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13.05.2011

17:58 Uhr

Börse Frankfurt

Dax scheitert an 7.500-Punkte-Marke

Trotz überraschend guter Wachstumsdaten und überzeugender Unternehmensbilanzen, schloss der Dax im Minus. Gewinnmitnahmen drückten auf den Kurs. ThyssenKrupp-Aktien waren der Tagesfavorit.

Börse Frankfurt: Gute Konjunkturnachrichten helfen dem Dax im Moment auch nicht weiter. Quelle: dpa

Börse Frankfurt: Gute Konjunkturnachrichten helfen dem Dax im Moment auch nicht weiter.

Frankfurt/DüsseldorfErfreuliche Quartalsbilanzen und Wachstumsdaten konnten die Verlustserie des Dax nicht beenden. Laut eines Analysten belasteten insbesondere Gewinnmitnahmen heute den Kurs. Im Laufe des Tages Gewinne notierte er fast ein Prozent fester, fiel jedoch am späten Nachmittag und schloss mit einem Verlust von 0,6 Prozent bei 7.403 Punkten. Zwischenzeitlich hatte er am Vormittag die psychologisch wichtige Marke von 7.500 Punkten überschritten danach aber an Schwung verloren. Auf Wochensicht gab das Börsenbarometer 1,19 Prozent ab. Der MDax verlief am solidesten mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent auf 10.850 Punkte, während der TecDax ein Plus von 0,7 Prozent auf 928 Punkte verzeichnete. Für große Unsicherheit sorgten Händlern zufolge die schlechten Nachrichten über die nach wie vor ungelöste griechische Schuldenkrise.

Als Quell der Hoffnung erwiesen sich dagegen die Statistiken zur Konjunkturentwicklung in der Eurozone. Während die hiesige Wirtschaft ihr Wachstumstempo im ersten Quartal auf 1,5 Prozent nahezu vervierfacht hat, verzeichnete die französische Wirtschaft immerhin eine Verdreifachung. Selbst Griechenland schaffte ein Plus von 0,8 Prozent. „Wir haben einige sehr gute Daten aus Deutschland gesehen, und das zeigt, dass das Land besser positioniert ist als einige andere“, sagte Aktienstratege Keith Bowman von Hargreaves Lansdown. „Außerdem schaut sich der Markt auch die Bilanzen weiterhin sehr genau an, und alles positive wird honoriert.“ In dieser Stimmung konnte auch der Euro wieder zulegen, die Preise für Öl und Kupfer stiegen.

Die Schwergewichte der deutschen Wirtschaft steigerten ihren Umsatz im ersten Quartal 2011 durchschnittlich um 12 Prozent und ihr operatives Ergebnis (EBIT) sogar um 61 Prozent. Das geht aus einer Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens Ernst & Young hervor.

Spitzenreiter im Dax: ThyssenKrupp-Aktien

Mit einem satten Plus von 2,83 Prozent bei 33,65 Euro waren unangefochtener Spitzenreiter die Werte von ThyssenKrupp. Anleger honorierten laut Händlern die Quartalszahlen des Konzerns. Die Geschäfte beim Stahl- und Industriegüterkonzern ThyssenKrupp laufen immer besser. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen morgens in Essen mitteilte. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Wirtschaftskrise Ende 2008. Vor allem dank einer guten Nachfrage aus der Autoindustrie wurde ein höherer Quartalsgewinn vorgelegt als erwartet. „Sie sind auf gutem Weg, ihre ambitionierten Ziele zu erreichen“, sagte ein Händler. Zusätzlich sind die Umstrukturierungspläne bei den Anlegern gut angekommen.

Bei Volkswagen belegten erfreuliche Absatzzahlen den robusten Trend der Branche, die Aktien gewannen daraufhin, konnten die Gewinne aber nicht halten und notierten zum Handelsschluss im Minus von 0,12 Prozent. Der Volkswagen-Konzern hat in den ersten vier Monaten des Jahres seine Auslieferungen um 13,9 Prozent auf 2,66 Millionen Wagen gesteigert. Damit wuchs der Konzern nach eigenen Angaben erneut deutlich schneller als der Weltmarkt mit 7,7 Prozent. Im Einzelmonat April verkauften VW, Audi, Seat, Skoda und Co. 690.900 Fahrzeuge, 14,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie der Hersteller am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

Mit einem Dividendenabschlag wurden heute unter anderem Deutsche Börse, Deutsche Telekom, Adidas, BMW, Fresenius, Linde und Hochtief gehandelt und verzerrten deshalb das Bild im Aktienhandel auf der Verliererseite. Auf der Verkaufsliste standen die Werte der Commerzbank. Die Aktien notierten heute 3,34 Prozent schwächer und kosteten 3,99 Euro.

Kommentare (1)

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Rueckwaertsgang

13.05.2011, 14:56 Uhr

Gibt es den Handelsblatt Indikator?es passsiert immer das Gegenteil im DAX...gerade um 50 Punkte am abrauschen,also eher Rückwärtsgang

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