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22.09.2016

18:37 Uhr

Börse Frankfurt

Dax nimmt deutliches Plus über die Ziellinie

Die weitere Aussicht auf billiges Geld beflügelt den deutschen Aktienmarkt und lässt den Dax mit einem deutlichen Zuwachs schließen. Alle 30 Titel gewinnen – und die vermeintlichen Sorgenkinder grüßen von oben.

Zentralbanken und Negativzinsen

Japan

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,0 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,1 Prozent

Schweiz

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): -0,75 Prozent (15.01.2016)

Einlagenzinssatz für Banken: gestaffelt -0,75 Prozent

Dänemark

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,05 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,65 Prozent

Schweden

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): -0,5 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,5 Prozent

Euro-Zone

Satz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte (Leitzins): 0,0 Prozent

Einlagenzinssatz für Banken: -0,4 Prozent

Düsseldorf/FrankfurtEin Börsentag ganz nach dem Geschmack der Anleger: Sie lassen sich am Tag nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed von der Euphorie über die andauernde Geldflut mitreißen und ebnen dem Dax den Weg zu einer starken Performance.

Bis zum Handelsschluss baute der Leitindex seinen Gewinn auf 2,28 Prozent aus und schloss bei 10.614 Punkten. Zwischenzeitlich knackte er sogar die Marke von 10.700 Punkten. „Der mit Spannung erwartete US-Zinsentscheid entpuppt sich als der erwartete Impulsgeber“, erklärte Gregor Kuhn vom Broker IG. „Wir werden uns noch länger in einem Umfeld niedriger Zinsen bewegen, entsprechend wird der Risikoappetit der Investoren anhalten“, sagte Vontobel-Portfoliomanager Christian Hantel.

Global Wealth Report: Die fetten Jahre sind vorbei

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Die fetten Jahre sind vorbei

Das weltweite Geldvermögen steigt weiter – wenn auch langsamer als zuvor.

Dank guter Vorzeichen aus den USA wagte sich der Dax bereits früh im Handelsverlauf aus der Deckung. Im Tagesverlauf ging es kontinuierlich weiter nach oben – erst am Nachmittag war eine gewisse Sättigung zu spüren. Anders als am Vortag hatte man aber nie das Gefühl, der Dax könnte einen Großteil seine eingeheimsten Gewinne wieder verlieren.

Marktbeobachter Jens Klatt sieht bereits das Jahreshoch in greifbare Nähe rücken: Im August hatte der Dax 10.802 Punkte erreicht. Anschließend kamen aber Sorgen auf, dass die Zeit des billigen Geldes zu Ende gehen könnte. Für die Börsen wäre das ein harter Einschnitt: Die mickrigen Zinsen auf Sparkonten und Anleihen treiben die Anleger seit Jahren in Aktien.

Angesichts der US-Zinsentscheidung zeigte sich auch der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen mit neuem Elan: Es ging 2,00 Prozent auf 21671 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax kletterte um 1,81 Prozent auf 1810 Punkte. Der EuroStoxx50 gewann 2,3 Prozent auf 3051 Zähler. Auch an den anderen Weltbörsen in Europa, Asien und den USA ging es teils kräftig nach oben.

An der Wall Street gingen die Kurse an der Technologiebörse Nasdaq auf Rekordkurs. Dow-Jones und S&P legten bis Handelsschluss in Europa jeweils rund 0,8 Prozent zu. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen wie Euro oder Yen widerspiegelt, verlor 0,5 Prozent auf 95,21 Punkte. Ein Euro kostete mit 1,1237 Dollar rund einen US-Cent mehr als unmittelbar vor Bekanntgabe der Fed-Entscheidung. Positive Signale kamen vom US-Arbeitsmarkt: Die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe fielen mit 252.000 geringer aus als von Analysten erwartet.

Kommentare (2)

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Herr Peter Delli

22.09.2016, 09:27 Uhr

Der Bullenmarkt läuft mittlerweile seit Frühjahr 2009.
Seit April 2015 geht es abwärts oder sehe ich das falsch ?

Account gelöscht!

22.09.2016, 16:10 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette

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