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19.10.2012

17:39 Uhr

Börse Frankfurt

Dax mit schwachem Wochenausklang

Der viertägige Aufwärtstrend des Dax ist beendet. Enttäuschende Quartalszahlen aus den USA belasteten heute die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von knapp zwei Prozent.

Börse Frankfurt am Abend

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DüsseldorfEnttäuschende Quartalszahlen aus den USA haben Anlegern am Freitag die Lust auf europäische Aktien getrübt. "Google und Microsoft haben die Anleger ein bisschen verschreckt(...)", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Der Dax ging am Ende mit einem Verlust von 0,76 Prozent auf 7380 Punkte aus dem Handel.

Kursverluste ganz anderen Ausmaßes gab es dagegen auf den Tag genau vor 25 Jahren. Am "Schwarzen Montag" brach damals der Dow-Jones-Index um fast 23 Prozent ein und zog weltweit die Börsen in die Tiefe - ohne dass es einen konkreten Auslöser dafür gab. Gründe wurden viele bemüht. Als eine Ursache gilt der zu jener Zeit schon aktive Computerhandel.


Der Tag an den Märkten (Stand: 17:30 Uhr)

Dax

7.478 Punkte (+ 0,99 Prozent)

Dow Jones

13.064 Punkte (+ 0,33 Prozent)

Nikkei

+ 0,13 Prozent (Schlussstand vom Montag)

Euro

1,3040 Dollar

Gold

1.714 Dollar

Öl (Brent)

112,01 Dollar

Kommt er oder kommt er nicht, der Hilfsantrag Spaniens? Die Unsicherheit über die nächsten Schritte der spanischen Regierung sorgte am Freitag für Frust unter den Euro-Anlegern. Die Gemeinschaftswährung fiel bis auf 1,3020 Dollar zurück nach 1,3065 Dollar im New Yorker Vortagesgeschäft. Am Mittwoch hatten Spekulationen auf baldige Hilfen für das hoch verschuldete Land den Euro noch auf 1,3140 Dollar getrieben - den höchsten Stand seit einem Monat. Die Investoren warteten noch immer auf entscheidende Fortschritte in Sachen Spanien, sagte ein Händler. Enttäuscht zeigten sich die Anleger vor allem von dem zweitägigen EU-Gipfel in Brüssel.

Laut Ministerpräsident Mariano Rajoy hat das Sorgenkind noch nicht über einen Antrag auf Hilfen der Euro-Staaten entschieden. Bislang hat Spanien nur eine milliardenschwere Unterstützung für seinen maroden Bankensektor beantragt. Fortschritte vermeldeten die Staats- und Regierungschefs dagegen in ihren Verhandlungen über die Einführung einer gemeinsamen Bankenaufsicht: Die neue Behörde soll unter dem Dach der Europäischen Zentralbank im Laufe des kommenden Jahres ihre Arbeit aufnehmen.

Damit wird der Weg frei, Krisenstaaten stärker zu entlasten und angeschlagene Geldinstitute direkt mit europäischen Rettungsgeldern zu stützen. "Die superschnelle Lösung, die der französischen Regierung vorschwebte (Implementierung noch in diesem Jahr), wurde damit verworfen. Andererseits wurde mit der Festlegung eines - wenn auch immer noch recht vagen - Zeitplanes die Unbestimmtheit des deutschen Vorschlages vermieden", urteilte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann.

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Durch den Rentenmarkt wehte - zumindest am Vormittag - ein Hauch der Erleichterung. Die Renditen der zehnjährigen italienischen Papiere ging auf 4,712 Prozent zurück, den niedrigsten Stand seit siebeneinhalb Monaten. Auch ihre spanischen Pendants warfen mit 5,297 so wenig ab wie seit sechseinhalb Monaten nicht mehr. Händler machten dafür die äußerst erfolgreiche Auktion inflationsgebundener italienischer Papiere vom Donnerstag verantwortlich. Das Land hatte ein Rekordvolumen von 18 Milliarden Euro eingenommen und erklärte, für den Rest des Jahres nun weniger Geld aufnehmen zu müssen, als bislang veranschlagt.

Die Auktion hatte sich vor allem an Privatanleger gerichtet. "Das ist sicherlich eine gute Nachricht," sagte Patrick Jacq, Zinsstratege bei BNP Paribas. Allerdings zweifelte er daran, dass sich die Stimmung am Rentenmarkt für Italien damit langfristig aufhellen dürfte. Am frühen Nachmittag notierten die Zinsen der italienischen Anleihen mit 4,780 Prozent bereits wieder auf dem Vortagesniveau. Die spanischen zogen auf 5,367 Prozent an. Die Rendite der gern als sicherer Hafen angesteuerten Bundesanleihen fiel auf 1,588 Prozent nach 1,632 Prozent im Vortagesgeschäft.

Kommentare (9)

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Hirn_einschalten

19.10.2012, 07:37 Uhr

Durch das EZB-Geld sind die Märkte sowohl in Europa wie auch an der Wall-Street z.Zt. sorglos und mit Sicherheit um mindestens 25% überbewertet. Die Zurücknahme von prognostizierten Unternehmensgewinnen für 2013 läuft bereits an!!!. Höchste Alarmstufe.

Account gelöscht!

19.10.2012, 07:50 Uhr

So würde ich wahrscheinlich auch argumentieren, wenn ich (mal wieder) nicht dabei wäre....

Hirn_einschalten

19.10.2012, 08:19 Uhr

Die Augen vor den Fakten zu verschließen und andere Gründe dahinter zu vermuten ist selbstverständlich legitim, jedoch nicht weitsichtig.

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