Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.04.2011

18:02 Uhr

Börse Frankfurt

Dax rutscht zum Schluss ab

Ein weiteres Erdbeben hat Japan erschüttert. In der Folge gaben die Aktienmärkte deutlich nach. Die Zinserhöhung am Nachmittag hatte der Dax gut verdaut.

Blick auf das Frankfurter Börsenparkett und die Dax-Kurstafel. Quelle: Reuters

Blick auf das Frankfurter Börsenparkett und die Dax-Kurstafel.

Frankfurt/DüsseldorfDie erwartete Anhebung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag wurde positiv aufgenommen. Während sich der Dax vor Zinserhöhung kaum veränderte, sprang er kurz danach ins Plus und erreichte ein Niveau von 7241 Punkten. Am Nachmittag ging die Meldung von einem Erdbeben der Stärke 7,4 nahe der Stadt Sendai nordöstlich von Tokio mit anschließender Tsunamiwarnung ein. Dies ließ zunächst die US-Börse ins Minus fallen, später fiel auch der deutsche Aktienindex um 0,5 Prozent auf 7178 Punkte und machte den positiven Trend der Zinserhöhung zunichte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen in der Eurozone erhöht und damit eine Zinswende eingeleitet. Der EZB-Rat hob den wichtigsten Leitzins von 1,0 Prozent auf 1,25 Prozent an. Nach der ersten Zinserhöhung seit knapp drei Jahren hält sich die EZB alle Optionen offen. „Wir haben heute nicht entschieden, dass dies der Beginn einer Serie von Zinserhöhungen war“, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet am Donnerstag in Frankfurt. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Aufschwung von höheren Zinsen nicht abgewürgt werde. „Die Geldpolitik ist noch immer konjunkturstimulierend“, sagte Trichet. Die Inflationsentwicklung werde weiter „sehr genau“ verfolgt.

Ein Profiteur der Zinserhöhung war die Aktie der Deutschen Börse. Das Unternehmen profitiert u.a. in seinem Wertpapierverwahrgeschäft von höheren Zinsen. Stärker wirkten allerdings Nachrichten aus den USA auf den Aktienkurs, der um 1,6 Prozent auf 52,93 Euro stieg. Die Nyse Euronext erwägt Unternehmenskreisen zufolge keine Gegenofferte für den Rivalen Nasdaq. "Das kommt absolut nicht in Betracht", sagte eine der New Yorker Börse nahestehende Person am Mittwoch. Insgesamt werde ein Zusammenschluss mit dem Nachbarn skeptisch gesehen: "Eine Kombination der US-Börsen Nyse und Nasdaq ist strategisch nicht attraktiv und würde zu einem massiven Arbeitsplatzabbau in New York führen. Das ist aus Sicht der Nyse-Aktionäre wertvernichtend" hieß es.

Auch die Bankaktien konnten zulegen. Die Deutsche Bank stieg mit einem Plus von 2,5 Prozent auf 42,81 Euro.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×