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26.01.2010

07:31 Uhr

Börse Frankfurt

Dax nach furioser Aufholjagd im Plus

Vier miese Handelstage hat der Dax hinter sich; auch heute sah es zunächst nicht gut aus. Doch dann, am Nachmittag, drehen die Kurse an der New Yorker Wall Street ins Plus. Der Dax zog mit und landete zum Handelsende in der Gewinnzone. Gute Quartalszahlen katapultierten die Siemens-Aktie an die Dax-Spitze.

Märkte zeigen Nerven: Die Bankenpläne des US-Präsidenten haben in den vergangenen Tagen die Nervosität an den Börsen spürbar gesteigert. Quelle: dpa

Märkte zeigen Nerven: Die Bankenpläne des US-Präsidenten haben in den vergangenen Tagen die Nervosität an den Börsen spürbar gesteigert.

HB FRANKFURT. Nach einer furiosen Aufholjagd schafft es der dax in die Gewinnzone. Eine deutlich verbesserte Stimmung unter den US-Verbrauchern hat dem Daxins Plus geschoben. Der Leitindex stoppte seine Talfahrt, auf die er sich bereits seit vier Handelstagen in Folge begeben hatte, und ging mit einem Plus von 0,67 Prozent auf 5 668 Zählern aus dem Tag. Stützend wirkten zudem positiv aufgenommene Quartalszahlen großer US-Konzerne. Der MDax stieg um 0,11 Prozent auf 7 557 Punkte. Der TecDax rückte um 0,15 Prozent vor auf 809 Zähler.

Vor allem das vom privaten Forschungsinstitut Conference Board in den USA ermittelte deutlich gestiegene Verbrauchervertrauen im Januar habe den Börsen Auftrieb gegeben, sagte Händler Stefan Söllner von der Postbank. "Allerdings hat sich das Bild am deutschen Aktienmarkt stark eingetrübt und die bislang vorgelegten guten Unternehmensberichte wirken sich kaum auf die Gesamtstimmung aus", sagte er und erinnerte daran, dass der Dax seit seinem Jahreshoch am 11. Januar zeitweise knapp neun Prozent verloren hat. "Vor allem die Pläne des US-Präsidenten zur schärferen Regulierung der Bankenlandschaft werden die Börsen in den nächsten Tagen und Wochen weiter stark beeinflussen."

Am deutschen Markt waren es in erster Linie die Quartalszahlen von Siemens , die den Markt bewegten. Der Mischkonzern hatte einen überraschend hohen Gewinn im ersten Geschäftsjahresviertel gemeldet, was die Aktie mit plus 5,14 Prozent auf 67,92 Euro an die Dax-Spitze katapultierte. Allerdings gab es seitens des Managements noch keine Einstimmung auf bessere Zeiten. Angesichts rückläufiger Umsätze und Aufträge erwägt der Konzern, in einigen Bereichen Stellen zu streichen.

Dass US-Investor Warren Buffett seinen Anteil am Rückversicherer Munich Re aufgestockt hat, ließ diese Aktie um 1,20 Prozent auf 109,80 Euro steigen. Gerüchte über einen Liefervertrag mit dem US-Technologiekonzern Apple sowie positive Geschäftszahlen von Texas Instruments und Siemens gaben Händlern zufolge dem Infineon-Titel Auftrieb. Das Papier stieg um 2,04 Prozent auf 3,89 Euro.

Schlusslicht im deutschen Leitindex war dagegen der Anteilsschein der Deutschen Börse mit minus 3,28 Prozent auf 49,25 Euro. Vorstandschef Reto Francioni hatte zum Jahresempfang des Konzerns am Montagabend gesagt, dass 2010 ein schwieriges Jahr werde und dass die Deutsche Börse daher ihre Kostendisziplin fortsetzen werde. Im MDax schlossen die Titel von Wincor Nixdorf bei 47,77 Euro. Sie wurden ex Dividende von 1,85 Euro gehandelt.

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