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05.03.2013

15:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax nähert sich Rekordmarke

Die Aussicht auf eine anhaltende Politik des billigen Geldes hat die Märkte am Montag beflügelt. In Frankfurt legten alle wichtigen Indizes zu. Nachdem Allzeithoch des Dow nähert sich auch der Dax seiner Rekordmarke.

Händler an der Frankfurter Börse. dpa

Händler an der Frankfurter Börse.

FrankfurtDie Aussicht auf immer neue Wellen billigen Notenbank-Geldes gibt den Börsen weiter Auftrieb. Bei Handelsschluss notierte der Dax 2,3 Prozent fester bei 7870 Punkten und damit so hoch wie seit Anfang 2008 nicht mehr. Vom Allzeithoch von 8151 Zählern aus dem Jahr 2007 trennen den Leitindex nun noch etwas mehr als drei Prozent. Der MDax schloss 0,85 Prozent fester bei 13.314 Zählern, der TecDax ging mit einem Plus von 1,2 Prozent beziehungsweise 920 Stellen aus dem Handel.

Getragen von der Zuversicht der Anleger erreichte der Dow Jones kurz nach Börsenstart in New York einen neues Allzeithoch von 14.223 Punkten. Bei Handelsschluss in Frankfurt lag der US-Leitindex bei 14.274 Stellen. Die bisherige Höchstmarke von 14.198,10 Punkten hatte der Dow vor der Finanz- und Wirtschaftskrise am 11. Oktober 2007 erreicht.

Der weiterhin ungelöste US-Haushaltsstreit und die schwierige Regierungsbildung in Italien bremsten den Anstieg kaum. „Diese Probleme werden einfach verdrängt“, sagte ein Börsianer. Die Investoren konzentrierten sich allein darauf, für ihr Geld Gewinn bringende Anlagen zu finden. „Alternativen zu Aktien sind da dünn gesät“.

Anleger stützten ihre Spekulationen unter anderem auf Aussagen der Vize-Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen. Sie hatte am Montag betont, dass eine Fortsetzung der aggressiven Anleihe-Käufe ihres Hauses notwendig sei, weil die US-Konjunktur weiterhin schwächele. Der designierte Chef der Bank von Japan (BoJ), Haruhiko Kuroda, gilt ebenfalls als Verfechter einer ultra-lockeren Geldpolitik zur Ankurbelung der Konjunktur.

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Angesichts der drohenden Rezession in Großbritannien gehen Börsianer zudem davon aus, dass die Bank von England (BoE) nach ihrer Ratssitzung am Donnerstag neue Anleihe-Käufe ankündigen wird. Angesichts der durch die Geldschwemme steigenden Inflationsgefahren nahmen einige Investoren Kurs auf den „sicheren Hafen“ Gold. Das Edelmetall verteuert sich um 0,4 Prozent auf 1579,70 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

Zuversichtlich stimmte die Anleger in Frankfurt auch die Entwicklung im Dienstleistungssektor. Er bleibt nach wie vor der Motor der deutschen Wirtschaft. Bereits im dritten Monat in Folge konnte die Branche zulegen, teilte das Markit-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter 500 Unternehmen mit. Der Einkaufsmanagerindex fiel zwar um einen Punkt auf 54,7 Punkte. Er blieb damit aber deutlich über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Da auch die Industrie wieder im Plus ist, steht die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch Ende 2012 vor einem Comeback. Das Wachstum könne im ersten Quartal sogar so stark ausfallen wie seit dem ersten Halbjahr 2011 nicht mehr, sagte Markit-Ökonom Tim Moore.

Kommentare (40)

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Bylyt

05.03.2013, 07:39 Uhr

Es wird Zeit, die Aktien zu verkaufen. Was machen wir dann mit dem Geld?

Europaeer

05.03.2013, 08:16 Uhr

Zitat: Was machen wir dann mit dem Geld?

Ausgeben durch Konsum und/oder Spenden. Wo ist das Problem?

Milchschaumschluerfer

05.03.2013, 09:15 Uhr

Ich habe mir den Kommentar mal durchgelesen.

Was ist denn die Lösung? Der Autor weist auf viele "Probleme" hin, aber nennt keine Lösung.

Außerdem kann ich folgende Denkweise nicht nachvollziehen (Zitat):

Nun könnte man sich fragen, warum die großen Adressen nicht einfach eine gesunde Korrektur zulassen, um dann ein, zwei Wochen später auf “billigem” Niveau wieder zuzulangen. Nun, ganz einfach: Die wollen gar nicht billig einkaufen, die wollen da raus! Und sie wissen, dass in dieser Phase keine gesunde Korrektur möglich ist. Zitat Ende

Das Gros der institutionellen Anleger (und damit meine ich nicht die trainierten Trader-Affen) - also Pensionsfonds, Anlageverwalter für Kirche, Stiftungen etc., diese Anleger haben keine Option "alles zu verkaufen". Es gibt festgelegte Aktienquoten und die kann man eben nicht einfach so auf Null zurückfahren.

Der Privatanleger hat noch nie, zu keiner Zeit in Deutschland über seine Anlagen die Kurse groß bewegen können. Dafür sind die Volumina einfach zu klein.

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