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24.03.2014

17:44 Uhr

Börse Frankfurt

Dax schließt 150 Punkte leichter

Die gute Laune war am Montag auf dem Frankfurter Parkett schnell verflogen: Schwache Konjunkturdaten setzten dem Dax kräftig zu. Nach der US-Börseneröffnung krachte der Index sogar unter die Marke von 9200 Punkten.

Mit Enttäuschung aufgenommene chinesische Konjunkturdaten belasteten die Börse zu Wochenbeginn. ap

Mit Enttäuschung aufgenommene chinesische Konjunkturdaten belasteten die Börse zu Wochenbeginn.

FrankfurtMit Enttäuschung aufgenommene chinesische Konjunkturdaten haben den deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn belastet. Nach der US-Börseneröffnung rutschte der Dax am Nachmittag weiter ab. Er schloss ganze 1,7 Prozent schwächer bei 9188 Punkten. Aktienhändlerin Anita Paluch von der Varengold Bank verwies darauf, dass der Einkaufsmanagerindex der britischen Großbank HSBC für das Verarbeitende Gewerbe in China im März überraschend auf ein Achtmonats-Tief gefallen ist. Auch der deutsche Einkaufsmanagerindex habe enttäuscht. Zudem lasse jegliche Verschärfung der Lage in der Ukraine die Anleger nervös reagieren, ergänzte Marktanalyst Arkadius Barczynski vom Brokerhaus GKFX.

Für den MDax ging es zuletzt um 1,6 Prozent auf 16.080 Punkte nach unten. Der TecDax verlor um 2,5 Prozent auf 1206 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab 1,5 Prozent auf 3050 Punkte ab.

Tops und Flops im Dax 2014 (Stand: 02.05.)

1. Platz - Gewinner

Lufthansa

+ 17,3 Prozent)

2. Platz - Gewinner

Thyssen-Krupp

+ 16 Prozent

3. Platz - Gewinner

Heidelberg-Cement

+ 13,4 Prozent

4. Platz - Gewinner

Lanxess

+ 13,1 Prozent

5. Platz - Gewinner

K+S

+ 12,7 Prozent

5. Platz - Verlierer

Merck KGaA

-6,7 Prozent

4. Platz - Verlierer

SAP

-6,9 Prozent

3. Platz - Verlierer

Deutsche Bank

- 8,4 Prozent

2. Platz - Verlierer

Deutsche Börse

- 12,3 Prozent

1. Platz - Verlierer

Adidas

- 17 Prozent

Die Geschäfte der chinesischen Industrie nahmen im März den fünften Monat in Folge ab. Das Stimmungsbarometer ging auf 48,1 Punkte von 48,5 Zählern im Vormonat zurück und lag damit weiter unter die Schwelle von 50 Stellen, die Wachstum signalisiert. Die Zahlen gäben Anlass zur Besorgnis, da China der Motor des weltweiten Wirtschaftswachstums sei, sagte Aktienhändlerin Anita Paluch von der Varengold Bank.

„Es bleibt die Frage, ob die chinesische Regierung willens ist, etwas zu unternehmen.“ Die Analysten der Essener National-Bank rechneten mit Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft. „Die Mittel dazu hätte China allemal. Allerdings muss man jedwedes neues Konjunkturprogramm sehr fein ausbalancieren, so dass es nicht zu einer Blasenbildung in einigen Sektoren kommt.“

Die Wall Street notierte am Montag ebenfalls im Minus. Zuvor hatte schon der Leitindex der Börse Shanghai 0,9 Prozent fester geschlossen. Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,1 Prozent auf 106,83 Dollar je Barrel (159 Liter). Das wichtige Industriemetall Kupfer notierte mit 6509 Dollar je Tonne 0,4 Prozent höher als am Freitag.

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Die Krim-Krise und die US-Notenbank haben ebenso wie Konjunkturdaten diese Woche die Börsen bewegt. Doch viele Aktien schlagen aus ganz anderen Gründen aus und finden ihren Platz in der Sonne.

Die deutschen Einkaufsmanagerindizes hielten sich mit 53,8 und 54,0 für Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistungssektor in der Expansionszone. Sie blieben allerdings hinter den erwarteten 54,5 und 55,5 etwas zurück. “Die Stimmungseintrübung in Deutschland sollte vor dem Hintergrund der hohen Niveaus und des Krim-Konflikts nicht überbewertet werden,” schrieb Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba in einem Kommentar.

Die Loslösung der Krim von der Ukraine und die Zukunft der ostukrainischen Gebiete mit einem hohen Anteil russisch-stämmiger Bewohner sorgte erneut für Gesprächsstoff auf dem Börsenparkett. „Sollten die Sanktionen des Westens gegen Russland verschärft werden, würde Deutschland besonders darunter leiden“, betonte ein Börsianer. Vor diesem Hintergrund kassierte der deutsche Medikamenten-Hersteller Stada wegen der Unwägbarkeiten für das wichtige Russland-Geschäft seine Ergebnisziele. Die Aktien fielen daraufhin um 14,6 Prozent auf ein Neun-Monats-Tief von 32,56 Euro.

Kommentare (9)

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24.03.2014, 16:57 Uhr

Auf jeden Fall ist der DAX heute auf dem Weg nach unten.Er wird das Quartal wohl im negativen Terrain beenden.
Die Börse ist keine Einbahnstraße und nur auf "up" programmierte Maschinen gibt es nicht.

PS:Ich plädiere auch,wie viele andere,den DAX mal wieder auf den reinen Kurs-DAX umzustellen,den er drückt die wahre MK aus,also das was die Anleger bereit sind aktuell in das deutsche Premiumsegment zu investieren.Fast alle großen Indizes sind (wenn auch regional verändert) auf reiner Kursbasis.
Beim Kursindex sieht man nämlich,dass er heute wieder die Marken aus dem Juli-Hoch 98 erreicht hat .

Account gelöscht!

24.03.2014, 17:20 Uhr

"Auf jeden Fall ist der DAX heute auf dem Weg nach unten."

Im Moment sieht es so aus, als seien ein paar Marktteilnehmer hin- und hergerissen. Wenn ich mir den Kalender so diese Woche ansehe, dann bürchte ich kann das noch sehr volatil werden.

Account gelöscht!

24.03.2014, 18:17 Uhr

Das mit dem Goldpreis scheint leider auch ein Fass ohne Boden zu sein. Ich bin froh nicht mehr indirekt in Gold investiert zu sein.

Delta, Frank Fischer scheint wohl im aktuellen Umfeld mit seiner "Cash Quote" von 47 % doch vieles richtig zu machen. Als Cash fast er übrigens die tatsächliche Barquote und seine kurzlaufenden AAA-Anleihen zusammen, die im als Cash Ersatz dienen.

In einem ausführlichen Interview für die "Fonds Exklusiv" das auch eine Werbung auf hohem Niveau sein könnte, kündigt er auch für den Bedarfsfall eine Absicherung von bis zu 80 % seiner Aktienquote über Short Futures an. 80 % Absicherung würden ausreichen, da die leer verkauften Futures ein höheres Beta aufwiesen, als die Titel im Depot.

Wie beurteilst du jetzt seine Asset Allokation im Stiftungsfond und im Absolutissimo?

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