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13.05.2013

18:27 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rettet sich ins Mini-Plus

Die Aktienmärkte sind schnell gestiegen. Jetzt legt der deutsche Leitindex eine Pause ein. Dennoch fürchten die Experten keinen größeren Kursrutsch. Die Aktie der Commerzbank geriet wegen der Kapitalerhöhung unter Druck.

Börse Frankfurt: Das "billige Geld" treibt die Kurse. Reuters

Börse Frankfurt: Das "billige Geld" treibt die Kurse.

FrankfurtDer Dax hat seine Rekordjagd am Montag unterbrochen. Nachdem er gegen Mittag auf 8.217 Zähler gefallen war, rettete er sich zum Handelsschluss mit einem kleinen Plus von 0,1 Prozent auf 8.279 Punkte. Gestützt wurden die Märkte am Nachmittag von Einzelhandelsdaten aus den USA: Dort stiegen die Umsätze im April um 0,1 Prozent, während Analysten mit einem Rückgang gerechnet hatten.

Die Aktienmärkte seien zu schnell zu stark gestiegen, sagte Anlage-Stratege Ishaq Siddiq vom Brokerhaus ETX Capital. "Darum ist die Verlockung groß, Gewinne mitzunehmen. Vor allem, weil es an frischen Impulsen mangelt." Ein Aktienhändler betonte jedoch, dass ein größerer Kursrutsch nicht zu befürchten sei. Viele Anleger warteten nur auf eine Gelegenheit, um in den Markt einzusteigen.

Die überraschend schwache chinesische Industrieproduktion drückte auf die Stimmung. Sie wuchs im April im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar um 9,3 Prozent. Analysten hatten im Schnitt aber ein Plus von 9,5 Prozent vorausgesagt.

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Am Devisenmarkt fiel der Euro wegen erneuter Zinssenkungsspekulationen zwischenzeitlich auf bis zu 1,2945 Dollar und notierte am Abend bei 1,2977 Dollar. Im Gegenzug legte der Bund-Future um bis zu 41 Ticks auf 145,07 Punkte zu. Italiens Notenbankchef und EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco hatte sich in einem TV-Interview für einen negativen Einlagenzins ausgesprochen. Dies wäre quasi Strafzins für Banken, die Geld lieber bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken als es in Form von Krediten an Firmen weiterzureichen. Notenbank-Chef Mario Draghi hatte bei der Zinssenkung von Anfang Mai einen solchen Schritt angedeutet.

Unterdessen setzte die japanische Währung ihre Talfahrt fort. Der Dollar legte bis auf 102,14 Yen zu und war damit so teuer wie zuletzt im Oktober 2008. Händlern zufolge sehen sich Investoren nach dem G7-Treffen vom Wochenende darin bestätigt, dass die ultralockere Geldpolitik der japanischen Notenbank anhalten wird. Im Handelsverlauf beruhigten sich die Kurse bei Euro und Yen aber merklich.

Kommentare (22)

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Paulchen

13.05.2013, 07:21 Uhr

Heute Korrektur!

Fallobst

13.05.2013, 09:02 Uhr

Du kannst es echt nicht lassen, oder?:-)

Aber heute hast Du, glaube ich, recht. Es regnet und das heisst ja fallender Dax.

Minoritaet

13.05.2013, 09:06 Uhr

Im Grunde genommen, möchte nur die Minderheit weiter steigende Kurse. Das Gros ist nicht investiert bzw. wartet schon seit dem Stand von 6000 auf eine günstige Einstiegschance oder ist davon überzeugt, dass es aus fundamentalen/rationalen Gesichtspunkten eine überfällige Korrektur geben muss. Die professionellen Marktteilnehmer, die nur darauf warten beim Abverkauf Kasse zu machen, lasse ich jetzt mal aussen vor.

Von daher, lieber Dax, sei kein Spielverderben und gönn Dir mal eine wohlverdiente Pause.

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