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25.09.2013

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rettet einen Punkt ins Plus

Europas Anleger bleiben auch zur Wochenmitte auf der Hut. Der deutsche Aktienindex schloss kaum verändert. Die schleppende Regierungsbildung in Berlin sowie die Unsicherheit über den US-Haushalt sorgen für Unmut.

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FrankfurtAnleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Mittwoch lustlos gezeigt. Der Dax schloss am Mittwoch mit 8665 Punkte und somit einen Punkt höher als am Vorabend. Viele Anleger verfolgen nicht nur die schleppende Regierungsbildung in Berlin mit Argusaugen. Auch die Unsicherheit über den Haushaltsstreit in den USA - der weltweit größten Volkswirtschaft - schlage vielen Anlegern auf den Magen, erklärten Händler.

In der zweiten Liga schloss der MDax zur Wochenmitte mit einem minimalen Anstieg von 0,1 Prozent auf 14.997 Punkte, der TecDax lag zum Handelsschluss bei 1078 Punkten, er stieg um 0,6 Prozent. Der EuroStoxx50 beendete den Tag bei 2925 Punkten.

Sollte sich der Kongress nicht auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen, droht den USA Mitte Oktober die Zahlungsunfähigkeit. Angesichts der verhärteten Fronten zwischen Demokraten und Republikaner seien die Sorgen vieler Anleger um eine Einigung auf eine konjunkturverträgliche Refinanzierung der US-Schulden berechtigt, hieß es bei mehreren Banken. "Dass sie den Karren aber so richtig vor die Wand fahren, kann sich niemand hier vorstellen. Da wird es in letzter Minute sicher wieder eine Einigung geben - wie schon früher", fasste ein Börsianer zusammen.

Positiv wurde an der Wall Street der leichte Anstieg der Auftragseingänge für langlebige Güter im August aufgenommen, da Analysten mit einer Stagnation gerechnet hatten.

Bei den Einzelaktien brachten Spekulationen auf neue Abschreibungen die Commerzbank-Aktien stark unter Druck. In der Spitze verloren die Titel 6,7 Prozent auf 8,72 Euro, womit sie im Dax die rote Laterne hielten. Analysten zufolge hatte Vorstandschef Martin Blessing bei einem Abendessen mit Investoren vor einer Konferenz von BofA/Merrill Lynch gesagt, dass bis zum Jahresende keine weiteren Verkäufe zu erwarten seien, auch nicht im Schiffsbereich.

"Die Bank scheint mit ihren Aufräumarbeiten keine Eile zu haben, oder so sieht es zumindest aus", erklärten die Analysten von JP Morgan. Das sei nicht gerade ermutigend. Die Commerzbank kündigte für den Nachmittag die Veröffentlichung der Präsentation im Internet an, wollte die Spekulationen aber nicht kommentieren. Aussagen der Deutschen Bank, wonach die Einnahmen im Anleihen-Geschäft im dritten Quartal deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen dürften, drückten die Aktien von Frankfurts größtem Geldhaus um bis zu 2,7 Prozent auf 34,51 Euro.

Weit oben auf den Verkaufslisten der Händler standen auch erneut die Aktien von K+S, die zwei Prozent einbüßten. Börsianern zufolge stellten sich Investoren auf sinkende Kali-Preise und damit absehbar schlechtere Geschäfte im Düngemittelbereich ein.

Kommentare (33)

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Sponsored_by_Bernanke

25.09.2013, 07:43 Uhr

Don't worry, be happy. FED und US-Schuldenstreit werden bald nach etwas traderfreundlichen Hin und Her vom Tisch sein.

Schön wäre noch der ein oder andere Rücksetzer zum günstigen Einstieg (nicht in Calls, sondern Aktien oder ETFs) bevor wir die US-Indizes und europäischen Börsen auf neuen ATHs sehen.

Dow20000

25.09.2013, 07:50 Uhr

Sehe ich ähnlich. Tapering ist genauso wahrscheinlich geworden wie dass die USA eines Tages schuldenfrei sind.

Zumindest während seiner Amtszeit wird Bernanke sich das nicht mehr antun:

"Bernanke's term is up in January [and] for him to taper [it] would be a major shift or policy change that he would lock his successor into; it's not logical."

Programmierer

25.09.2013, 07:57 Uhr

Man musste nur gestern kurz vor 22 Uhr voll auf Long setzen. Heute ist zumindest das gestrige Tageshoch nach Börsenschluss sicher. Alles System

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