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13.07.2011

17:19 Uhr

Börse Frankfurt

Dax nach Bernanke-Rede auf Tageshoch

Schuldenkrisen und Ratingagenturen spielten heute keine Rolle am deutschen Aktienmarkt. Wirtschaftsdaten aus China und Fed-Chef Bernanke versetzten die Anleger in Kauflaune. Davon profitierten vor allem die Autobauer.

Steigende Kurse in Frankfurt. Ben Bernankes Rede und Wirtschaftsdaten aus China beflügelten die Kurse. Quelle: dpa

Steigende Kurse in Frankfurt. Ben Bernankes Rede und Wirtschaftsdaten aus China beflügelten die Kurse.

FrankfurtMoody's Herabstufung Irlands konnte dem Dax heute nichts anhaben. Am laufenden Band sorgten gute Nachrichten für steigende Kurse. Zu Handelschluss notierte der Dax mit einem Plus von 1,3 Prozent bei 7.267 Punkten. Auch die Werte in der zweiten Reihe verzeichneten deutliche Gewinne. Der MDax ging mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 10.930 Punkten aus dem Handel. Vergleichbare Gewinne konnte der TecDax nicht einfahren, verabschiedete sich aber ebenfalls 0,3 Prozent fester bei 873 Zählern.

Verantwortlich für den Höhenflug waren heute das über den Erwartungen liegende Wirtschaftswachstum Chinas und die Rede des Chefs der US-Notenbank.

US-Notenbank schließt Käufe von Staatsanleihen nicht aus

Fed-Chef Ben Bernanke sagte am späten Nachmittag vor dem US-Repräsentantenhaus, dass die Notenbank bereit sei einzugreifen, sollte sich die Konjunktur weiter abschwächen. Es bestehe die Möglichkeit, dass zusätzliche Unterstützung der Politik notwendig sei, betonte Bernanke. Der US-Notenbankchef prognostizierte, dass die US-Arbeitslosenquote nur schrittweise sinken wird und die US-Wirtschaft möglicherweise schwächer als erwartet bleiben wird. Mit seiner Rede sorgte Bernanke weltweit für Auftrieb an den Börsen. „Geld bleibt billig“, lautete die Schlussfolgerung eines Händlers zur Rede des Fed-Chefs. In den USA legte der Dow Jones 1,2 Prozent zu, die NASDAQ notierte 1,3 Prozent fester.

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Der Boom in China hält weiter an

Die chinesische Regierung legte für das zweite Quartal 2011 überraschend gute Konjunkturdaten vor. Trotz der Bremsmanöver zum Kampf gegen die hohe Inflation in China verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal leichter als erwartet. Nach 9,7 Prozent im ersten Quartal des Jahres ging das Wachstum nur auf 9,5 Prozent zurück, wie das Statistikamt in Peking berichtete. Der Sprecher des Statistikamtes, Sheng Laiyuan betonte, dass das Risiko eines starken Abschwungs gering sei.

Konjunkturdaten aus der Eurozone
Im Gegensatz zu China legte die Eurozone heute enttäuschende Wirtschaftsdaten vor. Die Industrieproduktion in der Euro-Zone stieg im Mai schwächer als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sei die Produktion um 0,1 Prozent geklettert, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat mit. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,4 Prozent. Im Jahresvergleich erhöhte sich die Produktion im Mai um 4,0 Prozent und verfehlte damit ebenfalls Markterwartungen von 4,8 Prozent Wachstum.

Herabstufung Irlands

Die Herabstufung des Ratings für Irland auf „Ramsch-Niveau“ spielte heute am Markt kaum noch eine Rolle. Die EU-Kommission, der Internationalem Währungsfonds und die Europäischer Zentralbank machten klar, dass sie die Ratings für Länder, die sich unter dem Rettungsschirm befinden, nicht mehr ernst nehmen. Nach Griechenland und Portugal hatte Moody's heute auch die Kreditwürdigkeit Irlands angezweifelt und dessen Bewertung von Baa3 auf Ba1 gesenkt.

Kommentare (15)

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Kenner

13.07.2011, 08:03 Uhr

Gääähhhhhnnnn zu Irland Ramschstatus,das weiss ich schon seit 2 Jahren.hat Moodys lang genug analysiert um das herauszufinden?

Account gelöscht!

13.07.2011, 08:19 Uhr

"copy&paste“ von den willkürlich manipulierenden rating-clonws. die haben das bestimmt bei von und zu gutti abgschaut. lächerlich.
irland sollte als anwort moody`s auf "junk" herabstufen.

Account gelöscht!

13.07.2011, 08:42 Uhr

7180/7200 (montag low, gestern high)sieht nach einem "pivot-point" aus. entweder knacken und rally oder eher mein tip, guter punkt zum shorten.

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