Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.09.2011

17:58 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rettet sich ins Plus

Die Angst an den Märkten hat wieder zugeschlagen, doch der Dax konnte sich, gestützt von den Bankenwerten, einen moderaten Gewinn erkämpfen. Ein dauernder Aufwärtstrend ist jedoch noch nicht in Sicht.

Börse Frankfurt: Der Dax schaffte am Ende noch die Wende ins Plus. dapd

Börse Frankfurt: Der Dax schaffte am Ende noch die Wende ins Plus.

FrankfurtDer Dax hat zum Ende einer von der Schuldenkrise dominierten, tiefroten Woche ein moderates Plus eingefahren. Der Leitindex stieg am Freitag um 0,63 Prozent auf 5196 Punkte, nachdem er im Handelsverlauf zeitweise noch unter die Marke von 5000 Punkten gesackt war. Auf Wochensicht steht ein Minus von 6,76 Prozent zu Buche. An den beiden vorangegangenen Handelstagen hatte der Dax angesichts von Sorgen um eine mögliche Staatspleite Griechenlands besonders herbe Kursverluste erlitten. Der MDax sank indes am Freitag um 1,03 Prozent auf 8146 Punkte, der TecDax büßte 0,15 Prozent auf 653 Punkte ein. 

Dass es im späten Handel mit den Kursen nach oben ging, führte ein Börsianer auf Gerüchte um ein neues Rettungsprogramm für die französischen Banken zurück. Ungeachtet dessen beschrieben Marktteilnehmer die Grundstimmung weiter als nervös. Die Mehrheit der Investoren mache sich auf eine erste Staatspleite in Europa gefasst.

Öl ins Feuer goss der niederländische Notenbankchef Klaas Knot, der eine Pleite Griechenlands nicht mehr ausschließt. „Dies ist eines der Szenarien“, sagte das Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) in einem Interview mit der niederländischen Wirtschaftszeitung „Het Financieele Dagblad“. Auch der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos soll griechischen Medienberichten zufolge erstmals über eine geordnete Umschuldung gesprochen haben.

Der Tag an den Märkten (Stand 18:00 Uhr)

Dax

+ 0,6 Prozent

Euro-Stoxx 50

+ 0,7 Prozent

Dow Jones

+ 0,3 Prozent (20.10.)

Nikkei

- 0,04Prozent

CSI300

- 0,5 Prozent

Euro

1,3774 Dollar (+ 0,01 Prozent)

Öl (Brent Barrel)

110,47 Dollar (- 0,3 Prozent)

Gold

1.621 Dollar (+ 0,2 Prozent)

Die Situation am Vormittag mit enormen Verlusten wurde mit zunehmender Unsicherheit begründet. „Die Stimmung ist einfach schlecht im Moment, keiner weiß, was Sache ist und da werden risikobehaftete Anlagen wie Aktien verkauft“, sagte Tobias Basse, Marktstratege bei der NordLB. „Und dann kam die Fed noch mit „Twist II' und den Aussagen zur Konjunktur zu einem falschen Zeitpunkt. Das hat den Markt sehr verunsichert.“

Am Vortag war die geplante Verlagerung des Schwerpunkts bei den Anleihe-Käufen der US-Notenbank von Investoren mit Enttäuschung aufgenommen worden. Außerdem hatte die Fed sich pessimistisch über die Aussichten der US-Wirtschaft geäußert.

Kommentare (83)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

23.09.2011, 07:28 Uhr

heute wird zurückgeschlagen, nachdem ich gestern mein daily-loss-limit schon am frühen nachmittag gerissenen hab :-(
auffallend ist, dass der fdax gestern nach 2015h kein neues low des dows mehr confirmed hat. und davon gab es ja um 2106h und das absolute tageslow um 2125h immerhin noch 2 weitere. die 140 pt rally in den letzten 35 dow-min. gestern abend, lässt die heutige eröffnung erstmal relativ relaxed angehen, also ohne ein mega-gap (offen weiterhin ist das vom 21/09. bei 5434, und das only kassa-gap bei 5572 vom 20/09).
1. unterstützung bieten die gestrigen lows bei 5136 und 5108 . 1. widerstand ist zu erwarten in dem bereich 5190/4-5207/8 (sk 09/09, 06/09, lows 05/09), dann 5246 (sk 05/09), danach 5277 (low 07/09) und 5290/13-5308/14 (high 22/09, low 08/09).
happy trading :-)

Neutral

23.09.2011, 07:56 Uhr

Verhaltene abwartende Tendenz, denn keiner moechte sich ueber das Wochenende auf der falschen Seite sehen. G20 tagt und es wird bestimmt noch ein Zusatzstatement zu dem gestrigen erfolgen. Die US Futures sind schon die letzten Stunden im gruenen Bereich, Oel kommt auch wieder uebe die 80 USD - hoffen wir mal auf ein "Verschnaufen". Kann jedoch jederzeit passieren, dass so ein Politkasperl mal wieder "Dampfplaudert" oder Geruechte gestreut werden. Die Boerse ist so nervoes, dass wenn ein Mehlsack in China umfaellt, es Turbulenzen ausloest.

Schlaumeier

23.09.2011, 08:00 Uhr

Nach dem schwarzen Donnerstag, kommt der schwarze Freitag, dann der schwarze Montag usw.. Nur noch schwarze Tage. Es wird Herbst. Erst Rezession, dann Depression. Das hat Schlaumeier, ohne Analystenteam, schon vor Monaten gesagt, und recht behalten. Deshalb auf Schlaumeier hören.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×