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24.11.2016

18:42 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schafft noch kleines Plus

Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Anleger auch am Donnerstag nicht groß aus der Deckung gewagt. Ohne die Wall Street, die wegen Thanksgiving geschlossen bleibt, fehlten die Impulse auf Europas Handelsplätze.

Börse am Abend

Dax stagniert – Anleger verfallen in „Trump-Blues“

Börse am Abend: „Trump-Blues“ lässt Dax stagnieren

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Düsseldorf/FrankfurtDer Dax-Handel bleibt nach der verflogenen Trump-Euphorie eine Hängepartie. Der Dax schloss 0,25 Prozent höher bei 10 689 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf keine großen Sprünge gemacht hatte. Das Börsenbarometer blieb damit in seiner engen Spanne zwischen rund 10 600 und 10 800 Punkten gefangen, die mittlerweile schon den elften Handelstag besteht. Ein erhoffter Ausbruch nach oben ist nicht in Sicht.

Auch seine Indexkollegen haben sich kaum bewegt: Die mittelgroßen Werte im MDax legten um 0,40 Prozent auf 20 780 Punkte zu und der Technologiewerte-Index TecDax rückte um 0,57 Prozent auf 1727 Punkte vor.

Damit bleibt alles beim Alten. Den Anlegern will keine Flucht nach vorn gelingen. Und deutlich abwärts geht es mit dem Rückenwind aus den Vereinigten Staaten auch nicht. Mehr als abwarten ist derzeit nicht möglich. Zum einen bis der neue Washingtoner Kurs Konturen annimmt. Zum anderen bis die US-Notenbank im Dezember ihre Zinsentscheidung trifft.

Auch ein starker Ifo-Geschäftsklimaindex weckte den Dax nicht aus seiner Müdigkeit. Wie erwartet kam einen der wichtigsten Indikatoren der deutschen Wirtschaft auf unverändert 110,5 Punkte. Damit blieb das Barometer der deutschen Chefetagen auf dem höchsten Stand seit 2014. Interessant ist der Index vor allem vor dem Hintergrund des Machtwechsels im Weißen Haus. Die Börsen feiern Donald Trump, und das deutsche Unternehmertum nimmt den Überraschungssieger erstmal gelassen. Doch es zeichnete sich ein leichter Knick in den Exporterwartungen ab.

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Für den Fall, dass Trump Präsident wird, hatten viele ein Horrorszenario gezeichnet. Und was ist passiert? Es ist ein erneuter Beweis für die extreme Kurzsicht der Märkte. Dahinter stecken drei Faktoren. Eine Analyse.

Während der Wahlsieg des republikanischen Kandidaten Donald Trump an den US-Börsen eine Rally auslöste, die amerikanische Papiere von einem Rekord zum nächsten treibt, ist der positive Trump-Effekt in Europa schon lange verpufft. Die Börsianer jenseits des Atlantiks träumen von einem Wirtschaftsboom durch die Politik des zukünftigen Präsidenten. Mit den massiven Zukäufen preist sich ein solch wirtschaftsfreundlicher Kurs allmählich in die Bewertung der Aktien ein. Die Börsianer nehmen das Wachstum vorweg. Nun müssen den Vorschusslorbeeren auch Taten folgen.

Für das zweite große Fragezeichen der Finanzwelt – das wesentlich ältere – zeichnet sich eine Antwort ab. Die Notenbanker der Federal Reserve visieren eine Erhöhung der US-Leitzinsen möglichst zeitnah an. Dies geht aus den nun veröffentlichten Protokollen der vergangenen Sitzung des zuständigen Offenmarktausschusses hervor. Nicht wenige der führenden Währungshüter sprachen sich demnach für eine Straffung des geldpolitischen Umfeldes aus – und das „relativ bald “.

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Die Wahl von Donald Trump hat in den deutschen Chefetagen keine Euphorie ausgelöst. Firmenlenker halten sich insgesamt mit Engagements zurück. Zwei große Aktientransaktionen gab es dennoch: bei Adidas und bei Ströer.

Einige der führenden Fed-Funktionäre sahen gar die Notwendigkeit einer Erhöhung im Dezember, um die „Glaubwürdigkeit der Fed zu wahren“. Die Aussagen wurden aber unter überholten Umständen getätigt, fand die Sitzung doch vor den US-Wahlen statt. Bisher jedenfalls reagieren die Börsen mehr als gelassen auf den Wahlausgang, sodass die größte Sorge der Notenbanker, die der Finanzmarktstabilität, kein Kopfzerbrechen mehr bereitet. Die Wahrscheinlichkeit auf den ersten Zinsschritt in diesem Jahr und den zweiten überhaupt seit der Finanzkrise steigt damit weiter an.

Konjunkturtechnisch stehen heute nur deutsche Zahlen auf der Tagesordnung, Neben dem Ifo-Index kommt der Konsumklima-Indikator der GfK. Das Barometer des Marktforschungsinstituts für den privaten Sektor wird unverändert bei 9,7 Punkten gesehen. Schon vor Handelsauftakt kam das Bruttoinlandsprodukt aus Wiesbaden. In einer revidierten Berechnung beträgt das Wirtschaftswachstum der Bundesrepublik im dritten Quartal des Jahres 0,2 Prozent. Damit bestätigte das Statistische Bundesamt seine Schätzungen. Die schwache Zahl zeugt von einer Verlangsamung der Dynamik im Sommer.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

24.11.2016, 08:25 Uhr

Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

Baron v. Fink

24.11.2016, 16:35 Uhr

Dax will einfach nicht in Fahrt kommen, wie den auch, wenn das alte Tier mit Windmühlen Flügel geschlagen wird bis er das EEG auswendig kann.
Die USA mit Trump ist das Ziel des Investors und keinen Euro auf der Bank, allenfalls einen Haufen Schulden. Nur so geht es zum Reichtum und Armut für den Gläubiger. Der Mob die Schulden und wir die Dividenden, das ist Gerechtigkeit.

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