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06.01.2011

06:00 Uhr

Börse Frankfurt

Dax-Rally ohne Happy End

Der Dax legt deutlich zu, bremst aber den Höhenflug kurz vor Handelsende ab. Der Leitindex kann die 7 000 Punkte auch heute nicht halten. Der US-Arbeitsmarktbericht fiel nicht so gut aus wie erhofft und die Einzelhändler beklagen mäßige Umsätze. Aktien von Bayer führen den Index an.

Händler in Frankfurt: Konjunkturdaten bestimmen heute den Handel. dpa

Händler in Frankfurt: Konjunkturdaten bestimmen heute den Handel.

HB FRANKFURT. Am Ende hat es wieder nicht gereicht. Der Dax hat am Donnerstag nach zwei Verlusttagen zwar wieder in Folge wieder an seinen positiven Jahresauftakt angeknüpft. Bis zum Börsenschluss konnte der Dax die 7000 Punkte aber nicht halten. Der deutsche Leitindex kletterte um 0,60 Prozent auf 6981 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,44 Prozent auf 10 099 Punkte. Für den TecDax ging es um 0,71 Prozent auf 869 Punkte hinauf und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2008.

Börsianer sprachen von einem dünnen Geschäft wegen des Feiertags in einigen Bundesländern. Für Rückenwind sorgte laut Finanzberater Heino Ruland von Ruland Research ein verbessertes Geschäftsklima in der Eurozone im Dezember und vor allem ein unerwarteter Auftragsschub der deutschen Industrie im November. Kursverluste in den USA aber dämmten das Plus im Dax kurz vor Handelsschluss ein. Vor der Veröffentlichung des mit Spannung erwarteten, großen Arbeitsmarktberichtes am Freitag hielten sich die Anleger an der Wall Street mit Engagements zurück, hieß es von Börsianern.

Am deutschen Markt sanken die Aktien der Commerzbank nach einem "Handelsblatt"-Bericht um 1,73 Prozent auf 5,63 Euro. Demzufolge wird die Bundesregierung ihren Anteil an dem staatlich gestützten Institut voraussichtlich länger halten als bisher angenommen.

Die Aktien von Daimler hingegen waren mit einem Plus von 1,87 Prozent auf 54,60 Euro einmal mehr gefragt. Händler hoffen auf neue Aufträge aus China und das treibe die Branchenwerte an, sagten Börsianer. Derzeit besucht der chinesische Vizepremier Li Keqiang - der als Nachfolger von Wen Jiabao die Nummer eins in Peking werden könnte - Deutschland. An der Börse wird Händlern zufolge auf neue Großaufträge im Zusammenhang mit diesem Besuch spekuliert. Lufthansa - Aktien stiegen um 2,60 Prozent auf 17,39 Euro. Händler verwiesen vor allem auf die Tarifeinigung vom Vorabend mit dem Bodenpersonal der österreichischen Tochter Austrian Airlines, mit der ein Streik abgewendet wurde.

Im MDax ließ eine rückläufige Umsatzentwicklung die Titel der Baumarktkette Praktiker nur anfangs sinken. Dann drehten sie ins Plus und gewannen 1,10 Prozent auf 7,522 Euro. Die Aktien des Fernsehkonzerns ProSiebenSat.1 stiegen dank einer positiven Studie um 2,65 Prozent auf 23,815 Euro.

Der EuroStoxx 50 ging mit einem minimalen Plus von 0,09 Prozent auf 2836,23 Punkte aus dem Handel. In Paris und in London schlossen die Börsen im Minus. In den USA gab der Dow-Jones-Index zum Handelsschluss in Europa nach.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,60 (Vortag: 2,49) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,08 Prozent auf 124,73 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,21 Prozent auf 125,75 Punkte. Der Kurs des Euro gab etwas nach und notierte zuletzt bei 1,3018 US-Dollar. Die aktuell leichte Schwäche des Euro begründete Devisenexperte Stefan Schilbe von HSBC Trinkaus damit, dass die Konjunkturdaten aus den USA mehr positiv überrascht hätten als diejenigen aus der Eurozone. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,3091 (1,3213) US- Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7639 (0,7568) Euro.

Kommentare (2)

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aruba

06.01.2011, 08:18 Uhr

Guten Tag,.... ich hatte Sie belogen und versprochen im Jahre des Herrn 2011 artig zu sein. Dem ist nicht so;... ich mache es allen Andern nach und breche mein Wort.
Die Schweizer ( die vor keiner Sauerei zurueckschrecken ) wollen keine irischen Papiere mehr ? Die Amis frisieren hemmungslos Arbeitsmarktzahlen;... und in Deutschland nimmt der Aufschwung kein Ende. Erste Mondsuechtige haben schon von 8200 geredet. Warum zum Teufel soll ich mich an " mein dummes Geschwaetz von Gestern " erinnern und artig sein. Es wird in den naechsten Wochen furchtbar an der boerse scheppern,... So kraeftig, dass der Kanzlerin der Huefthalter an der Teflonbeschichtung abrutschen wird. Mittsammt XXL Aufschwung. Das wird kein schoenes bild. besten Dank

Haste mal 'nen Euro

06.01.2011, 18:55 Uhr

@aruba

Hoffentlich bleibt mir der Anblick des abrutschenden Hüfthalters erspart. Die Vorstellung hat bei mir sofort den Würgereflex ausgelöst. Ja und jetzt geht es auch mit dem Euro in die Richtung, wo wir dank Merkel und all den Politikern, die sich den einseitigen Deutschland-Aufschwung schönreden, hingehören. ich sehe es genauso. Es wird scheppern. Nur die Teflon-DDR-Staatsratsvorsitzende wird wieder eine der letzten sein, die das mitbekommt. in ihrem Hirn braucht es immer eine Weile länger, bis es in der richtigen Windung angekommen ist. ich wette auf den Euro-Absturz noch in diesem Jahr. Spätestens in 2012 laufen die Planungen zur Aufspaltung der Eurozone in die heiße Phase.

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