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20.06.2016

17:41 Uhr

Börse Frankfurt

Dax scheitert knapp an 10.000-Punkte-Marke

Der deutsche Leitindex legte zum Start in der aufregendste Börsenwoche des Jahres einem kräftigen Kurssprung hin. Seit März stieg der Dax an einem Tag nicht mehr so wie heute. Vor allem Bank-Aktien waren gefragt.

Investieren wenn der Dax strauchelt

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FrankfurtDer Dax legt dank schwindender Brexit-Sorgen eine Kurssprung hin und nähert sich wieder der Marke von 10.000 Punkten. Umfragen zufolge sind immer mehr Briten für einen Verbleib in der EU. Das hatte bereits den Börsen in Asien deutlich Auftrieb gegeben.

Mit einem Höchststand von 9.996 Punkten und einem Plus von 3,4 Prozent bei 9.962 Punkten zum Börsenschluss standen die Märkte im Zeihen des Bullen. Da das Lager der EU-Befürworter offenbar wieder Zulauf bekommt, setzten Anleger am Montag auf einen Verbleib Großbritanniens in der Staatengemeinschaft und deckten sich mit Pfund Sterling und Aktien ein. Die britische Währung verteuerte sich um knapp drei US-Cent auf 1,4638 Dollar. Damit steuerte sie auf den größten Tagesgewinn seit den Turbulenzen nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 zu.

Börse am Mittag

Dickes Plus beim Dax

Börse am Mittag: Dickes Plus beim Dax

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„Das ist eine Erleichterungs-Rally“, sagte Marktstratege Heino Ruland vom Brokerhaus ICF. „Die Finanzmärkte hängen mittlerweile ausschließlich an den Brexit-Umfragen.“ In den ersten Erhebungen nach der Ermordung der britischen Parlamentarierin und EU-Befürworterin Jo Cox vergangene Woche lagen die Brexit-Gegner wieder knapp vorn.

„Vielleicht ist dies das erste Zeichen dafür, dass - wie von Umfrage-Experten stets betont - das 'Weiß nicht'-Lager historisch betrachtet in den Tagen vor einem Referendum zum Status Quo tendiert“, sagte Derek Halpenny, Chef-Analyst für Europa bei der Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ. Joe Rundle, Chef-Händler des Brokerhauses ETX Capital, warnte allerdings vor überzogenen Erwartungen.

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Angesichts der vielen Unsicherheitsfaktoren tönt es allerorten vom Börsenparkett: abwarten und absichern. Davon will der Chefstratege von JP Morgan nichts mehr hören - und hat seine ganz eigene Anlagestrategie entwickelt.

„Meinungsumfragen sind nicht in Stein gemeißelt und können sich in den kommenden Tagen schnell ändern.“ Die Briten stimmen am Donnerstag über den Brexit ab. In den vergangenen Wochen hatten die EU-Gegner kontinuierlich Zulauf erhalten.

Die Kosten für eine Absicherung gegen Pfund-Turbulenzen in den Tagen rund um das Brexit-Referendum gingen am Montag zwar um etwa ein Viertel zurück. Sie lagen aber immer noch mehr als vier Mal so hoch wie vor einem Monat.

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