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13.01.2015

17:43 Uhr

Börse Frankfurt

Dax scheitert knapp an 10.000-Punkte-Marke

Der Dax ist nicht zu stoppen. Starke Bilanzen, positive US-Börsen und die Hoffnung auf neue EZB-Gelder haben den Leitindex in Fahrt gebracht. Noch besser präsentierte sich der MDax. Er erklomm ein neues Allzeithoch.

Börse am Abend

Dax mit „kleinem Kursfeuerwerk“

Börse am Abend: Dax mit „kleinem Kursfeuerwerk“

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FrankfurtDer Deutsche Aktienindex ist wieder im Angriffsmodus. Die Ängste um den anhaltenden Ölpreisverfall und der Euro-Krise scheinen derzeit keine Rolle mehr zu spielen. Bereits vom Start weg versuchte der Dax einen Gewinnkurs zu etablieren – mit Erfolg. Bis zum Nachmittag näherte er sich auf bis zu elf Zähler an die 10.000-Punkte-Marke. Am Ende ging der Leitindex mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 9941 Punkten aus dem Handel. In der zweiten Reihe feierten die Anleger indes einen neuen Rekordstand beim MDax. Mit 17.444 Punkten notierte der Index der mittelgroßen Werte so hoch wie nie zuvor.

Für Hoffnung sorgen neben den starken Unternehmensdaten aus den USA und Deutschland vor allem die Spekulationen rund um die Europäische Zentralbank. Viele Börsianer sind sich sicher, dass die EZB bei der anstehenden geldpolitischen Sitzung massive Eingriffe verkünden wird. Vor allem angesichts des weiter fallenden Ölpreises sorgen sich die Marktteilnehmer um die Teuerungsrate in der Euro-Zone. Daher steigt aus Sicht von Börsianern der Druck auf die EZB, mit Hilfe von Wertpapierkäufen – dem sogenannten Quantitative Easing (QE) – zusätzliches Geld in die Finanzmärkte zu pumpen.

„Der sinkende Ölpreis samt dem damit verbundenen Deflationseffekt ist ein starkes Argument für die Europäische Zentralbank, am 22. Januar einen massenhaften Ankauf von Staatsanleihen bekanntzugeben“, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Die Geldflut der Notenbanken treibt seit Jahren die Märkte. „Zugleich wirkt der sinkende Ölpreis auf Konsumenten und Unternehmen wie Steuersenkungen. Die Weltwirtschaft wird angetrieben, da auch China, Japan, Indien und die USA profitieren.“

In Übersee präsentierten sich die Märkte ebenfalls in blendender Verfassung. Nach Frankfurter Börsenschluss notierte der Dow Jones 1,2 Prozent fester auf 17.860 Punkten. Der S&P-500 konnte 1,1 Prozent zulegen. Der Nasdaq lag satte 1,6 Prozent im Plus.

Die Performance von Dax, S&P-500 & Co.

Athex (Griechenland)

Ein Jahr: - 28,9 Prozent
Drei Jahre: 21,4 Prozent
Fünf Jahre: - 62,4 Prozent

Bovespa (Brasilien)

Ein Jahr: - 2,9 Prozent
Drei Jahre: - 11,9 Prozent
Fünf Jahre: - 27,1 Prozent

BUX (Ungarn)

Ein Jahr: - 10,4 Prozent
Drei Jahre: - 2,0 Prozent
Fünf Jahre: - 21,6 Prozent

CSI 300 (China)

Ein Jahr: + 51,7 Prozent
Drei Jahre: + 50,6 Prozent
Fünf Jahre: - 1,2 Prozent

Dax (Deutschland)

Ein Jahr: + 2,7 Prozent
Drei Jahre: + 66,2 Prozent
Fünf Jahre: + 64,6 Prozent

MSCI Emerging Markets

Ein Jahr: - 4,6 Prozent
Drei Jahre: + 4,4 Prozent
Fünf Jahre: - 4,0 Prozent

MSCI World

Ein Jahr: + 2,9 Prozent
Drei Jahre: + 44,6 Prozent
Fünf Jahre: + 46,4 Prozent

NZX 50 (Neuseeland)

Ein Jahr: + 17,6 Prozent
Drei Jahre: + 70,0 Prozent
Fünf Jahre: + 72,4 Prozent

PSI 20 (Portugal)

Ein Jahr: - 26,8 Prozent
Drei Jahre: - 12,7 Prozent
Fünf Jahre: - 43,3 Prozent

RTS (Russland)

Ein Jahr: - 45,2 Prozent
Drei Jahre: - 42,8 Prozent
Fünf Jahre: - 45,3 Prozent

S&P-500 (USA)

Ein Jahr: + 11,4 Prozent
Drei Jahre: + 63,7 Prozent
Fünf Jahre: + 84,6 Prozent

TA-25 (Israel)

Ein Jahr: + 10,2 Prozent
Drei Jahre: + 35,0 Prozent
Fünf Jahre: + 27,9 Prozent

Trotz der Gewinne bleiben die Aktienmärkte aber weiterhin instabil – das hat die Achterbahnfahrt des Dax zum Wochenbeginn gezeigt. Schuld daran ist unter anderem der anhaltende Ölpreisverfall. Am Dienstag gab der Preis für die Rohölsorte Brent aus der Nordsee weiter nach. Zuletzt kostete das Barrel lediglich 45,12 Euro und damit rund 2,8 Prozent weniger.

„Langfristig sind rückläufige Energiepreise zwar eine gute Nachricht für die Konjunktur“, sagte Finanzmarkt-Experte Andrea Tueni von der Saxo Bank. „Aber die Geschwindigkeit, mit der der Ölpreis fällt, macht die Leute nervös.“

Dieser Meinung ist auch John Plassard von Mirabaud von Securities in Genf: „Mit den Erwartungen an die Geldpolitik und wegen der unterstützenden Wirkung des günstigen Ölpreises sollte man in Europa investiert sein“, sagte er. Billigere Energie werde das Wirtschaftswachstum 2015 und 2016 anschieben, aber zugleich die Deflation verstärken. Entsprechend sei mit erhöhter Volatilität zu rechnen.

Kommentare (42)

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Justus Becker

13.01.2015, 08:33 Uhr

Danke HBO, dass Sie den Störenfried endlich ausgeschaltet haben. Jetzt können hier wieder konstruktive und qualitativ hochwertige Diskussionen stattfinden.

Ihr Artikel fragt den gebildeten Leser "Klare Richtung in Sicht?". Nach der Reflexion und Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Begriffes "Richtung" komme ich zur folgenden Hypothese und gleichzeitig Schlussfolgerung:

Bei 9600 stehen Käufer und bei 9800 die Verkäufer.

Ergo werden wohl auch heute wieder die Kurse im Dax steigen und fallen.

Ich freue mich auf einen anregenden Austausch mit Gleichgesinnten hier.

Account gelöscht!

13.01.2015, 09:10 Uhr

Sehr geehrte HBO Redaktion,

hier mein in der Mail an Sie angesagter Kommentar zum Vergleich der hinterlegten Adressen,das müsste die endgültige Sperrung des Trolls möglich machen!

Justus Becker

13.01.2015, 09:48 Uhr

Liebe HBO-Redaktion,

eine einfache Überprüfung der Emailadresse reicht.

Dieser "Troll", der Ihnen ständig Emails schickt und sich hier mit wechselnden Namen anmeldet, ist eine Gefahr für die Qualität Ihres Onlineauftritts.

Viele Leser inkl. mir fühlen sich dadurch belästigt und ja sogar ein wenig bedroht. Es wäre schade, wenn sich weitere Experten abmelden.

Ich appeliere an Ihren Anspruch. Bitte sperren Sie diesen "Troll" mit all seinen Anmeldenamen (Siffredi, Hein Bloed, Cayce, Celo Abdi usw.) endgültig.

Vielen Dank & Ihnen allen einen gesegneten Tag!

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