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24.10.2013

18:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dax mit neuem Schlussrekord

Eine gute Stimmung am deutschen Aktienmarkt treibt den Dax wieder Richtung Allzeithoch. Zeitweise lag der Leitindex wieder 13 Zähler unter der Marke von 9000 Punkten. Doch noch zögern die Anleger vor dem Höhenrausch.

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Börse am Abend

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FrankfurtZögerlich hat der Deutsche Aktienindex am Donnerstag wieder Kurs auf 9000 Punkte genommen. Nach seinem vorläufigen Tageshöchststand von 8987 Punkten schloss der Leitindex am Abend 0,68 Prozent im Plus bei 8980 Zählern und damit mit einem Schlussrekord. Im Handelsverlauf hatte der Dax-Future am Terminmarkt kurzzeitig gar die 9000 Punkte geknackt.

Auch die beiden größten Nebenwerte-Indizes konnten zulegen: Der MDax gewann 0,4 Prozent und schloss bei 15.832 Punkten, der TecDax legte 0,12 Prozent auf 1120 Zähler zu. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, gewann 0,64 Prozent auf 3036 Stellen.

Für Optimismus sorgten unter anderem Konjunkturdaten aus der chinesischen Industrie. Der vorläufige Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC kletterte im Oktober auf 50,9 Punkte von 50,2 Zählern im September und damit auf den höchsten Stand seit sieben Monaten. Dabei ignorierten die Anleger, dass die chinesische Notenbank im Kampf gegen eine drohende Immobilienblase den Banken zuletzt Geld entzogen hat. Auch die nur schleppende Erholung der Konjunktur in einigen europäischen Ländern ließ die Anleger kalt. Nur wenige Strategen stimmten skeptische Töne an. „Es ist wahrscheinlich, dass es am Aktienmarkt bald einen großen Knall geben wird, und wenn es an der Börse einen Richtungswechsel gibt, dann ist er meist abrupt und heftig“, warnte Danile Kukalj von Close Brothers Seydler.

9000 Punkte? Sogar 10.000 sind möglich!

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Ein Stimmungsdämpfer kam vom Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft in der Euro-Zone. Er fiel um 0,7 auf 51,5 Punkte, teilte das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter 4000 Firmen mit. Ökonomen hatten einen Anstieg auf 52,5 Punkte erwartet. Das Barometer hielt sich aber über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum anzeigt. „Es ist noch zu früh, um von einem nachlassenden Aufschwung zu sprechen“, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.

Wichtiger sei, dass sich der Index seit vier Monaten über 50 Punkten halte. Das deute auf ein Wachstum von 0,2 Prozent im vierten Quartal hin. „Obwohl nur moderat, geht der Aufschwung immerhin auf breiter Front weiter“, sagte Williamson. Die Euro-Zone hatte sich erst im Frühjahr aus einer eineinhalbjährigen Dauer-Rezession gekämpft. Die Wirtschaft wuchs um 0,3 Prozent.

Tagessieger im Dax war am Abend die Commerzbank mit einem Plus von 3,9 Prozent. Ein kräftiger Gewinnanstieg im dritten Quartal hat Daimler am Donnerstag auf ein Sechs-Jahres-Hoch getrieben. Die Aktien des Autobauers verteuerten sich in der Spitze um 3,5 Prozent auf 60,40 Euro und beendeten den Präsenzhandel mit einem Plus von 3,34 Prozent. Sämtliche Spartenergebnisse des Autobauers hätten über den Erwartungen gelegen, schrieb LBBW-Analyst Frank Biller in einem Kommentar. Er bestätigte seine Kaufempfehlung für die Aktien. Die Konkurrenten BMW und VW legten um 1,9 beziehungsweise 0,73 Prozent zu. Nach oben ging es auch für Thyssen-Krupp (+2,06 Prozent).

Größter Dax-Verlier war am Abend K+S. Mit einem steten Auf und Ab reagierten die Aktien auf den Zwischenbericht des kanadischen Rivalen Potash. Der Düngemittel-Riese hatte im dritten Quartal weniger verdient und seine Prognose stärker als erwartet gesenkt. K+S ging mit einem Minus von 3,07 Prozent aus dem Handel. Nach einer Verkaufsempfehlung der Credit Suisse gaben auch die Aktien von Heidelberg-Cement mit einem Abschlag von 2,34 Prozent deutlich nach.

Kommentare (60)

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Account gelöscht!

24.10.2013, 07:49 Uhr

"Ratingagentur warnt Versicherer"-ja das ist nicht einfach.Draghi hat die Zinsen auf fast Null gedrückt.Es bleibt die Hoffnung,dass "seine" Spezies Spanien und Italien endlich aus dem Quark kommen.
Andererseits sind fast weltweit die Zinsen niedrig.Gut spanische und italienische Versicherer brauch dass nicht zu interessieren,sie legen ihr Geld zu 90% in heimischen Anleihen an und da gibt es immer noch zwischen 4-6% per anno für Staatsanleihen,je nach Laufzeit.Gerade deshalb hält Draghi ja auch die Zinsen unten,um die Refinanzierbarkeit dieser Länder zu gewährleisten.Was gut für Spanien und Italien ist,muss aber deswegen nicht gleichbedeutend gut für deutsche Versicherer sein.Da liegt der Hase im Pfeffer.

buy_buy_buy

24.10.2013, 08:05 Uhr

Heute knacken wir die 9000!

Account gelöscht!

24.10.2013, 08:23 Uhr

Liebes Handelsblatt,
genau wie Kollege-Kommentator Schaarschmidt gestern, willich dich als qualitätsorientiertes Wirtschaftsblatt aufrufen deine Überschriften und Einschätzungen zum Thema Dax-Höchstände, Allzeithoch usw. zu überdenken.
Durch derlei unzutreffende und reißerischen Überschriften verunsichert man potenzielle Anleger mehr als man sie unterstützt. Unter anderem darum ist die Aktienkultur in D schlecht entwickelt. Als Aktionär gilt man nach wie vor als verdächtiger Hazardeur.
Trag deinen Beitrag einer seriösen Berichterstattung bei und verwende bzw. nenne bitte den Dax Kursindex.
Im internationalen Index-Vergleich der adäquatere Index.

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