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17.05.2013

17:41 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schlägt alle Rekorde

Der deutsche Leitindex ist nicht zu bremsen. Der Dax setzte seine Rekordjagd fort und markierte eine neue Bestmarke. Doch die ersten Anleger fragen sich bereits, wie lange die Party noch weiter geht.

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FrankfurtDer Deutsche Aktienindex hat nach einem müden Start am letzten Wochenhandelstag nochmal zugelegt und ein neues Rekordhoch erklommen. Der Dax ging 0,3 Prozent höher bei 8.398 Punkten aus dem Handel, dem höchsten Dax-Schlusskurs aller Zeiten. Zudem stieg der Dax im Handelsverlauf auf ein neues Allzeithoch von 8.408,62 Punkten. Auf Wochensicht hat der Dax etwas mehr als ein Prozent zugelegt.

Im Fokus der Anleger waren zum einen Konjunkturdaten aus den USA. Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich überraschend deutlich aufgehellt und ist so gut wie zuletzt im Juli 2007. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen stieg im Mai auf 83,7 von 76,4 Punkten im Vormonat, wie Thomson Reuters und die Universität Michigan am Freitag nach vorläufigen Berechnungen mitteilten. Von Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Wert von 78,0 gerechnet. Der erhoffte Schub für die Börsen blieb allerdings aus.

Fakten zum Dax

Fakt 1

Der Dax führt den Index der „Börsen-Zeitung“ fort. Basis der Indexberechnung ist der 30. Dezember 1987 mit einem Wert von 1.000 Punkten. Die historische Zeitreihe reicht bis 1959 zurück.

Fakt 2

Dem Dax gehören die Aktien der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse an.

Fakt 3

Der Dax wird als Performance-Index berechnet und unterscheidet sich so wesentlich vom Dow-Jones-Index für die US-Standardwerte, in dem die Aktien nicht gewichtet sind.

Fakt 4

Das Gewicht einer Aktie bemisst sich nach dem Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte.

Fakt 5

Wichtigstes Kriterium für die Dax-Aufnahme sind der Wert des Unternehmens an der Börse (Marktkapitalisierung) und der Börsenumsatz. Jeweils zu Monatsbeginn erstellt die Börse eine Rangliste für Börsenumsatz und Marktkapitalisierung. Diese dient auch dem Arbeitskreis Aktienindizes als Entscheidungsgrundlage bei der Überprüfung des Index. Daneben werden unter anderem auch der Streubesitz oder die Sektorenzugehörigkeit berücksichtigt.

Fakt 6

Bei Dividenden- oder Bonuszahlungen wird die Indexberechnung um den Betrag der Barausschüttung korrigiert. Ähnliches gilt bei Kapitalmaßnahmen.

Fakt 7

Zur Dax-Familie zählen für die Nebenwerte der MDax und für die Kleinwerte der SDax, denen je 50 Werte angehören. Zudem gibt es den TecDax mit 30 Technologieaktien.

Fakt 8

Die Zusammensetzung des Dax wird einmal jährlich im September vom Arbeitskreis Aktienindizes überprüft. Diesem gehören die Deutsche Börse und Banken aus dem In- und Ausland an. Der Arbeitskreis tagt vier Mal im Jahr: im März, Juni, September, Dezember. Dabei überprüft er vor allem die Zusammensetzung der übrigen Indizes.

Fakt 9

Der Dax wird auf Basis der Xetra-Kurse von 9.00 bis 17.30 Uhr sekündlich berechnet. Danach gibt es einen L-Dax, der die Kursentwicklung an der bis 20.00 Uhr offenen Parkettbörse abbildet.

Für Kopfzerbrechen sorgt derweil an der Börse die Frage über die künftige Politik der US-Notenbank Fed. Die Spekulationen auf eine Drosselung des Anleihe-Kaufprogrammes der Fed machten bereits am Donnerstag die Runde. Was an den Gerüchten dran ist könnten Anleger nächsten Mittwoch erfahren, wenn die Fed ihre Protokolle vorlegt. Die Zentralbank hatte zu Jahresbeginn beschlossen, monatlich Staatsanleihen und Immobilienpapiere im Wert von 85 Milliarden Dollar zu kaufen, um die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Mit dem Präsident der Fed von San Francisco, John Williams, fachte ein weiteres Notenbankmitglied die Debatte um ein Ende der Bond-Ankäufe an. „Wir könnten das Tempo unserer Wertpapier-Ankäufe etwas drosseln, vielleicht bereits in diesem Sommer. Wenn alles wie erhofft läuft, könnten wir das Kaufprogramm dann irgendwann später im Jahr beenden“, sagte Williams, der in diesem Jahr kein stimmberechtigtes Mitglied im Offenmarktausschuss ist, der über die Geldpolitik befindet.

Wegen der anziehenden Konjunktur hatten bereits die Fed-Mitglieder Charles Plosser und Richard Fisher gefordert, den Kauf von Staatsanleihen zu reduzieren. „Das sind Testballons, die von der Fed kommen, um zu testen, wie der Markt reagieren würde“, erläuterte Stratege Robert Halver von der Baader Bank. „Eine Zinswende jedweder Art wird aber noch lange auf sich warten lassen.“ Die Rally an den Aktienmärkten wird vor allem von der Flut billigen Geldes der Notenbanken weltweit getrieben. Sollte diese enden könnte der Party an der Börse der Wind aus den Segeln genommen werden.

Kommentare (43)

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Paulchen

17.05.2013, 07:31 Uhr

Korrektur!

Letzte Gelegenheit vor Pfingsten.

Account gelöscht!

17.05.2013, 09:34 Uhr

… also ich gehe jetzt Brötchen holen :)

DrKaffeesatz

17.05.2013, 10:24 Uhr

Ich habe mal angefangen, mich für einen Kursrückgang zu positionieren. Wahrscheinlich lässt er dann zum Trotz auf sich warten.

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