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14.06.2017

18:17 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rutscht nach neuer Rekordmarke wieder ab

Vor dem Zinsentscheid der Fed hat der Dax ein Allzeithoch erreicht und die Marke von 12 900 Punkte überschritten. Doch danach ging es wieder abwärts. Zu den heutigen Gewinnern zählen die Post-Aktien.

Börse am Abend

Nach dem Allzeithoch geht es für den Dax bergab

Börse am Abend: Nach dem Allzeithoch geht es für den Dax bergab

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FrankfurtErmuntert von den Kursrekorden an der Wall Street haben Anleger am Mittwoch auch bei europäischen Aktien zugegriffen. Der Dax stieg auf ein Rekordhoch von 12.921 Punkten und verabschiedete sich 0,3 Prozent im Plus bei 12.805 Zählern in den Feierabend. Der Euro Stoxx50 stagnierte dagegen bei 3553 Stellen. An der Wall Street markierte der US-Standardwerteindex Dow Jones mit 21.354 Punkten den zweiten Tag in Folge eine neue Bestmarke. Vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) blieben die Umsätze aber dünn.

Zwar gilt unter Börsianer als abgemacht, dass die Fed um 20.00 Uhr (MESZ) eine Zinserhöhung um einen Viertel Prozentpunkt bekanntgibt. Schließlich seien die Aussichten für die Konjunktur und die Börsen gut, sagte Julien Scholnick, Fondsmanager beim Vermögensverwalter Western Asset. "Was nach der Erhöhung kommt, bleibt jedoch offen. Wenn einer der derzeit positiven Faktoren bei niedriger Inflationsrate ins Wanken gerät, sind weitere Zinserhöhungen keinesfalls sicher."

Meilensteine des Dow Jones

26. Mai 1896

Der Dow Jones Industrial Average debütiert mit zwölf Mitgliedern: American Cotton Oil, American Sugar Refining, American Tobacco, Chicago Gas, Distilling & Cattle Feeding, General Electric (GE), Laclede Gas Light, National Lead, North American Co., Tennessee Coal, Iron & Railroad, U.S. Leather und U.S. Rubber.

1916

Der Dow wird auf 20 Werte erweitert. Ab 1928 hat die erste US-Börsenliga 30 Mitglieder.

1. Oktober 1928

John D. Rockefellers Öl-Konzern Standard Oil steigt in den Dow auf. Standard Oil wird 1972 zu Exxon und nach der Übernahme von Mobil Oil 1999 zu Exxon Mobil.

1928

Die Berechnung des Dow wird leicht verändert, um Kursausschläge durch Aktiensplits oder beim Austausch einzelner Index-Mitglieder zu verhindern.

28. und 29. Oktober 1929

Am "Schwarzen Montag" und "Schwarzen Dienstag" fällt der Dow um insgesamt 23 Prozent. Der 12,8-prozentige Kurseinbruch vom 28. Oktober bleibt bis zum "Schwarzen Montag" 1987 der größte Tagesverlust.

26. Mai 1932

International Business Machines (IBM) steigt in den Dow auf. Das Computerkonzern fällt 1939 wieder heraus und kehrt 1979 zurück.

3. Juli 1956

International Paper steigt in den Dow auf. In den 17 Jahren und drei Monaten zuvor war die Zusammensetzung unverändert geblieben - so lange wie nie.

14. November 1972

Der Dow schließt erstmalig über 1000 Punkten.

19. Oktober 1987

Am "Schwarzen Montag" bricht der Dow um 22,6 Prozent ein. Das ist der größte Tagesverlust seiner Geschichte. In den fünf Jahren zuvor hatte er insgesamt rund 250 Prozent zugelegt.

29. März 1999

Der Dow schließt erstmalig über 10.000 Punkten.

1. November 1999

Als erste an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Firmen werden Microsoft und Intel in den Dow aufgenommen. Die Entscheidung spiegelt die gestiegene Bedeutung der IT-Branche für die US-Wirtschaft wider.

17. September 2001

Die US-Börse öffnet erstmalig nach den Anschlägen vom 11. September. Der Dow fällt um 684,81 Punkte. Das ist in absoluten Zahlen der drittgrößte Tagesverlust seiner Geschichte. Prozentual büßt er 7,1 Prozent ein.

19. Juli 2007

Der Dow schließt erstmalig über 14.000 Punkten.

29. September 2008

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers fällt der Dow um 777,68 Punkte das ist in absoluten Zahlen der größte Tagesverlust seiner Geschichte.

13. Oktober 2008

Der Dow verbucht mit einem Plus von 11,08 Prozent den größten Tagesgewinn seiner Geschichte.

9. März 2009

Die Finanzkrise drückt den Dow auf 6547,05 Punkte. Damit liegt er wieder auf dem Niveau von 1997.

6. Mai 2010

Der „Flash Crash“ drückt den Dow binnen Minuten um mehr als 1000 Punkte. Auslöser ist ein Fehler in einem computergesteuerten Handelsprogramm eines sogenannten „Algo-Traders“.

3. Mai 2013

Der Dow überspringt die Marke von 15.000 Punkten.

7. November 2013

Der Dow Jones erreicht den höchsten Stand aller Zeiten im Handelsverlauf: 15.798 Punkte.

13. Mai 2014

Am 13. Mai erreicht der Dow Jones neue Rekordstände. Der Index schließt bei 16.715 Punkten, dem höchsten Stand aller Zeiten.

Aus diesem Grund achteten Investoren genau auf die Fed-Äußerungen zum Konjunktur- und Inflationsausblick, um Hinweise auf die weitere Geldpolitik herauszulesen, sagte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. "Über die für heute erwartete Zinserhöhung hinaus erwartet die Fed noch vier weitere Zinsschritte bis Ende des kommenden Jahres. Der Markt ein bis zwei."

Die überraschend geringe US-Inflation im Mai und enttäuschende Einzelhandelsumsätze schürten Spekulationen auf behutsamere Zinserhöhungen der Fed. Der Euro stieg nach den Konjunkturdaten zeitweise um mehr als einen halben US-Cent auf ein Sieben-Monats-Hoch von 1,1295 Dollar.

Sorgenfalten trieb Börsianern erneut die politische Lage in Großbritannien auf die Stirn. Zwar zeichnet sich ein Bündnis zwischen den Konservativen um Premierministerin Theresa May und der nordirischen Regionalpartei DUP ab. Dem Sender BBC zufolge wird sich die Regierungsbildung wegen des Großbrands in einem Londoner Hochhaus mit mehreren Toten und Verletzten aber verzögern. Dadurch könnte sich der für kommende Woche geplante Start der Brexit-Verhandlungen ebenfalls verschieben.

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Das Pfund Sterling setzte seinen Erholungskurs dennoch fort und kostete 1,2804 Dollar. Die Währung profitiere einerseits davon, dass die bisherige Regierung wohl im Amt bleiben wird, sagte Analyst Neil Wilson vom Brokerhaus ETX Capital. "Gleichzeitig scheint das Pendel in Richtung eines sanfteren Brexit zu schwingen." Damit ist ein EU-Ausstieg Großbritanniens gemeint, bei dem das Vereinigte Königreich den Zugang zum europäischen Binnenmarkt behält.

Am deutschen Aktienmarkt stiegen die Papiere der Deutschen Post zeitweise auf ein Rekordhoch von 33,43 Euro und schlossen 2,5 Prozent im Plus bei 32,87 Euro. Der Brief- und Paketzusteller will die Palette der von ihm entwickelten Elektro-Transporter erweitern und arbeitet dazu künftig mit dem US-Autobauer Ford zusammen. Händlern zufolge empfahlen zudem Analysten der Metzler Bank die Post-Titel zum Kauf.

An der Wall Street stiegen H&R Block in der Spitze sogar um fast elf Prozent. Die Steuerberatungsfirma hatte ein Geschäftszahlen über Markterwartungen vorgelegt und die Quartalsdividende angehoben.

Kommentare (1)

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Herr hartmut braune

14.06.2017, 11:39 Uhr

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