Abgrund stehen. Es geht uns allen prächtig. Dir anscheinend nicht. Hattest du 2008 Amerika abgeschrieben? Bestimmt! Ich nicht. Und was ist jetzt?


Übrigends ich bin seit 5300 in ein paar Dax Unternehmen investiert... Da hab ich noch vieeel Luft und Ausdauer. Einige Unternehmen haben eine Performance von 100% in knapp 6-7Monaten aufzuweisen da musste es mal krachen(Auch wenn ich dies erst ab 7800 pkt vermutet haette)

P.S. Für Portugal,Spanien,Italien wurde schon gesorgt.

Viel Glück dir noch... Denk dran genieß es wird haben durchshcnittlich 80 Jahre... warum also pessimistisch eingestellt sein.

Account gelöscht!

11.04.2012, 07:48 Uhr

@Anonymer Benutzer: Aufklaerung

Also wenn das HB immer die richtigen Vorhersagen machen wuerde, dann wuerde es das HB gar nicht geben. Die wuerden ALLE am Strand sitzen und ihr vieles Geld zaehlen.

Wer "anlegt" sollte immer auf (sehr viele) Informationen setzen und nie auf Meinungen. Jede Anlage ist reine Spekulation - ob man Aktien kauft, ob man eine Wohnung kauft oder einfach nur seiner Angebeteten einen teueren Strauss roter Rosen schenkt. Das Leben bietet Moeglichkeiten aktiv zu werden, aber leider keine Erfolgsgarantien.

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