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12.08.2016

17:45 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rutscht ins verdiente Wochenende

Nach einer starken Woche und dem gestrigen Jahreshoch war am Freitag die Luft raus. Der Leitindex beendet mit leichten Verlusten den Handel. Selbst ein steigender Euro beeindruckte den Aktienmarkt nicht.

Börse am Abend

Dax erreicht wieder eine starke Woche

Börse am Abend: Dax erreicht wieder eine starke Woche

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DüsseldorfDer Dax hat am Freitag einen Gang zurückgelegt. Am gestrigen Donnerstag hatte das wichtigste Marktbarometer der Bundesrepublik seine Sommerrally mit einem neuen Jahreshoch gekrönt. Tags darauf kam es erwartungsgemäß zu Gewinnmitnahmen. Den Anlegern scheint nach einer starken Woche – auf Wochensicht bleibt ein Dax-Plus von 3,3 Prozent – die Luft auszugehen. Der Leitindex schloss 0,3 Prozent leichter bei 10.713 Punkten. Daran konnte auch das deutsche Wirtschaftswirtschaftswachstum nichts ändern, das höher ausfiel als erwartet.

So wuchs das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni um 0,4 Prozent. Dies gab das statistische Bundesamt am Freitag bekannt. Das ist zwar deutlich weniger als die stolzen 0,7 Prozent aus dem ersten Quartal, doch die Experten hatten lediglich mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet. „Von einem Alarmzeichen kann keine Rede sein“, meinte etwa Jörg Zeugner, der Chefökonom der KFW Bankengruppe ist. „Nach dem kraftvollen Sprint zu Jahresbeginn war mit nichts anderem als einem gemächlicheren Wachstumstempo zu rechnen.“ Ökonomen sehen die Konjunktur für die kommenden Monate schwierigeren Umständen ausgesetzt, prognostizieren auf das Jahr gerechnet dennoch ein Gesamtwachstum von 1,7 Prozent.

Am Nachmittag verschärfte sich der verhaltene Abwärtsdruck etwas, als schwache US-Daten die Märkte erreichten. Die Umsätze der amerikanischen Einzelhändler stagnierten überraschenderweise im Juli. Die Einnahmen verharrten auf dem Vormonatsniveau, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. Allerdings wurde der Juni-Wert leicht auf plus 0,8 Prozent nach oben revidiert.

Prompt wertete der Euro deutlich auf, Börsianer sehen mit jeder schwachen Eingabe aus den Staaten die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve schwinden. Das verteuerte die Gemeinschaftswährung, was wiederum den Handel belastete, ist der in der Eurozone und speziell in Deutschland primär exportorientiert. Der Euro sprang zwischenzeitlich um 0,6 Prozent auf 1,121 Dollar.

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Auch die zweite Reihe in Frankfurt konnte zum Wochenausklang nicht zulegen. Der MDax blieb mit 21.837 Punkten unverändert, hatten aber zwischenzeitlich mit 21.846 heute ein neues Allzeithoch markiert. Der TecDax gab 0,4 Prozent nach auf 1737 Stellen. Der Leitindex der Währungsunion, der Euro Stoxx 50, trat mit 3044 Punkten weitestgehend auf der Stelle. An der Wall Street ging den Börsen ebenfalls die Puste aus. Nachdem gestern alle drei Leitindizes neue Rekordstände markiert hatten, lief der Freitagshandel ruhiger. Der Dow-Jones-Index notierte minimal leichter bei 18.592 Zählern.

„Es sieht so aus, als ob die US-Märkte so lange steigen, bis meine Tochter, die jetzt drei Jahre alt ist, mit der Schule fertig ist“, sagte Investmentspezialist Erik Wytenus von J.P. Morgan Private Bank. Manch ein Händler zeigte sich überrascht von Andauern der Rally, so etwa Randy Frederick, Chefhändler bei Charles Schwab: „Wir haben so ziemlich den Gipfel erreicht und sollten uns eigentlich seitlich bewegen.“

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