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24.07.2014

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax nähert sich der 9800-Punkte-Marke

Starke Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum heben die Stimmung an der Börse in Frankfurt. Trotz zum Teil schwacher Konjunkturdaten greifen die Anleger bei Aktien zu. Der Dax bleibt im Erholungsmodus.

Börse am Abend

Dax im Wechselbad der Gefühle

Börse am Abend: Dax im Wechselbad der Gefühle

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FrankfurtSchritt für Schritt geht es für Dax nach oben. Nach den leichten Gewinnen am Vortag konnte der Dax heute weitere 0,4 Prozent zulegen auf 9794 Punkten. Die zweite Reihe rettete ebenfalls ein kleines Plus ins Ziel. Der MDax schloss 0,5 Prozent fester auf 16.511 Punkten. Der TecDax ging mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 1272 Zählern aus dem Handel.

Zu Handelsanfang sah es allerdings alles andere als nach einem erfolgreichen Börsentag aus. Schwache Unternehmensbilanzen drückten den Dax ins Minus. Vor allem BASF sorgte für Enttäuschung. Erst mit der Veröffentlichung starker Konjunkturdaten aus dem Euro-Raum drehte die Stimmung an den Aktienmärkten.

Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft legte um 1,2 auf 54,0 Punkte zu, wie das Markit-Institut am Donnerstag zu seiner Firmenumfrage mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem stabilen Wert gerechnet. Das Barometer liegt damit nun deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie legte zu Beginn des dritten Quartals nur leicht zu – und zwar um 0,1 auf 51,9 Zähler. Das Barometer für die Dienstleister stieg um 1,6 auf 54,4 Zähler.

„Nach den enttäuschenden Einkaufsmanager-Indizes aus Frankreich hatten einige offenbar schlechtere Zahlen für die Euro-Zone befürchtet“, sagte ein Börsianer.

Unterbrochen wurde der positive Kursverlauf lediglich von durchwachsenen US-Börsen. Nach Eröffnung der Wall Street kam es vereinzelt zu Gewinnmitnahmen. Doch bereits vor Frankfurter Börsenschluss stabilisierten sich die Kurse in New York wieder. Am Abend notierte der Dow Jones bei 17.108 Punkten 0,1 Prozent im Plus. Der Nasdaq legte ebenfalls 0,1 Prozent zu, der S&P-500 stieg um 0,2 Prozent. Berauschende Facebook-Quartalszahlen haben die Aktien des sozialen Netzwerks und damit auch den S&P-500 angetrieben.

Bei den deutschen Einzelwerten sorgte BASF für lange Gesichter bei seinen Anlegern. Das Unternehmen steigerte zwar das operative Ergebnis, der bereinigte Nettogewinn blieb dagegen mit 1,54 Euro je Aktie hinter der Analystenprognose von 1,61 Euro zurück. Außerdem erteilte das Unternehmen Spekulationen auf weitere Aktienrückkaufe eine Absage. BASF-Papiere rutschten mit einem Minus von 1,5 Prozent an die letzte Stelle im Dax.

Auch bei der Deutschen Börse stimmen die Prognosen alles andere als zuversichtlich. Nach Einschätzung von Experten dürfte der maue Handel im zweiten Quartal deutliche Spuren in der Bilanz der Deutschen Börse hinterlassen haben. Vor allem wegen der andauernden Ukraine-Krise und der Fußball-WM blieben viele Investoren dem Handel fern. Die Anleger behielten dennoch einen kühlen Kopf. Am Ende ging die Deutsche Börse mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent aus dem Handel.

Die Dax-Favoriten von Max Otte

Allianz

- solides Basisgeschäft trotz Stagnation im Lebensversicherungsgeschäft
- gute Dividende
- niedrige Bewertung

Kurs-Gewinn-Verhältnis: 9,23
Kurs-Buchwert-Verhältnis: 1,35
Dividendenrendite: 4,08

Münchener Rück

- niedrige Bewertung
- hohe Insiderkäufe

Kurs-Gewinn-Verhältnis: 9,12
Kurs-Buchwert-Verhältnis: 1,11
Dividendenrendite: 4,46

BMW

- Dauerläufer
- weiter gutes Wachstumspotenzial

Kurs-Gewinn-Verhältnis: 9,23
Kurs-Buchwert-Verhältnis: 1,73
Dividendenrendite: 2,8

Eon

- niedrige Bewertung
- Umdenken der Politik bei der Energiewende

Kurs-Gewinn-Verhältnis: 14,62
Kurs-Buchwert-Verhältnis: 0,83
Dividendenrendite: 4,12

Starke Zahlen von Konkurrent Potash hat den Papiere von K+S einen Schub gegeben. Der weltgrößte Düngemittel-Produzent Potash hat trotz eines weiteren Gewinneinbruchs seine Prognose erhöht. Im zweiten Quartal verdiente der K+S-Konkurrent 472 Millionen Dollar und damit 27 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Da das Minus aber nicht so deutlich ausfiel wie befürchtet, erhöhte Potash am Donnerstag die Prognose für das Gesamtjahr. Wegen der niedrigen Preise für Kali ist die Nachfrage zuletzt wieder deutlich angezogen. Bei K+S fanden die Düngemittel reißenden Absatz. Die Nachfrage übertraf die Produktionskapazitäten, wie K+S Anfang des Monats bekanntgab. Auch Uralkali baute seinen Absatz aus. Die positiven Branchenaussichten schoben K+S rund 3,6 Prozent ins Plus.

Kommentare (31)

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Justus Weber

24.07.2014, 09:34 Uhr

Ich hoffe, meine Groupies verzeihen mir die Zurückhaltung in den letzten Tagen.

Neben dem Wundenlecken musste ich meiner Frau gestehen, dass ich mit der genialen Russland-Idee total daneben lag & unser Familienurlaub ausfällt. Abyssus abyssum invocat.

Wir haben uns dann alle vor meine Diplom-Urkunde im Wohnzimmer gesetzt & Geschichten über die Prekarier in Neukölln erzählt. Dann ging es uns wieder besser.

Contra torrentem!

Sergio Puntila

24.07.2014, 09:46 Uhr

Im Tao Te King findet sich:
"Die Tüchtigen nicht bevorzugen,
so macht man, daß das Volk nicht streitet.
Kostbarkeiten nicht schätzen,
so macht man, daß das Volk nicht stiehlt.
Nichts Begehrenswertes zeigen,
so macht man, daß des Volkes Herz nicht wirr wird."

In diesem Sinne einen erfolgreichen Handelstag allen Foristen hier.

Herr Toni Trapper

24.07.2014, 09:56 Uhr

(...)

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