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02.09.2015

17:50 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rettet die 10.000 Punkte

In einem mäßig wechselhaften Handel fand der Dax am Mittwoch lange keinen klaren Trend. Am Ende siegten aber die Optimisten. Mit der Unterstützung vom US-Arbeitsmarkt verteidigt der Leitindex die 10.000-Punkte-Marke.

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FrankfurtDer Dax hat zur Wochenmitte keine eindeutige Richtung gefunden. Nach herben Dienstagsverlusten optimistisch gestartet, pendelte der Leitindex ab dem Nachmittag durch den Frankfurter Handel. Am Ende setzen sich die Bullen durch, wohlgemerkt im Fliegengewicht. Der Dax beendete den Mittwoch 0,3 Prozent fester bei 10.048 Zählern. Die Zweifel an Chinas Konjunktur blieben weiterhin belastend, rückten aber angesichts frischer US-Arbeitsmarktzahlen etwas in den Hintergrund.

Denn aus New Jersey kam am Nachmittag der monatliche Arbeitsmarktbericht von ADP. Laut der Studie des privaten Arbeitsvermittlers schuf die US-Wirtschaft im August 190.000 neue Arbeitsplätze, statt der prognostizierten 200.000 Stellen. Die Zahlen waren also mittelmäßig ausgefallen, was die Anleger letztlich freute, nimmt dies doch voraussichtlich den Druck von der Federal Reserve, ihre Geldpolitik unmittelbar zu korrigieren. Größere Gewissheit bietet aber erst der offizielle Arbeitsmarktbericht des Arbeitsministeriums, der am Freitag in Washington ansteht. Vom privaten ADP-Bericht lassen sich der Regel nach eindeutige Rückschlüsse auf das offizielle Papier ziehen.

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Die Zahlen sind deswegen so wichtig für die Börsianer, weil die US-Notenbank ihre Geldpolitik maßgeblich von der Beschäftigungsentwicklung in den Staaten abhängig macht. Sollten die Zahlen für den August weit besser ausfallen als erwartet, wird sich der Druck auf die Federal Reserve weiter erhöhen. Dementsprechend zufrieden reagierte auch die Wall Street. Der Dow-Jones-Index erholte sich zum Frankfurter Handelsschluss um 0,8 Prozent bei 16.194 Punkten.

Zuletzt hatten die amerikanischen Währungshüter wegen der globalen Börsenturbulenzen im vergangenen Monat zwar etwas Spielraum zurückgewonnen, doch die Zinswende rückt näher. Die erste Erhöhung der richtungsweisenden Leitzinsen seit der Finanzkrise wird noch im Laufe des Jahres kommen, davon sind die Märkte größtenteils überzeugt. Die Börsianer sind sich nur nicht sicher, wann. Und mit jeder Sitzung des Ausschusses, in der die Entscheidung gegen eine Erhöhung fällt, erhöht sich die Spannung vor der kommenden Sitzung. Die nächste Runde ist für den 17. und 18. September anberaumt.

Fed-Chefin Janet Yellen achtet gemäß ihres Auftrags penibel auf die Konjunktur der USA. Ein zu frühes Anziehen der Zinsen könnte der US-Wirtschaft, die wieder auf Wachstumskurs ist, einen nicht unerheblichen Dämpfer verpassen. Vor allem in Zeiten nervöser Märkte, wie sie zurzeit auftreten, könnte eine frühe Erhöhung für Turbulenzen sorgen. Deshalb hatten selbst Falken, sprich die Befürworter einer strafferen Geldpolitik, zur Vorsicht gemahnt, wobei das vielköpfige Fed-Führungsgremium für eine Überraschung gut bleibt. Zuletzt sprach sich der stimmberechtigte Chef der Fed-Filiale aus St. Louis, James Bullard für eine erste Erhöhung schon im September aus.

Und die Nervosität bleibt den Märkten erstmal erhalten; nicht nur wegen der Geldpolitik in den USA, sondern auch – und vor allem – wegen der größer werdenden Fragezeichen in Sachen China. Die globale Wachstumslokomotive aus Fernost hatte auch gestern enttäuschende Konjunkturdaten geliefert und wiederholt für starke Verkäufe gesorgt. In Frankfurt hatte der Dax knapp zweieinhalb Prozent abgeben müssen. Auch im Mittwochshandel gaben die Kurse weiter nach, wenn auch nicht mehr so drastisch. Der wichtige Shanghai Composite verlor 0,4 Prozent bei 3155 Zählern. Die leichte Beruhigung färbte auf die Frankfurter Kurse ab.

Kommentare (6)

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Herr Tom Bauer

02.09.2015, 11:13 Uhr

Ein zusätzlicher Blick auf den Kursdax sei empfohlen.
Wir befinden uns hier auf dem Niveau von Anfang 2014, bzw. immer noch ca. 20 % unterhalb des Tops aus 2001.
Fundamentale Übertreibung sieht anders aus und zwar in beide Richtungen.

Mal schauen zu was die Psychologie so führt...

Herr Peter Spiegel

02.09.2015, 11:27 Uhr

Minus 30% für die Euro-Abwertung, 60% der Anleger sind angeblich von Auswärts.

Herr Tom Bauer

02.09.2015, 12:12 Uhr

Die Euroabwertung führt andereseits auch zu besseren Geschäftsergebnissen bei den Exportwerten.
Langristig wird das aber sowieso nivelliert oder befürchten Sie den Ausstieg auswärtiger Investoren aus Gründen Euroabwertung und verbundener Kursrisiken bei Aktien?

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