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03.02.2011

06:17 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rettet sich ins Plus

Der Dax schließt knapp im Plus - jetzt fehlen nur noch wenige Punkte bis zur Marke von 7200 Zählern. Einer der Gewinner war die Aktie der Deutschen Bank. Auf den ersten Blick fielen die Zahlen der Bank zwar schwach aus, bei genauerem Hinsehen sah es aber gar nicht so schlecht aus. Die Unruhen in Kairo wirkten sich vor allem auf den Ölmarkt aus.

HB FRANKFURT. Die Angst vor einer weiteren Eskalation der Auseinandersetzungen in Ägypten hat am Donnerstag die Anleger am deutschen Aktienmarkt gelähmt. Viele hielten sich zurück, so dass der Dax kaum von der Stelle kam. Kurz vor Handelsschluss drehte er aber leicht ins Plus und beendete den Tag 0,1 Prozent fester bei 7193 Punkten.

Das Handelsvolumen im Dax fiel auf 105 (Mittwoch: 114) Mio. Aktien. Der Umsatz sank auf rund 3,4 (vier) Mrd. Euro.

Die US-Börsen lagen bei Handelsschluss in Europa im Minus. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,2 Prozent, der S&P 500 um 0,3 Prozent. Der Nasdaq-Composite gab ebenfalls um 0,3 Prozent nach.

In Kairo liefern sich seit Mittwoch Anhänger und Gegner des Präsidenten Husni Mubarak heftige Straßenschlachten. Anleger fürchten, dass die Proteste auf ölexportierende Länder der Region übergreifen, die Transportwege bedrohen und damit die Ölversorgung gefährden könnten. "Das meiste der Auswirkungen dürften wir aber schon hinter uns haben", sagte Cognitrend-Analystin Christin Stock zu Reuters Insider TV. Die Unsicherheit dürfte sich nun eher in Einzelbereichen wie dem Ölmarkt bemerkbar machen.

Der Preis für ein Fass Nordseeöl der Sorte Brent zog zeitweise um rund einen Dollar auf 103,37 Dollar je Barrel an und notierte damit so hoch wie seit dem 26. September 2008 nicht mehr. "Damit könnten die Inflationsgefahren steigen", erklärte ein Händler.

Wenig Auswirkungen auf den Aktienmarkt hatten die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet. Im Vergleich zum Januar sei keine verschärfte Tonart des EZB-Chefs zu erkennen, kommentierte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Somit gebe es auch keinen Grund für weiter zunehmende Zinserwartungen im Euroraum. Die EZB beließ den Leitzins wie erwartet bei einem Prozent.

Auf der anderen Seite des Atlantiks dürfte US-Notenbankchef Ben Bernanke Analysten zufolge am Abend bekräftigen, dass für die Fed weiterhin die Ankurbelung der Konjunktur Vorrang hat.

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