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05.03.2014

14:19 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rutscht am Abend ins Minus

Kurz vor Handelsschluss ist der Dax um mehr als 50 Punkte eingebrochen. Lastet die Krise in der Ukraine am Ende doch mehr auf der Stimmung als gedacht? Anleger jedenfalls haben aus Verkäufen Gewinne mitgenommen.

Blick in den Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse. dpa

Blick in den Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse.

FrankfurtNach den zuletzt heftigen Kursausschlägen hat sich der Dax am Mittwoch beruhigt und etwas schwächer geschlossen. Der deutsche Leitindex verabschiedete sich 0,49 Prozent tiefer bei 9542,02 Punkten aus dem Handel. Zum Wochenauftakt war er wegen der Krim-Krise um knapp dreieinhalb Prozent abgesackt, hatte sich am Dienstag aber deutlich erholt, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin erklärt hatte, er sehe bisher keine Notwendigkeit für einen Militäreinsatz in der Ukraine.

Besser als der Dax hielten sich am Mittwoch die Nebenwerte-Indizes: Der MDax schloss 0,09 Prozent fester bei 16 840,87 Punkten und der TecDax gewann 0,44 Prozent auf 1281,32 Punkte.
Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung in der Ukraine hält den Dax im Griff. Der Frankfurter Leitindex fiel um 0,2 Prozent auf 9569 Punkte. Der Euro Stoxx 50 notierte kaum verändert bei 3137 Zählern.

Kurzzeitig hatten überraschend starke Konjunkturdaten die Indizes ins Plus drehen lassen. Die Geschäfte der Dienstleister in der Euro-Zone wuchsen im Februar so kräftig wie seit fast drei Jahren nicht mehr. "Insgesamt untermauern die Einkaufsmanager-Indizes das grundsätzlich positive Wachstumsszenario in der Eurozone", sagte Helaba-Analyst Ulrich Wortberg.

Am Vortag hatte noch die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung der Krim-Krise die Aktienkurse weltweit kräftig angetrieben. "Die Märkte sind weiter sehr anfällig für größere Kursverluste, sollte die Lage in der Ukraine eskalieren", sagte Marktstrategin Brenda Kelly von IG Markets.

Dennoch bleiben technische Analysten, die nur auf Kursbilder schauen, optimistisch: Christoph Geyer von der Commerzbank hält einen Anstieg des Dax auf neue Hochs für möglich, die Marke von 10.000 Punkten bleibe also in Reichweite. Positiv sei, dass das jüngste Tief über dem vorhergehenden Rücksetzer gelegen haben.

Von einem neuen Rekord dürften viele Anleger gar nichts mitbekommen. Immer weniger Deutsche legen ihr Geld in Aktien an. Allein im vergangenen Jahr trennten sich rund 600.000 Menschen von ihren Aktien oder Aktienfonds, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) am Mittwoch mitteilte.

Damit seien nur noch 8,9 Millionen Deutsche direkt oder indirekt in Aktien engagiert. Das seien 13,8 Prozent der Bevölkerung nach 14,7 Prozent ein Jahr zuvor. DAI-Chefin Christine Bortenlänger beobachtet die Abkehr von den Börsen mit Sorge: „Ohne Aktien verzichten Anleger auf eine langfristig stabile Rendite über der Inflationsrate und damit auf die Chance, höhere Sparerfolge zu erzielen.“

Kommentare (3)

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05.03.2014, 17:40 Uhr

Klaro, Dax geht auf 10000, wissen wir u. erkennen das glasklar daran, dass er ständig weiter zurückfällt, Lach.
Dass er so langsam fällt, erklärte ein Analyst heute so: De facto verkaufen die Großen bereits große Stückzahlen, locken aber die Kleinen weiter rein. Effekt: Dax fällt, Da die "Kleinen" aber nicht so hohe Stückzahlen kaufen, gehts immer wieder ein klein wenig hoch, bis die Großen wieder aussteigen. Deshalb der Salami-Effekt.

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05.03.2014, 18:38 Uhr

Draghi ist für mich unberechenbar. Sollte er wirklich die Zinsen senken oder ein neues QE starten, dann sehen wir die 10000 schneller als man denkt. Ob das nachhaltig ist und wie schnell wir dann von dort wieder fallen, steht woanders geschrieben.

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05.03.2014, 18:47 Uhr

Quatsch- Draghi senkt die Zinsen nicht.Das Thema hatten wir hier schon am letzten Freitag ausdiskutiert.
Heute gab der Index nach, weil Kiew,ähnlich wie vorgestern ,wieder mit Falschmeldungen arbeitet.Heute hieß es,Bewaffnete hätten den UN-Gesandten festgesetzt-eine Lüge,am Montag,die Russen hätten den Ukrainern ein Ultimatum gestellt-wieder eine Lüge.Jedesmal ging es dann abwärts,ich wette mit solchen Falschmeldungen macht die neue Regierung in Kiew Shortgeschäfte über Strohmänner.

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