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04.02.2015

17:50 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rettet sich ins Plus

Mit einem Schlussspurt wuchtet sich der Dax auf einen neuen Schlussrekord. Danach hatte es während des gesamten Handelstag jedoch nicht ausgesehen. Die Griechenland-Verhandlungen ließen viele Anleger in Deckung gehen.

Börse am Abend

Dax schafft Dreh im letzten Moment

Börse am Abend: Dax schafft Dreh im letzten Moment

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FrankfurtWie wird es mit Griechenland weitergehen? Auf diese Frage wird es wahrscheinlich auch in den nächsten Tagen keine Antwort geben. Bisher versucht das krisengeplagte Land die Rückzahlungen der Kredite neu auszuhandeln. Die Erfolge halten sich bisher aber noch in Grenzen.

An der Börse agierten die Marktteilnehmer heute daher vorsichtiger als in den Tagen zuvor. Vor dem Hintergrund der zähen Verhandlungen zwischen Griechenland und den internationalen Geldgebern, erscheint einigen Anlegern nun der jüngste Aufwärtstrend des Leitindex übertrieben. Dennoch gelang dem Dax der dritte Schlussrekord in Folge. Am Ende ging der Leitindex mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 10.911 Punkten aus dem Handel.

Die Deutschen und Aktien

Spekulationsobjekt

Eine aktuelle Studie der Direktbanken zeigt, dass Aktien von Privatanlegern weiterhin als extrem risikobehaftet wahrgenommen werden. Für 46 Prozent der Befragten ist die Aktie ein „rein spekulatives“ Anlageinstrument.

Quelle: „Aktion pro Aktie “

Geldanlage für Reiche

Eine Aktie ist für über die Hälfte der befragten Personen nur etwas für vermögende Investoren. 51 Prozent sind der Auffassung, dass eine Aktieninvestition nur für reiche Personen lukrativ ist.

Sicherheitsorientiert

Wenn sich deutsche Anleger für eine Investition in Aktien entscheiden, legen sie weiterhin den Fokus auf Sicherheit. 71 Prozent investieren konservativ und sicherheitsorientiert in Aktien.

Langfristige Wertsteigerung

Aktienkäufer in Deutschland lassen sich nicht von dem täglichen Auf-und Ab an den Märkten verführen. Sie hoffen auf eine langfristige Wertsteigerung. Die Studienergebnisse zeigen, dass 74 Prozent der Probanden höchstens zweimal im Jahr handeln.

Davor jedoch machte sich ein deutlicher Stimmungsdämpfer bemerkbar. Die Verhandlungen rund um die Schuldenrückzahlungen Griechenlands dämpft bei vielen Anlegern derzeit den Risikoappetit. Einzig die EZB-Geldschwemme hält die Investoren an den Börsen.

Der Dax war nach der Ankündigung der EZB Wertpapierkäufe in Billionenhöhe zu tätigen um 5,7 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 10.985 Punkte gestiegen. Seit Jahresbeginn kommt er auf ein Plus von rund elf Prozent. „Vor allem, wenn man bedenkt, dass es keine Garantie dafür gibt, dass die geplanten Wertpapier-Käufe der EZB die Euro-Zone tatsächlich wieder auf Kurs bringen“, sagt Markus Huber vom Brokerhaus Peregrine & Black.

Dax im Rekordhoch

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Das vom griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis skizzierte Umschuldungsmodell stößt bei Vertretern der Euro-Zone auf Vorbehalte. Die neue griechische Regierung sucht daher mit immer neuen Vorschlägen einen Ausweg aus der Schuldenmisere. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ schwebt ihr vor, Darlehen in Beteiligungen an griechischen Banken zu tauschen.

Den Deutschen versprach Varoufakis vor seinem Besuch bei seinem Kollegen Wolfgang Schäuble am Donnerstag in Berlin ein Ende der Schuldenpolitik. „Griechenland wird – abzüglich der Zinsausgaben – nie wieder ein Haushaltsdefizit vorlegen. Nie, nie, nie!“, sagte er der Wochenzeitung „Die Zeit“. Regierungschef Alexis Tsipras machte auf der Suche nach Verbündeten Station in Brüssel und wurde dann in Paris erwartet.

Mittlerweile hat die neue griechische Regierung auch Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgenommen. Das sagte Yanis Varoufakis der italienischen Zeitung „La Repubblica“ vom Mittwoch. Es geht darum, aktuelle griechische Anleihen in Besitz des Fonds in solche zu tauschen, deren Rückzahlung an Wachstumsmarken gekoppelt sind. Varoufakis sagte der Zeitung darüber hinaus, er sei zuversichtlich, dass das Schuldenproblem seines Landes gelöst werde und habe eine positive Reaktion dazu bei seine Gesprächen mit Investoren in London am Montag erhalten.

Kommentare (77)

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alex fiftyfour

04.02.2015, 07:50 Uhr

Das ist doch kein Angriff auf die 11.000 sondern nur eine Stufe die zu nehmen ist auf der 20.000er Treppe.
Aktien sind alternativlos.

Juan Garcias

04.02.2015, 08:24 Uhr

Funktioniert die mediale Gehirnwäsche bei Ihnen oder gibt es dafür nachvollziehbare Gründe?

Die Kernfrage ist doch, wieviel der QE-Rallye bereits vorweggenommen wurde. Natürlich neigt die Börse zu Übertreibungen in beide Richtungen, aber wer kommt denn jetzt Ihrer Meinung nach noch als Käufer in den Markt?

Account gelöscht!

04.02.2015, 08:41 Uhr

Gäbe es den Spam-Button noch hätte ich ihn bei Ihrem unsäglichen Kommentar gedrückt.

Jemanden Gehirnwäsche zu unterstellen.....nur weil er die Marktlage,anscheinend besser als Sie richtig einschätzt.

Hatten wir das mit QE nicht schon bei der 8.000.
Da gab es hier auch einige Experten die schon die 5.000 sahen.
Sie haben anscheinend die wirtschaftlichen Zusammenhänge und die Entwicklungen an der Börse nicht verstanden.
Daher war es für Sie bestimmt nicht möglich an dem Aufstieg der letzten Jahre zu partizipieren.
Schade,hätten Sie Qualitätsaktien, wie ich das seit Jahren mache,regelmäßig ins Depot gelegt,dann müßten Sie jetzt nicht solche Kommentare schreiben.

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