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16.08.2013

17:49 Uhr

Börse Frankfurt

Dax scheitert knapp an 8400-Punkte-Marke

Die Anleger gieren nach Impulsen. Jede noch so kleine Meldung wird verarbeitet. Heute konnte ein mieser Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan den Dax leicht anheben. Seine Schwäche lässt Börsianer hoffen.

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FrankfurtDer Dax erreichte mit einem kleinen Endspurt noch den Sprung ins Positive und verabschiedete sich mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 8392 Punkte ins Wochenende. In der zweiten Reihe konnte der MDax mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 14.763 Punkte sein Minus ebenfalls hinter sich lassen. Der TecDax blieb mit 0,1 Prozent auf 1031 Zähler im negativen Bereich.

Allerdings sahen sich die Anleger lange Zeit einem zähen und beinah langweiligem Handelstag ausgesetzt. Der Leitindex bewegte sich den ganzen Tag über mit einem leichten Minus in engen Bahnen. Erst kurz vor Handelsschluss kauften die Anleger Aktien nach und schoben den Dax so ins Plus.

Das leichte Kursplus zum Wochenende steht aber auf sehr wackligen Beinen. Denn aufgrund des Mangels an frischen Impulsen bauschen die Börsianer derzeit jede Meldung auf – sei sie nennenswert oder nicht. So senkte ein schwacher Verbraucherstimmungsindex der Universität Michigan bei den Anlegern die Furcht vor einer baldigen Straffung der US-Geldpolitik. Der Index wurde mit einem Wert von 85 Punkten erwartet, erreichte aber letztlich nur 80 Punkte. Die mauen Konjunkturdaten wiederrum schüren bei einigen Anlegern die Hoffnung auf längere Öffnung der Geldschleusen der Fed. Der Rückgang des Michigan-Indexes solle aber nicht dazu verleiten, den nach wie vor freundlichen Konjunkturausblick für die USA in Zweifel zu ziehen, kommentierte Helaba-Analyst Johannes Jander.

Anleger in den USA ließen sich von diesen Nachrichten nicht an die Börse locken. Der Dow Jones verzeichnete zuletzt nur ein mickriges Plus von 0,1 Prozent auf 15.119 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 notierte bei 1661 Zählern unverändert.

Sorgen bereitet den Investoren die unerwartet geringe Zahl von US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Einige sehen in der guten Entwicklung des US-Arbeitsmarkte sehr starke Argumente für die US-Notenbank (Fed) ihre Anleihekäufe früher als gedacht zurückzufahren.

Weitere Indizien auf ein baldiges Ende der Fed-Geldflut lieferten heute die überraschend starken Zahlen zur Produktivität der US-Wirtschaft. Laut dem Arbeitsministerium in Washington stieg die Produktivität im zweiten Quartal um 0,9 Prozent. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg von 0,6 Prozent gerechnet.

"Der schon traditionell schwierige Übergang von einer liquiditäts- hin zu einer konjunkturgetriebenen Aufwärtsbewegung gestaltet sich aufgrund der Notenbank-Manie der Märkte immens schwierig", begründeten die Analysten der Metzler Bank die Zurückhaltung der Börsianer.

Im Fokus standen heute erneut die Stahlkonzerne. Verluste schreibt Salzgitter. Das Unternehmen will daher einem Zeitungsbericht zufolge im Zuge seines angekündigten Sparprogramms drei seiner sechs Vorstandsposten streichen. Es werde dann nur noch einen Vorstandschef, einen Finanzvorstand und einen für Personalfragen zuständigen Arbeitsdirektor geben, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf eine Empfehlung des Vorstands an den Aufsichtsrat vorab aus ihrer Freitagausgabe.

Kommentare (57)

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VIXAL-7

16.08.2013, 07:34 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus aktuellem Anlass und da einige von Ihnen unsere gestrige Mitteilung anscheinend nicht rechtzeitig erreicht hat, möchten wir Sie nochmals darüber in Kenntnis setzen, dass das Handelsprogramm vorgestern Nacht von vormals "UP" auf "DOWN" geändert wurde.

Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen und wir bedauern eventuelle Unannehmlichkeiten, die Ihnen dadurch entstehen sollten.

Mit freundlichen Grüßen aus Genf

Alex Hoffmann

Sonne

16.08.2013, 07:38 Uhr

Den Fedmitgliedern zittern jetzt schon die Hände. Der Zinsen jetzt schon so hoch wie seit 2 Jahren nicht mehr. Ein weiterer Anstieg würde der USA früher das Genick brechen als gedacht. Von daher locker bleiben, sie müssen weiter machen ,ob sie wollen oder nicht bis zum totalen Crash. Selbst ein herbeigeführter Absturz der Aktienmärkte, für die Notenbanken kein Problem, da ein Großteil der Aktien in ihrem Besitz ist, wäre denkbar um die Anleihen attraktiver zu machen, ist aber auch keine Garantie. Die Orgie geht weiter und schon mal anschnallen Richtung Norden bei der nächsten Notenbanksitzung

Account gelöscht!

16.08.2013, 07:56 Uhr

Ein Großteil der Aktien im Besitz der Notenbanken? So ein Unsinn. Die Quote der Verschwörungstheoretiker hier nimmt schon extreme Werte an.

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